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Wien - Sie sind die Ersten, die bei wirtschaftlichem Gegenwind gehen müssen: die Leiharbeiter. Beim Lkw-Produzenten MAN in Steyr werden in den nächsten Monaten voraussichtlich alle 150 Leasingkräfte abgebaut, schreiben die Oberösterreichischen Nachrichten. Laut AMS lag die Arbeitslosenrate bei den Zeitarbeitern im ersten Halbjahr 2012 bei rund 25 Prozent.
Nun kommen auf die Branche laut Standard-Recherchen einige gravierende Änderungen zu. Ab 1. Jänner 2013 wird ein neuer Fonds eingerichtet, über den arbeitslosen Leiharbeitern, die keinen Anschlussjob mehr finden, ein einmaliger Zuschuss zum Arbeitslosengeld gewährt werden kann. Aber auch die Finanzierung von Fortbildungskursen ist möglich.
Die Zeitarbeitsfirmen müssen dafür im ersten Jahr 0,25 Prozent der Lohnsumme einzahlen. Bis 2017 steigt der Satz auf 0,8 Prozent. Im Endausbau sollen so gute zehn Millionen Euro zusammenkommen. Darüber hinaus wird ein bereits existierender Bildungsfonds, der ein Volumen von rund einer Million Euro umfasst, mit der neuen Einrichtung zusammengeführt.
Wegen der geringeren Zahlungen am Anfang gibt es vom Sozialministerium für die ersten drei Jahre eine Anstoßfinanzierung - voraussichtlich rund zwei bis drei Millionen Euro per annum.
Im Gegenzug bleibt der Branche eine von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zunächst geplante Verschärfung erspart. Bonusprogramme oder andere entgeltliche Sonderregelungen, die es betriebsintern für die Stammbelegschaft gibt, müssen den Leiharbeitern nicht gewährt werden.
Von Interessenvertretern wurde ein enormer Verwaltungsaufwand befürchtet, und man kritisierte, dass man oft gar nicht über Betriebsvereinbarungen Bescheid wisse. Außerdem habe man auch kein Recht darauf, diese von den Betrieben, die Leiharbeiter übernehmen, zu verlangen. Klagen standen deshalb bereits im Raum.
Hintergrund für die ganze Diskussion ist, dass Österreich die EU-Leiharbeiterrichtlinie umsetzen muss, die auf eine Gleichstellung zwischen überlassenen und regulären Arbeitskräften abstellt. Die Frist ist eigentlich schon im Dezember des Vorjahres abgelaufen. Österreich hätte also wohl bald eine Rüge der EU-Kommission gedroht.
Mit der nun diskutierten Variante sieht man die EU-Vorgaben umgesetzt. Beim Grundgehalt mussten Leiharbeitskräfte schon bisher gleich bezahlt werden. Es gilt: Zur Anwendung kommt immer der höhere Kollektivvertrag (KV) - entweder jener des Beschäftigers (beispielsweise Handel) oder eben der Arbeitskräfteüberlasser-KV. Darüber hinaus werden in Industriebranchen noch Referenzzuschläge gezahlt.
Die Eckpunkte der Reform wurden dem Standard vom Sozialministerium am Donnerstag bestätigt. An einigen Details werde aber noch gefeilt, heißt es. Geplant ist ein Regierungsbeschluss am 4. September.
Wobei alle Details auch gar nicht im Arbeitskräfteüberlassungsgesetz geregelt werden müssen. In welchen Fällen der Zuschuss zum Arbeitslosengeld gewährt wird bzw. wann Fortbildungskurse finanziert werden, wird separat von einem Gremium aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Herbst verhandelt. Fix ist nur, dass die Anstoßfinanzierung des Ministeriums nur für Fortbildungsmaßnahmen verwendet werden darf.
Im Großen und Ganzen dürfte auch die Wirtschaftskammer bereits ihre Zustimmung signalisiert haben. Wobei es Kammer-intern heftige Diskussionen gab, wie zu hören ist. Einige Leiharbeitsfirmen sehen nicht ein, dass es zu einer neuerlichen Erhöhung der Lohnnebenkosten kommt.
Da die Zusatzbelastung an die Beschäftiger weiter verrechnet werde, sei damit zu rechnen, dass kurzfristige Einsätze unrentabel werden, heißt es. Der Arbeiterkammer, auf die der Hundstorfer-Plan sehr stark zurückgeht, waren diese Arbeitsverhältnisse aber ohnehin ein Dorn im Auge. Sie kritisiert seit langem, dass Stehzeiten umgangen werden, indem Leiharbeiter kurzfristig beim AMS "geparkt" werden.
Bei Verstößen gegen das neue Gesetz gibt es künftig um 40 Prozent höhere Strafen. Wer also gesetzwidrige Vereinbarungen mit Leiharbeitern trifft, muss mit Geldbußen von 1000 bis 5000 Euro rechnen. Im Wiederholungsfall drohen sogar 2000 bis 10.000 Euro. Hier hat sich am ersten Entwurf nichts mehr geändert. (Günther Oswald, DER STANDARD, 24.8.2012)
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Zur Abdeckung kurzfristiger Auftragsspitzen bezahlt der Unternehmer für einen halbwegs qualifizierten Mitarbeiter € 1.000,- pro Tag. Sagma 30 Tage lang.
Beim Mitarbeiter kommen € 100,- pro Tag an.
Wo zum Teufel bleibt der Rest?
Was hindert Unternehmer und Mitarbeiter daran sich auf € 500,- Tagsatz zu einigen und sich vor Freude gegenseitig abzubusseln?
Warum, zum Teufel?
Wenn ich 30 rote Stricherl bekomme, verrate ich es Euch ;-)
Auf geht's, Depperln!
Also nochmals:
Die billigsten Leiharbeiter (Abwäscher, Reinigungskräfte, etc.) kosten EUR 16.- pro Stunde. Facharbeiter ab EUR 23.- pro Stunde.
Für einen Arbeitstag müssen Sie diese Beträge mit 8 multiplizieren. Sie schaffen das :-)!
Trotzdem bleibt noch genug Spielraum für Ihre Idee. ein Hilfsarbeiter verdient pro Stunde EUR 6,35 netto, kostet dem Unternehmer aber auch ca. EUR 16.-.
Und jetzt ein Achterl auf unseren Staat. Prost!
das die Lohnnebenkosten in Österreich das 10fache des Lohnes ausmachen?
Im übrigen, 100 Euro/Tag (netto) für einen Leiharbeiter? Ein Stattliches Salär! Was arbeitet so ein durchschnittlicher Leiharbeiter? Atomphysiker bei CERN oder waren die Leiharbeiter normalerweise nicht doch eher in weniger gut bezahlten Jobs anzutreffen?
Achja eines noch, damit wir mal Klarstellen von welch horender Belastung wir hier reden...
Im Artikel steht das es um 0,8% vom Lohn geht. Wenn jemand also 2000 Euro verdient (was übrigens weit über dem Durchschnittsgehalt liegt) dann wären das 16 Euro mehr Steuern im Monat (oder gerundet 10 Cent pro Arbeitsstunde). Die Gewinnmargen müssen ja winzig sein wenn das ein Thema ist...
Ist rechtlich rein gar nicht mit Leiharbeitsgesetzen verwandt, verschwägert oder in Beziehung zu bringen.
Das sind Arbeits - oder Leistungsverträge die mit gewöhnlich zu verstehender Zeitarbeit so viel zu tun haben wie Waldwege mit Formel 1 Technik.
Das eine hat mit dem anderen so gut wie gar nix zu tun
In Einzelfällen. Und so allgemein?
Ich kenn übrigens persönlich auch welche die seit Jahren sogenannte "Auftragsspitzen" abdecken, schon eigenartig wie lange so eine "Auftragsspitze" anhalten kann (offenbar zahlt es sich doch aus Leiharbeiter statt reguläre Arbeitskräfte zu beschäftigen?)...
Aber wie gesagt 16 Euro Mehrbelastung/Monat bei solch einer "Beschäftigungsform" führt sicher zum Untergang ganzer Wirtschaftszweige. Ich seh schon sämtliche Großunternehmen zusperren...
Zur Sache: 1000 : 100........
Das wäre ein wahnsinniger Profit. Gibt's in Wien noch Nutten? Wenn nein, dürften deren Strizzis oder Zuhälter schon längst auf Leiharbeit umgesattelt haben. Also mußte wohl wieder heiraten?
unserer turbokalpitalistischen Gesellschaft.
Hier haben sich Abzocker zwischen Betrieb und Arbeiter gezwängt und nehmen die Arbeitnehmer aus.
Wenn einer schon einen ungeschützteren Arbeitsplatz hat sollte er auch weit mehr verdienen statt weniger.
Für Firmen kostet ein Leiharbeiter um die 1000 Euro pro Tag - das sollte mal ein Arbeiter bekommen statt sinnlos dazwischengeschmuggelte Abzockermanager!
Die billigsten Leiharbeiter (Abwäscher, Reinigungskräfte, etc.) kosten EUR 16.- pro Stunde. Facharbeiter ab EUR 23.- pro Stunde.
Für einen Arbeitstag müssen Sie diese Beträge mit 8 multiplizieren. Sie schaffen das :-)!
1000 € pro Tag ist wohl etwas daneben gegriffen. Die Kalkulation in der Leiharbeit ist in etwa:
Wenn der Leiharbeiter ein Brutto von 10 € pro Stunde erhält, wird vom Entleihbetrieb ca. 27 - 30 € pro Stunde, zuzüglich gültiger MWST, verlangt.
Diese Kosten können dann als allgemeine Betriebskosten vom Entleiher steuerlich abgesetzt werden. Es fallen keine Sozialabgaben an. Sofern ein Leiharbeiter ausnahmsweise fest übernommen werden soll, sind Ablösesummen in der Marge von 6 bis 12 Monatszahlungen zu leisten. Bringt mehr als die "sittenwidrige" Zuhälterei, ist aber dasselbe.
auch nicht 27 - 30, da dürften schon Fachkräfte verrechnet werden. Headhunter sind hier ohnehin nicht gemeint. Nein -
das Spiel dreht sich weiter runter, Preise werden nach unten lizitiert, darin liegt das Problem. Keine Arbeiter kostet mehr als 200 / Tag, inkl. aller steuerlichen(!) Abgaben, die doppelt bezahlt werden (Steuern des Arbeiters plus Steuern in Umlagen)
Inkl. aller Aliquotteile.
Wenn schon - beklage man sich über greingen Nettolohn des Arbeiters, nicht über ~~
-der immer noch über dem des einfachen Angestellten liegen kann, je nach Kollektivvertrag.
Es fallen Sozialabgaben an! Natürlich!
Es werden keine Ablösen verlangt! Sollten sie doch, ist es illegitim!
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da gab es keine Personalleasingfirmen und auch keine Leiharbeit in diesem Ausmaß.
Jetzt wachsen sie wie Pilze in den Himmel.
Ja, das ist Fortschritt! Den Unternehmern Faulheit vorzuwerfen wäre unrichtig? Nennen wir es eine rationalen Weiterentwicklung.
Die "Yachten" für die Unternehmensspitzen werden ja nicht billiger. Kein Wunder bei den Mitarbeiter-Lohnausgaben!
Lieber roter BM Hundstorfer!
Fuer wie dummm halten sie Leiharbeiter, wenn die EU-Verordnung ein "equal pay", also eine Gleichstellung inkl. aller Sozialleistungen, vorsieht und sie stattdessen einen AMS Bildungsfonds anbieten.
Damit bekaempfen sie mit sehr billigen Mitteln nur die Auswirkungen des modernen Sklaventums, nicht aber die Ursachen, warum viele Firmen langfristig ganze Abteilungen auslagern wollen.
Lieber Minister, bedenken sie, nur wer ueber genug Geld verfuegt, um sich mehr zu leisten als nur die Miete, wird die Wirtschaft ankurbeln. Sozialsklaven koennen das nicht mehr, die immer groesser werdende Anzahl an Millionaeren in Oesterreich tut es auch nicht im gewuenschten Umfang...
per Reglementierung künstlich zu Gunsten eines hohen Preises verzerrt wird, passiert genau eines:
Die Nachfrage sinkt.
Wer das nicht glaubt, soll sich die Entwicklung der Arbeitslosenraten ansehen. Aber es sollten Personen in Umschulung, Leiharbeiter und andere versteckte Arbeitslose (EPUs) mitberücksichtigt werden.
Liebe Gewerkschafter, Euch gehen nicht die Mitglieder aus,
EUCH GEHEN DIE UNTERNEHMEN AUS!
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