Diplomatische Posse um Protestnote Japans an Südkorea

24. August 2012, 00:19
  • I gave a letter to the postman,he put it his sack.Bright in early next morning,he brought my letter back.
(Bild: Konservative auf dem Weg zur japanischen Botschaft in Seoul, um einen Protestbrief zu übergeben.)
    foto: reuters/kim

    I gave a letter to the postman,
    he put it his sack.
    Bright in early next morning,
    he brought my letter back.

    (Bild: Konservative auf dem Weg zur japanischen Botschaft in Seoul, um einen Protestbrief zu übergeben.)

Seoul schickt Brief aus Tokio zu umstrittener Inselgruppe zurück

Tokio - Der Disput zwischen Japan und Südkorea um eine Inselgruppe hat eine diplomatische Posse gezeitigt: Nachdem die südkoreanische Botschaft eine japanische Protestnote zurücksandte, weigerte sich Tokio am Donnerstag, das Schreiben zurückzunehmen. "Gemäß dem üblichen Protokoll ist es unvorstellbar, dass zwischen Staatsführern ausgetauschte Briefe zurückgeschickt werden", sagte der japanische Regierungssprecher Osamu Fujimura in Tokio. Bei dem Streit geht es um zwei unbewohnte Vulkaninseln und mehrere kleine Eilande im Japanischen Meer, die beide Länder beanspruchen.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Tokio sagte, der Brief von Japans Regierungschef Yoshihiko Noda an den südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak sei von der südkoreanischen Botschaft nicht weiter nach Seoul geleitet worden. Das japanische Außenministerium wies später einen Boten der Botschaft ab in der Annahme, dass er den Brief bei sich hatte, wie Aufnahmen des Fernsehsenders NHK zeigten. "Es tut mir leid, dies zu sagen, aber einen diplomatischen Brief zurückzuschicken ist mehr als kindisch", sagte Japans Vize-Außenminister Tsuyoshi Yamaguchi.

Auslöser des jüngsten Streits war ein Besuch von Lee auf den von Südkorea kontrollierten Inseln, die von Südkorea Dokdo und von Japan Takeshima genannt werden. Lee sorgte für weiteren Ärger, als er Japans Kaiser Akihito aufforderte, sich für Verbrechen während der Kolonialzeit zu entschuldigen, bevor er nach Südkorea reist.

Noda bezeichnete nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo News in dem Brief die Äußerung und den Besuch auf den Inseln als "bedauerlich". Am Donnerstag legte Noda nach: Vor Abgeordneten sagte er, Lees Äußerung "verstößt eindeutig gegen den gesunden Menschenverstand", und forderte eine Entschuldigung. (APA, 23.8.2012)

Share if you care
5 Postings
zwei unbewohnte Vulkaninseln

Na dann: jedem eine und die Eilade kann man sicher auch halbieren. Wenn eines übrig bleibt soll wird es der UNO als Ausweichquartier zu den UNO cities geschenkt oder so etwas ähnliches. Ist des wirklich so schwer?

Es geht ja nicht um die Insel, sondern um das was darunter ist!

Naja,...

Es geht eher um die Fischereigrenze zwischen Korea und Japan bzw. den Wahlkampf zur Präsidentenwahl in Korea.

"...des san olle Trottln, de Chinesen!"

häufige Antwort meiner liebenswerten und sehr geschätzten japanischen Frau zu diplomatischen Eklats jeglicher Art mit China ODER(!) Südkorea

und wenn das außenamt anruft, sagen wir einfach, "falsch verbunden"

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.