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Saragossa - Der Vergleich macht sicher: Gründlich schiefgegangen ist der Versuch einer spanischen Pensionistin, ein Fresko aus dem 19. Jahrhundert in Eigenregie zu restaurieren. Das Jesus-Bildnis "Ecce Homo" in der Kirche Santuario de Misericordia de Borja bei Saragossa ähnelt in seinen kindlichen Zügen nur noch vage dem ursprünglichen Werk des Künstlers Elias Garcia Martinez.
Laut Medienberichten griff die Frau ohne Erlaubnis einzuholen selbst zum Pinsel, um der Kirche das Geld für eine professionelle Restaurierung zu ersparen. Angesichts des verpatzten Resultats soll sich die über 80-jährige Frau selbst bei der lokalen Kulturbehörde gemeldet haben. Laut der Tageszeitung "El Pais" ist nun ein professionelles Restauratorenteam am Werk, um die Schäden zu untersuchen und nach Möglichkeit zu beheben.
Seinen Niederschlag gefunden hat der missglückte Restaurierungsversuch indessen auch schon in Parodien und auf Facebook-Seiten wie "Señoras que restauran Cristos de Borja". (red, derStandard.at, 23.8.2012)
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Vor allem der direkte Vergleich "Original" - Übermalung macht helle Freude, man lacht Tränen.
Arnulf Rainer, unser großer Übermalungskünstler, wird wohl vor Neid erblassen.
Danke, Cecilia Gimenez, Sie sind wunderbar!
Diese überarbeitung hat - gerade wegen ihrer offensichtlichen unzulänglichkeit - mehr innere wahrheit als das original, das nicht viel mehr ist als eine seelenlose kopie der kopie, der kopie. Die schöpferin dieses originären-originellen kunstwerkes hat, offenbar unter dem traurigen zustand des originals leidend & auf gott vertrauend den pinsel selbst in die hand genommen - und das ist halt dabei herausgekommen.
Jene dame hat jedenfalls weit mehr lob als spott verdient, denn nun steht das geld für die restaurierung, welches vorher anscheinend unaufbringlich war, plötzlich zur verfügung. Über umwege also zum ziel - und herzlichen dank für die vielen, vielen heiteren stunden, die Sie zahllosen menschen bereitet haben!
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