Hinweise auf katastrophales Erdbeben im elften Jahrhundert

27. August 2012, 14:41

Beben der Stärke 8,0 sollt laut Archäologen Stadt Bathonea dem Erdboden gleichgemacht haben

Istanbul - Archäologen haben bei Ausgrabungen im Westen der türkischen Metropole Istanbul Hinweise auf ein katastrophales Erdbeben im elften Jahrhundert gefunden.

Die Stadt Bathonea im heutigen Istanbuler Bezirk Kücükcekmece sei durch das Beben zerstört und von einen Erdrutsch begraben worden, sagte die Grabungsleiterin Sengül Aydingün nach Medienberichten vom Donnerstag. Das Beben habe eine Stärke von 8,0 erreicht; ein Erdstoß dieser Dimension verursacht schwere Schäden.

Im Jahr 1999 tötete ein Beben der Stärke 7,6 rund hundert Kilometer südlich von Bathonea rund 20.000 Menschen.

Seit der Jungsteinzeit besiedelt

Aydingün und andere Forscher untersuchen die Ruinen von Bathonea im europäischen Teil Istanbuls seit einigen Jahren. Sie vermuten, dass die Gegend seit der Jungsteinzeit besiedelt war. Die Ruinen der in römischer Zeit aufgeblühten Stadt in der Nähe des Marmara-Meeres waren durch das Absinken des Wasserspiegels in einem See sichtbar geworden. Unterwasserarchäologen haben im Zuge der Arbeiten unter anderem Hinweise auf einen versunkenen Leuchtturm im See gefunden.

Nach Medienberichten entdeckten die Forscher auch die Skelette von Menschen, die bei dem schweren Beben von Bathonea ums Leben kamen. (APA, 27.8.2012)

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Hat man nichts anders im Sinne als dumme Fragen zu stellen.
Man solle sich schämen.

gibts auch tsunamispuren?

katastrophales Erdbeben im elften Jahrhundert

Hm, kommen die im Jahrtausendrythmus?

Kücükcekmece??? Wie hieß das denn vor dem Beben? ;-)

Was zum Kücük?

"Bathonea"
Steht doch eh im Artikel.
;)

.

das muesste aber doch in den chroniken in konstaninopel zu finden sein, wir reden ja hier nicht ueber vorgeschichte

Der größte Teil der byzantinischen Überlieferung ist untergegangen.

Freilich

Das Problem ist wohl eher, dass Erdbeben so häufig aufgetreten sind (allein im 11. Jhdt: 1010, 1032 (?), 1033 (?), 1036 (?), 1037 (das ist das von Bathonea), 1038/39 (?), 1040, 1041, 1063, 1064/65, 1081 (?), 1090*), dass eine klare Zuordnung von Zerstörungen auf ein bestimmtes Ereignis äußerst schwierig ist.

*Quelle: http://constantinople.ehw.gr/forms/fil... maId=12316

Der perfekte Standort für eine neue Hauptstadt.

Ja eigentlich schon. Konstantinopel lag näher an der Front im Osten (gegen die Sassaniden) als Rom, außerdem war man hier gut geschützt vor einfallenden Feinden (da man ja von 3 Seiten vom Wasser umgeben war und auf einer eine massive Landmauer baute) und etliche Handelswege kreuzten sich hier-was man auch nicht unterschätzen sollte.

Der Standort war also gut. OK die Erdbeben waren eine Sache, die diesen schlechter machte. Aber Katastrophenursachen gab es viele. Erdbeben machten sogar Städten in Österreich ab und zu zu schaffen (waren vielleicht heftiger? und die Häuser ware nicht so massiv gebaut wie heute), Stadtbrände usw. gab es ständig - auch in anderen Gegenden der Welt.

Also ja der Standort ist gut.

Deshalb war sie aus Holz gebaut

Nicht nur, meineswissens war die Stadt unter den Byzantinern sehr stark aus Stein gebaut, die Bauweise aus Holz kam dann erst wieder mit den Osmanen.

Ich seh's direkt vor mir,...

...wie Konstantin und sein Grundstücksmakler am Bosporus stehn... "Schnäppchen für Schnellentschlossene! Spitzen-Verkehrsanbindung, kontinuierliches Stadtentwicklungspotential..."

Eine hübsche Vorstellung, aber zur Konstantins Zeiten war die Stadt Byzantion schon 1000 Jahre alt - Lage und Verkehrsanbindung waren wirklich nicht zu toppen.

Stimmt absolut.

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Wer sich für Handelsplätze (wie eben Konstantinopel) und den Wegen des Handels interessiert, für den könnten auch folgende Diskussionsbeiträge interessant sein:

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Wir freuen uns über jeden der mit uns konstruktiv mitdiskutieren möchte.

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