Tipps zum Schulbeginn der Welpen

  • Frühestens ab der neunten Woche dürfen Welpen in die Hundeschule.
    foto: apa/robert jaeger

    Frühestens ab der neunten Woche dürfen Welpen in die Hundeschule.

Hundeerziehung ist wichtig für das harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier: Eine Check-List für die Wahl der richtigen Schule

Gute Erziehung ist für das harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier sehr wichtig. Besonders in der Stadt dient das auch der Sicherheit der Hunde und Passanten. Doch die Auswahl ist groß und die Wahl der Hundeschule kann sich dadurch schwierig gestalten. Tierärztin Eva Wistrela-Lacek liefert dieses Mal eine kompakte Check-List, worauf es bei der Wahl der Hundeschule ankommt. Wichtig ist jedoch vor allem, dass sich Hund und Halter wohl fühlen.

derStandard.at: Ab welchem Alter ist es sinnvoll mit einem Welpen eine Hundeschule zu besuchen?

Wistrela-Lacek: Wenn der Welpe gerade erst im neuen Zuhause gelandet ist, sollte man die erste Zeit in Ruhe und ohne zu viel Ablenkung verbringen, damit eine Beziehung aufgebaut wird und der Welpe sich einleben kann. An sich liegt das Mindestalter für den Besuch einer Welpenschule bei neun Wochen. 

Da durch den Kontakt mit vielen anderen Hunden immer die Gefahr von Infektionen besteht, sollte der Welpe mindestens schon einmal, optimalerweise bereits ein zweites Mal geimpft und grundimmunisiert worden sein.

derStandard.at: Welche Checkliste empfehlen Sie bei der Auswahl der Hundeschule?

Wistrela-Lacek: Wichtig sind vor allem folgende Punkte: Die Möglichkeit des Kennenlernens, etwa in Form einer Schnupperstunde sollte gegeben sein. Die Stunde sollte von einem ausgebildeten und zertifizierten Trainer abgehalten werden, der den Haltern Hundeverhalten und Hundesprache näher bringt und Hilfestellungen bei Problemen in Theorie und Praxis gibt.

Die Kursgruppen sollten eine überschaubare Größe haben. Zudem sollte das Hundesportangebot breit gefächert sein und es ein ganzjähriges Kursangebot geben.

derStandard.at: Wo ist Vorsicht geboten: Welche Erziehungsmethoden sind veraltet oder nicht artgerecht?

Wistrela-Lacek: Heute bedeutet Hundeerziehung, dass das Hund-Mensch-Verhältis im Vordergrund steht, wobei gewaltfrei und mit positiver Verstärkung auf den Hund eingewirkt wird. Das wird zum Beispiel mittels Leckerlies, Spielzeug und Clickertraining erreicht.

Damit sind jegliche Erziehungsmethoden, die auf Gewalt und körperliche Züchtigung basieren, veraltet und tierschutzwidrig. Genauer definiert findet sich dies auch in der Novelle zum Tierschutzgesetz wieder, in dem es heißt, dass der Einsatz verschiedener Schmerzen und Qualen verursachender Trainingshilfsmittel verboten ist. Hierzu gehören Stachelhalsbändern, Korallenhalsbändern, elektrisierende oder chemische Dressurgeräte.

derStandard.at: Gibt es Hunderassen, die sich in der Gruppe eher weniger gut vertragen?

Wistrela-Lacek: Dieses Problem bezieht sich zumeist auf einzelne Tiere, die schlecht oder gar keine Sozialisierung erfahren haben, was zu Problemen in der Gruppe führen kann. In einer guten Hundeschule wird eben darauf eingegangen und es werden Hilfestellungen angeboten.

derStandard.at: Woran erkennt man einen guten Hundetrainer?

Wistrela-Lacek: Am gewaltfreien Umgang mit jedem Hund, dem Eingehen auf individuelle Probleme und Fragestellungen und einem guten theoretischen Fachwissen, das auch vermittelt werden kann. Zudem sollte das Interesse an fachlicher Fortbildung vorhanden sein.

derStandard.at: Wie lange soll ein Hund in der "Welpenschule" bleiben?

Wistrela-Lacek: An sich gilt ein Hund bis zum Ende des fünften Lebensmonats als Welpe, anschließend wird er als Junghund bezeichnet. Danach richtet sich auch die Einteilung in den Hundeschulen, wo zumeist zwischen Welpen- und Junghundekurs unterschieden wird.

Dabei sollte auch das ganz individuelle Verhalten und die Entwicklungsstufe des einzelnen Welpen oder Junghundes berücksichtigt werden. Da die Kurse aufbauend und fortführend gestaltet sind, sind die Übergänge hierbei oft fließend.

derStandard.at: Worauf müssen sich Hund und Halter einstellen: Wie läuft der Unterricht in der Hundeschule ab?

Wistrela-Lacek: Da sich die Konzentrationsfähigkeit von Welpen anfangs auf nur einige Minuten beschränkt, laufen die Kurse zumeist in kurzen Übungseinheiten ab. Hierbei werden meistens verschiedenen Elemente auf einander abgestimmt, wie etwa das spielerische Erlernen von Grundkommandos wie Sitz, Platz, Steh. Verschiedenen Spiel- und Lerngeräten kommen zum Einsatz und es gibt üblicherweise Bindungs- und Sozialisierungsspiele. Wichtig ist auch die Prägung auf Alltagssituationen und Umweltreize. (red, derStandard.at, 27.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 26
1 2
Tiertrainer

Den passenden Hundetrainer kann man auch ganz einfach selbst suchen. So kann man seinen Hund noch individueller fördern: http://www.betreut.at/tiertrainer

einfach eines der schoensten welpenfotos,

die ich kenne!

da ist schon so viel vertrauen angelegt - frauchen von diesem entzueckenden hundefratz ist ein glueckspilz!

Also mit meinem Rotti Welpen...

...habe ich mir einen einzel Trainer genommen, kostet EUR 49,- p/ST und hat in der ersten Stunde uns beiden viel Freude uns Spass gemacht. Die Bindung zu meinem Hund hat auch ohne Welpelschule dadurch viel besser funktioniert. Alle 2 Woche eine Stunde am Platz mit max. 3 Welpen. Dazwichen wird daheim bzw. auf der Wiese geübt. Da mein Rottweiler Welpen einfach etwas länger braucht als andere Welpenrassen, muss man halt wissen, dass man konsequenter sein muss, drei mal soviele wiederholungen baucht usw. Das hat uns aber unser Trainer auf einfache Weise verständlich gemchat und interessant näher gebracht. Trotzdem ist die Voraussetzung zur Hundehaltung Gespür und Sensibilität, Geduld,.... Sonst richtet sich der Gefährte igendwann gegen einen..

Hmm..

Ich habe einen blinden englischen Cocker Spaniel. Seit dem er im November blind geworden ist, habe ich ihm umerzogen. Hat super funktioniert. Man muss einfach Feingefühl für das Tier haben.....

Er ist genauso häppi und lebenslustig wie früher, und ich bin sehr dankbar dafür.

HUNDE SIND GENIAL!!! :D

an was ist er denn erblindet? :/

wer braucht schon eine hundeschule?sitz platz hier lernt jeder hund in null komma pepi ganz ohne diese grauslichen hundsschulen

ja aber bitte, die leute wollen "konsumieren" und sich um nix kümmern müssen, am besten wäre abgeben, 2h später holen und danach folgt er. dementsprechend unmotiviert stehen dann 10 leute mit hund vor der "trainerin" wie weiland in der schule, pappn hoitn, händ foitn, und ab gehts mit der "erziehung". da man sich als guter hundeführer bei welpen und junghunden so richtig zu deppen machen muss/sollte, kann man sich eh vorstellen wie gut das heutzutage bei den ganzen besen-im-arsch-leuten funktioniert. 40 oder mehr jahre anpassung hinterlassen eben ihre spuren.

da gehts drum, dass die interaktion mensch<->hund erlernt wird, und zwar von beiden seiten.

das foto ist genial

welpen sind einfach komplett entwaffnend

"Welche Checkliste empfehlen Sie bei der Auswahl der Hundeschule?"

Was sie hier antwortet trifft wohl auf jede beliebige "Hundeschule" zu.
Wirklich wichtig wäre, dass die Trainer in dieser Schule fähig sind auf das individuelle Mensch-Tier-Gespann einzugehen. Und auch gefragt wird, was für einen Hund man nachher haben will. Heute ist es üblich einen Hund zu wollen, der versteht was man von ihm will und wann es tatsächlich wichtig ist zu gehorchen. Damit es dazu kommt muss die Hundeerziehung der Kindererziehung ähnlicher werden. Nicht nur der Hund muss den Menschen verstehen lernen, sondern auch der Mensch seinen Hund. Mit meinem (leider verstorbenen) Hund konnte ich Gespräche führen, in denen er vernünftig reagiert hat.

es tut mir leid, aber...

..die meisten hundeschulen sind keine "schulen", sie sind einrichtungen zum frustrieren junger hunde. auch wenn ewig von "wir arbeiten nur mit positiver verstärkung" gequaselt wird, wenn man sich eine welpenstunde oder junghundestunde ansieht, dann kommen einem die tränen bei den üblichen methoden. weder weckt man dort bei den hunden ein interesse an der arbeit mit dem menschen (=gehorsam!!!) noch zeigt man den hundeFÜHRERN das führen eines hundes, sondern nur das halten eines hundes, im wahrsten sinne des wortes. raus kommen hunde, die am platz einigermaßen sozial akzeptabel sind, und außerhalb von ihrem angeblichen "führern" nix haben wollen, da diese uninteressant und unfähig in den augen der hunde sind. traurig! aber ein gutes geschäft.

was sie da beschrieben haben, kommt meiner erfahrung mit schulen aber schon sehr nahe.

ja, leider. Ist halt auch ein bisserl ein prinzipielles Problem. Der größte Teil der Hundtrainer machts ehrenamtlich (im Verein). Dadurch machens viele nicht besonders lange und beschäftigen sich vllt. nicht so intensiv damit, wie es wünschenswert wäre.

Ich mag zwar Hunde sehr, aber ich finde es unterhaltsam wieviele ihren Hund als Kind- bzw. Partnerersatz verwenden. Kein Mensch/Hund braucht eine Hundeschule.

30 rote Stricherln. Ich nehmen an, 30 Menschen die ihren Hund als Partnerersatz benutzen und sich durch meinen Kommentar angegriffen fühlen. Wenn ich damit recht habe, dann schnappen sie sich ihren Hund und ab in den Park. Hunde können ein wunderbares Hilfsmittel zum Flirten sein.

Also für Hundeanfänger finde ich Hundeschulen auf jeden Fall gut

Wenn man beobachtet wie unsicher manche Menschen mit ihrem eigenen Hund umgehen, schadet ein wenig Unterstützung nicht.

also ich habe jetzt seit 2 jahren meinen ersten hund - und offen gestanden hätte ich mir das ohne hundeschule nicht zugetraut.
ich war nicht immer zu 100 % damit einverstanden, was gemacht wird, aber im grunde ist es doch ok. es kommt ja auch hauptsächlich darauf an, was man dann im "echten leben" damit macht.
außerdem hätte mein welpe sonst einfach nicht die möglichkeit gehabt, soziale kontakte mit seinesgleichen zu pflegen. es sind ein paar schöne hundefreundschaften daraus entstanden.

ich habe seit 40 jahren hunde und gehe mit jedem hund in die

schule. bei jedem hund glaubt man, dass man jetzt alles weiß, aber gerade die letzten jahre hat sich soviel geändert und es gibt soviele neue erkenntnisse aus der verhaltensforschung speziell hund-wolf, das ist unglaublich!!! habe selber vor 12 jahren eine trainerausbildung genossen und gehe mit jedem huind trotzdem wieder in die schule, speziel weil ICH was dazulerne und der hund sowieso davon profitiert. und: es macht spaß, man lernt tolle leute kennen, man lernt immer wieder viel dazu.

Neunte Woche? Sollte der Welpe da nicht noch bei Mutter und Geschwistern sein?!

in der schweiz ist die abgabe erst ab woche 12 erlaubt, sie dürfen aber gerne mal dortige züchter fragen, was sich da in den 4 wochen zwischen 8.er und 12.er abspielt bei den welpen. da wird gemoppt ohne ende, die eine hälfte des wurfes neigt danach zu größenwahn, die andere ist eingeschüchtert. kaum jemand hat damit eine freude dort.

Hm, komische Tiere, bei denen es besser sein soll, die Welpen schon nach acht Wochen von der Mutter wegzuholen. Erzieht eine Hundemutter ihre Welpen denn nicht? Oder wäre der Abgabezeitpunkt nicht besser noch später?

man muss immer abwägen, was schlimmer ist: zu lange bindung an die gruppe bedeutet mehr stress beim "rausreißen" aus dem verband - zu kurze bindung bedeutet evt. probleme bei der sozialisierung. die acht wochen scheinen alles in allem der beste kompromiss zu sein. dass die mutter ihre welpen im alter von acht wochen (oder sogar 12) erzieht kann nur wer behaupten, der nix mit hunden zu tun hat. die einzige grenze bei welpen in diesem alter ist der andere welpe.

Nun, es hat sich in der Vergangenheit noch immer als falsch rausgestellt, wenn der Mensch glaubte, er wüsste, was besser für Tiere und Tierbabys sei. Daher bin ich ein wenig skeptisch. Wahrscheinlich müssten sich die Züchter einfach mehr Arbeit machen und die Welpen erst nach Hausnummer 4 oder 6 Monaten abgeben. Was den Vorteil hätte, dass die vlt schon stubenrein wären und von Mama, Geschwistern und Züchter erzogen worden sind. Vielleicht muss man die optimale Entwicklungsphase abwarten, aber Welpen nach nur acht Wochen von der Mutter wegzuholen, klingt für mich nicht richtig.

Ganz schlechte Idee!

8 Wochen passt schon, das ist bei weitem nicht so schlimm, wie es sich im ersten Moment anhört.
Gerade die ersten 6 Monate sind unglaublich wichtig, die intensivte Prägephase für den Hund. In der Zeit wird alles wie ein Schwamm aufgesaugt und man muss den Grundstein legen für die Bindung zwischen Mensch/Hund. Es wäre für die Züchterin unmöglich, einen ganzen Wurf 6 Monate lang optimal zu betreuen. Wie will man ~8 Hunden gleichzeitig lernen stubenrein zu werden? od. auf ihren Namen zu hören? Ein Welpe ist vorallem in den ersten Wochen und Monaten eine 24Std. Beschäftigung. In der Nacht 3-4 mal rausgehen, unter Tags die Basics lernen (keine Stromkabeln anknabbern, nicht am Vorhang ziehen usw)

die zeit bis 6 monate ist eine der wichtigsten für die prägung des jungen tieres, wenn es da nicht hautpsächlich beim menschen ist (und das kann es nicht wenn es beim züchter ist, der mit dem wurf UND seinen hunden zu tun hat) und möglichst viele umwelteindrücke sammeln kann (laute geräusche, autos, fahrräder, skateboards, etc.). einen von der hundemutter "erzogenen" hund will wirklich keiner, da dieser mit den menschen in seiner umgebung nicht klar kommt. er baut keine bindung zu menschen auf, findet an ihnen nichts interessantes und wird sich dementsprechen verhalten: weglaufen, aggression bei einschränkungen, ein richtiger "problemhund" halt.

Posting 1 bis 25 von 26
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.