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Rapids Trainer Peter Schöttel grübelt. Vielleicht über seine Maßnahmen in der Schlussphase, als er mit dem Einwechseln von Kulovits für Hofmann und Schrammel für Grozurek eher auf Konsolidierung setzte.
Thessaloniki - Rapid Wien muss um den Einzug in die Gruppenphase der Fußball-Europa-League bangen. Österreichs letzter verbliebener Europacup-Vertreter musste sich am Donnerstagabend im Playoff-Hinspiel bei PAOK Saloniki trotz Führung mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Die Begegnung war zudem von schweren Ausschreitungen vor und im Toumba-Stadion überschattet, wurde aber mit fünf Minuten Verspätung dennoch angepfiffen.
Deni Alar brachte Rapid mit einem sehenswerten Treffer in Führung (25.). Die spielerisch stärkeren Griechen drehten die Partie aber dank eines Kopftores von Stefanos Athanasiadis (69.) sowie eines Gewaltschusses von Giorgos Katsikas (83.). Dabei musste PAOK in der Schlussviertelstunde nach Gelb-Rot für den Rumänen Costin Lazar mit einem Mann weniger auskommen. Rapid benötigt nun im Rückspiel nächsten Donnerstag zumindest einen Sieg, um zum dritten Mal nach 2009 und 2010 in die EL-Gruppenphase einzuziehen.
Die Griechen dominierten die Begegnung angetrieben von 25.000 Fans. Ein erster gefährlicher Versuch von Etto ging am langen Eck vorbei (5.), einen Distanzschuss von Lazar parierte Rapid-Torhüter Lukas Königshofer (11.). Die beiden größten Gelegenheiten hatte schon vor der Pause Athanasiadis. Der PAOK-Kapitän düpierte erst Sonnleitner, spielte aber alleine vor dem Tor ab anstatt zu schießen (22.). In der Nachspielzeit schob er einen Sitzer aus kurzer Distanz links neben das Tor (45.+1).
Rapid-Trainer Peter Schöttel setzte ohne die verletzten Drazan, Trimmel und Prokopic wie zuletzt im Heimspiel gegen Sturm Graz (3:0) auf Alar als Solospitze - mit Erfolg. Der 22-Jährige traf im vierten Pflichtspiel in Serie und den Spielverlauf dabei auf den Kopf. Der Rapid-Stürmer nahm sich einen Pass von Muhammed Ildiz mustergültig mit, umspielte mit einem Heber noch einen Verteidiger und traf mit dem linken Außenrist ins linke Eck. Schon den Einzug ins Play-off hatte Alar mit einem verwerteten Elfmeter in der Nachspielzeit des Rückspiels gegen Vojvodina Novi Sad (2:0) möglich gemacht.
Das Hinspiel in Thessaloniki stand 15 Minuten vor Spielbeginn an der Kippe, als Hunderte PAOK-Fans den Platz stürmten und Feuerwerkskörper in den Sektor der 700 mitgereisten Rapid-Fans warfen. Schon bei der Ankunft der österreichischen Anhänger beim Stadion hatte die Polizei Tränengas einsetzen müssen, um ihre griechischen Kontrahenten von ihnen fernzuhalten.
Rapid wirkte zaghaft, leistete sich bei zu später Stunde immer noch heißen 31 Grad viele Fehler im Spielaufbau. Abgesehen von Alars Glanzstück erbrachten die Angriffsbemühungen in der ersten Hälfte nur harmlose Schüsse von Markus Katzer (21.) und dem links im Mittelfeld aufgebotenen Youngster Lukas Grozurek (35.). Nach Seitenwechsel sorgte nur der agile Ildiz für Gefahr (79., 81.).
Zur Pause brachte PAOK mit Griechenlands EM-Held Dimitrios Salpingidis seinen bekanntesten Offensivspieler. Nach dessen Flanke köpfelte der langsam verzweifelnde Athanasiadis aus vier Metern an die Querlatte (62.). Sieben Minuten später war er dann aber nicht mehr aufzuhalten, köpfelte via Innenstange doch den Ausgleich.
Nach einer harten Attacke und Gelb-Rot für Lazar legte Katsikas sogar noch einen drauf. Der Innenverteidiger traf aus dem Hinterhalt, nachdem die Rapid-Hintermannschaft den Ball nicht weggebracht hatte. Die Chance auf eine bessere Ausgangsposition war für die Hütteldorfer dahin. Sollte der Rekordmeister im Playoff scheitern, hätte Österreich erstmals seit deren Einführung kein Team in der Gruppenphase der Europa League. Zuletzt war der ÖFB 2008 - damals hieß der zweitwichtigste Bewerb noch UEFA-Cup - in keiner europäischen Gruppenphase vertreten. (APA/red, derStandard.at, 23.8.2012)
Europa-League-Play-off, Hinspiel:
PAOK Saloniki - SK Rapid Wien 2:1 (0:1)
Thessaloniki, Toumba-Stadion, 25.000 Zuschauer, SR Andre Marriner (England)
Tore: 0:1 (25.) Alar, 1:1 (69.) Athanasiadis, 2:1 (83.) Katsikas
PAOK: Glykos - Etto, Khumalo, Katsikas, Lino - Georgiadis (68. Lawrence), Kace, Lazar, Robert (46. Fotakis) - Giannou (46. Salpingidis), Athanasiadis
Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen, Ildiz - Burgstaller, Hofmann (77. Kulovits), Grozurek (66. Schrammel) - Alar (82. Boyd)
Gelb-Rot: Lazar (74./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Khumalo, Salpingidis, Katsikas bzw. Burgstaller, Schimpelsberger
Rückspiel am Donnerstag, 30. August, 20.45 Uhr (live ORF eins) im Hanappi-Stadion. Aufsteiger in der Gruppenphase der Europa League
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Hab das Spiel nicht ganz verfolgt, da ich gleichzeitig auf alle EL Qualifikationsspiele gewettet habe. Was auffällig war, nach dem 1:1 sind die Quoten total gekippt, als wüßte jemand, dass es 2:1 für Panathinaikos ausgehen wird.
War Rapid zum Zeitpunkt des 1:1 stehend k.o?
Danke.
Normal kippen die Quoten nicht so brutal, da waren unterschiede von 60-80%.
Zu beginn des Spiels war die Quote ca. 1,7 für PAOK, da sollte es in der 70. Minute bei Unentschieden ca. 3,08 für Panathinaikos realistisch sein. Es wurde aber sogar um 2,1 auf PAOK gewetet. 2,1 in Minute 70 würde eine Beginnquote von ca. 1,1 benötigen und nicht 1,7.
Da hat jemand eine ordentliche 2. Luft (war noch vor der Roten) vermutet gehabt. :)
schöttel fehlt das "scheiß-mi-nix-gen", daß der kühbauer hat und auch der pacult gehabt hat. ansonsten ist er ein sehr guter trainer. aber ohne dieses gen wird er bei rapid sicher nicht alt.
ildiz war gestern der beste mann der grünen, alars tor genial.
burgstaller hatte einen sehr schwachen tag. hofmann wird immer mehr zum risiko und grozurek war ein wenig überfordert.
es wird in wien sehr, sehr schwer werden. da muß rapid das spiel machen - ist aber den griechen technisch weit unterlegen. nur mit einer außerordentlichen leistung wird rapid in die gruppenphase einziehen. ich drück die daumen.
Denn Rapid hatte auch ganz gute Ballstaffetten nach drauf drauf....von "PAOK technisch weit überlegen" keine Spur!
Aber es is mir eigentlich wurscht....glaub doch einfach, was Du willst.....
LG,
Ri
In Überzahl Kulovits zu bringen, war wohl seiner Hosenscheisser-Mentalität geschuldet. Man hatte das Gefühl, PAOK hat einen Mann mehr auf dem Platz.
Und warum er Burgstaller nicht erlöst hat, verstehe ich auch nicht. Der wirkte so, als ob er am Vortag wieder auf einer Party am Wörthersee gewesen wäre. Heikkinen hätte aus meiner Sicht nur mehr dann etwas im Team verloren, wenn 20 andere ausfallen. Defensiv hilft er nicht mehr, und offensiv ist er eher eine Stärkung des Gegners.
mehr Power bis zum Ende hat als die Griechen
und nach der Roten Karte gehen sie wieder auf
Angriff aber leider glaub ich das der Trainer das Ergebniss halten wollte, schwerer Fehler!
Tor von Alar und die Vorarbeit von Ildiz war Spitze!
Burgstaller hätte schon zur Pause ausgewechselt werden müssen. Schade!
Die sollten mal ein Training einlegen wie sie mit einem
Mann mehr spielen, bin mir sicher das sie das dieses
Jahr noch nicht gemacht haben.
Wird schwer aber wenn man im Retourspiel keine
2 Tore schießen kann wird das nix und wenn sie wieder mit 1:0 in führung gehen sollten dann können sie das wieder nicht halten.
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