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Am Donnerstagabend veröffentlichte Facebook eine neue App für iOS. Die Apps für iPhone und iPad wurden nicht bloß erneuert, sondern von Grund auf neu gebaut. Mark Zuckerberg hat auf Facebook geschrieben, dass der Hauptfokus bei der Entwicklung der neuen App die Geschwindigkeit war. Und schon beim Einsteigen in die App merkt man deutliche Verbesserungen.

Der Schrei nach einer besseren mobile Experience war nicht zuletzt durch den fallenden Börsenkurs zu hören. Bislang hatte Facebook eine App, die nicht einmal annähernd an die Schnelligkeit der Facebook-Seite im Browser herankam. Wie die New York Times schreibt, ist der Gewinn aus Werbung auf mobilen Geräten zwar deutlich weniger als jener am Desktop, Analysten empfinden die verbesserte App allerdings als ersten Schritt in eine mobile Strategie. Und diese Strategie ist für Facebook dringend notwendig.
Die App wurde von Grund auf neu gebaut und ist sämtliche Web-basierte Technologien losgeworden. HTML5 gehört in iOS bei Facebook jetzt der Vergangenheit an. Das Unternehmen aus Palo Alto will sich jetzt auf die Entwicklung von Produkten für mobile Endgeräte konzentrieren, die App ist der erste Schritt in diese Richtung. Rund 100 Entwickler arbeiten an Produkten, die speziell für die mobile Sparte gedacht sind. Und man will laut New York Times bis Ende des Jahres auf 200 Entwickler aufstocken. An der App haben die Entwickler laut The Verge ein halbes Jahr gebastelt. Auch die bislang nicht sehr benutzerfreundliche iPad-App wurde aufpoliert und und kann mit der iPhone-App mithalten.

Facebooks neue App sieht auf den ersten Blick aus wie die alte. Dennoch darf man sich vom Aussehen nicht täuschen lassen. Das inline Durchblättern von neuen Fotos und das Laden von Streams sind um einiges schneller geworden. Kommentiert man bei jemandem und in der Zwischenzeit kommentiert jemand anderer, wird dies noch beim Verfassen des Kommentars angezeigt. Das Veröffentlichen von Fotos und Schreiben von privaten Nachrichten sind schnell wie nie zuvor. Funktionen von Messages hat man aus der eigens dafür angefertigten Facebook Messenger App in die neue Facebook-App integriert. Liked man etwas bei jemandem, gibt es eine witzige Animation, die den Daumen kurz "springen" lässt. Sollten beim Durchscrollen des Streams neue Statusmeldungen kommen, wird dies am oberen Rand der App angezeigt, sodass man gleich dort hinspringen kann.
Als Werbeform sind im Moment die Sponsored Stories die Herangehensweise innerhalb der Apps. Die Hälfte der Werbeeinahmen wird mittlerweile durch mobile Geräte verdient. In Zukunft sollen auch sogenannte "Offers" in die App kommen, die beispielsweise Rabatte für Restaruants und Geschäfte anbieten. Doch Facebook zeigt sich hier experimentierfreudig: Auch weitere mobile Werbeformen sollen noch getestet werden, um die optimale Form zu finden.
Neben der Entwicklung von besseren Apps ist Facebook auch Bestandteil von Apples iOS6, das im Herbst kommen wird. User können dann Fotos direkt auf Facebook teilen und mit Siri Statusupdates verfassen. Die Gerüchte um ein eigenes Facebook-Handy haben sich indes noch nicht beruhigt. Analysten empfehlen dem Unternehmen diesen Schritt. Dadurch würde Facebook seine mobile Zukunft beim Schopf packen. Ob und wann das passieren wird, ist allerdings nicht klar. Die Android-App hat am Donnerstagabend ebenfalls ein Update bekommen, allerdings wurden lediglich ein paar Funktionen verbessert. Einen genauen Termin für eine neue App für Android gibt es noch nicht. (iw, derStandard.at, 24.8.2012)
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Facebook schaut sich einfach an, woher die meisten Zugriffe kommen, und welche User am kritischsten sind.
Und deswegen ist klar, dass iOS Priorität hat.
Es wird so gut wie überall zuerst mal für iOS, und danach für Android entwickelt. iOS dominiert nach wie vor den mobilen Datenverkehr im Internet, auch wenn der Marktanteil aller Android-Versionen zusammen höher als der von iOS ist - aber das spielt nunmal keine Rolle. Und dass der Aufwand für die Entwicklung einer auf unterschiedlichen OS-Versionen und unterschiedlichen Endgeräten ähnlich gut funktionierenden Android-App weit höher ist, spielt in der Kosten-Nutzen-Rechnung natürlich auch eine Rolle.
Hmh, Facebook ist net ganz die Caritas. Auch die machen Geld, ja, man soll es gar nicht glauben. Die App ist das Mittel zum Zweck. Und wenn von einer Plattform mehr Zugriffe kommen als von einer anderen, dann werden eben eventuell Prioritäten in der Programmierung gesetzt...
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