Kim Jong-un plant China-Besuch

Peking - Auf der Suche nach Investitionen in die marode Wirtschaft streckt die nordkoreanische Regierung ihre Fühler nach China aus. Der nordkoreanische Führungszirkel hat Kreisen zufolge für Staatschef Kim Jong-un einen Besuch in Peking angebahnt. Es wäre die erste Auslandsreise des jungen Machthabers, der nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il im Dezember die Führung des verarmten Landes übernommen hat. Auf der für kommenden Monat geplanten Reise wolle Kim die chinesische Führung kennenlernen und sich selbst in der Volksrepublik vorstellen, sagte eine Person mit guten Kontakten nach Peking und Pjöngjang am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Nordkorea ist stark von Chinas wirtschaftlicher und diplomatischer Unterstützung abhängig.

Wegen umstrittener Atomtests und des Konflikts mit Südkorea ist die nordkoreanische Führung international isoliert. China gilt als einer der wenigen Verbündeten des kommunistisch regierten Landes, in dem Beobachter zuletzt eine vorsichtigen Öffnung konstatiert hatten. Doch zugleich gehen Experten davon aus, dass Nordkorea kurz vor einem dritten Atomtest stehen dürfte. Damit stoße das Land auch in China auf vehemente Kritik, sagte der Kenner der Entwicklungen zu Reuters. (Reuters, 24.8.2012)

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