Untreueverdacht: Deutscher Ex-Landeschef ließ Festplatte vernichten

23. August 2012, 13:29
  • Gegen Stefan Mappus und den Banker Dirk Notheis laufen Ermittlungen wegen Verdachts der Untreue und Beihilfe zur 
Untreue
    foto: klaus-dietmar gabbert/dapd

    Gegen Stefan Mappus und den Banker Dirk Notheis laufen Ermittlungen wegen Verdachts der Untreue und Beihilfe zur Untreue

Gegen den CDU-Politiker Stefan Mappus wird wegen Untreue ermittelt

Stuttgart - Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), gegen den wegen der EnBW-Affäre ermittelt wird, hat offenbar nach seiner Abwahl Computer-Daten löschen lassen. Im Auftrag von Mappus sei die Festplatte seines Arbeitsplatz-Computers "ausgebaut und vernichtet" worden, berichtete die "Stuttgarter Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf die Anwälte des Ex-Regierungschefs.

Die Anwälte bezeichneten das Vorgehen dem Bericht zufolge als "völlig übliche Verfahrensweise". Die Löschaktion sei auch "kein Geheimnis". Auf dem Datenspeicher seien vor allem "zahlreiche CDU-Dateien, private Dateien unseres Mandanten sowie Dritter" gewesen.

An der Vernichtung der Festplatte waren laut den Anwälten die EDV-Abteilung des Staatsministeriums und ein Mitarbeiter beteiligt. Die Festplatte habe sich jedoch zu keinem Zeitpunkt im Besitz von Mappus befunden.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte im Zusammenhang mit der Affäre um den Rückkauf von Aktien des Energieversorgers EnBW durch das Land Baden-Württemberg gegen Mappus ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet.

Der 2010 binnen weniger Tage abgewickelte Aktienkauf vom staatlichen französischen Versorger EdF hat dem deutschen Bundesland einem Auftragsgutachten zufolge einen Schaden von rund 835 Mio. Euro eingebracht. Der Kaufpreis sei um diese Summe zu hoch gewesen, das zu viel gezahlte Geld eine illegale staatliche Beihilfe an EdF. (APA, 23.8.2012)

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nicht, daß ich ihn nicht verstehen könnte

da war sicherlich vieles privates drauf, vieles, das nie bekannt werden darf (das kann auch durchaus legal sein!)

aber aus politischen hygienegründen hätte ich den wert der platte aus der eigenen tasche ersetzt - er wird sich´s leisten können

wenn man es schafft, den einzubuchten

dann mach ich einen Schampus auf

.

Österr. Gene, oder was?

der vernichtet sicher auch Schlachtplatten

wieso muss ich da jetzt sofort an flöttl denken???

Ein nachahmenswertes Beispiel für Österreich?

Ein Untreueverdacht wird zeitnah versucht aufzuklären unter Hilfe der zuständigen Justiz.
Warum liest man hier in Österreich über fast Jahrzehntelange Unschuldsvermutungen bis zur Verjährung und nichts geschieht wirklich?

..haha. ein schwarzer.noch fragen?

Typisch Österreich.

Oh, hoppla. Irgendwas stimmt da nicht. Wird doch wohl nicht in anderen Ländern auch vorkommen, was für manchen Nestbeschmutzer hier im Forum ja so typisch Österreich ist.....

für Österreich untypisch ist allerdings, dass er

abgewählt wurde und sich seiner Verantwortung stellen muss.

Es sind nicht alle korrupten Verbrecher Österreicher!

Ich habe extra den Artikel geöffnet um mich zu vergewissern, dass er bei der CDU ist(was ich vom Bild her schon vermutet habe).

Überschmäh ?

BRD ist Eu-Reif und erfüllt alle Maastrichter Kriterien.

Frage an die Juristen

Wenn ich z.B. gekündigt werde und die Festplatte meines Firmen PC's am letzten Arbeitstag zerstöre... was blüht mir dann ?...als Ex Ministerpräsident nix, das ist klar.. aber als normaler Arbeitnehmer....

Sie setzen einen strafrechtlichen Tatbestand!

§ 125 StGB (Sachbeschädigung) und dieses Vergehen ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu 6 Monaten oder 360 Tagessätzen Geldstrafe bedroht.

Sie sind Normalbürger und müssen sich verinnerlichen: "Vor dem Gesetz sind alle gleich, nur manche sind gleicher!"

ich bin ka jurist, aber den entstehenden schaden musst ersetzen, das ist für mich keine frage.

Wenn ein Dienstverhältnis endet werden wichtige Daten übergeben und der Rest mitsamt dem ganzen Datenträger sicher gelöscht. Bei Festplatten typischerweise durch mechanische Zerstörung.

Das ist bei den meisten Firmen Vorschrift. Genau wie die verschlossenen Papiermüllcontainer, die sicher entsorgt = shredded werden.

Was soll also die Aufregung?

Wenn am Ende von Amtszeiten alles vernichtet wird, dann...
Unsere Staatsarchive sind also leer?

Ich spreche von elektronischen Datenspeichern.

Mailboxen löschen und Festplatten shreddern, das macht heute jede Firma bei Austritt des Mitarbeiters. Behalten werden nur die Daten, die den Records Management Policies nach behalten werden müssen (zB Verträge, Rechnungen, ...).

Jedenfalls gibt es keine Archive, in denen alte Festplatten gestapelt werden. In so was würde ja auch niemand irgendwas finden...

der hat sicher keinen dreck am stecken. sie total ehrlich aus....

"völlig übliche Vorgehensweise", "die Festplatte befand sich nie in seinem Besitz!"

Komisch, dass die das als total normal ansehen, dass man Dinge zerstört/zerstören lässt, die einem nicht gehören!!
Naja, wird bei der CDU halt so üblich sein, aber wenn man das als normaler Staatsbürger macht, dann wird man angezeigt und verurteilt!

Dabei..

sieht er extrem sympathisch aus.. Diese Beschuldigungen können nicht stimmen!

den Leiter der EDV-Abteilung würde ich rausschmeißen!
in jeder halbwegs gut geführten EDV-Abteilung werden Backups auf extrenen Zentralrechner gespeichert

"CDU-Dateien"

Was ist denn das für eine Dateiendung?

CDU Paint Image

kann man auch mit XnView öffnen.
quelle: http://www.openwith.org/file-extensions/cdu

und ja, ich hab auch gelacht.

Schadsoftware

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