Raiffeisen Leasing setzt auf Luxus in Döbling

23. August 2012, 12:24
  • So sieht die denkmalgeschützte "Villa Paitl" in der Krottenbachstraße 190 derzeit noch aus.
    foto: wikimedia/erich schmid

    So sieht die denkmalgeschützte "Villa Paitl" in der Krottenbachstraße 190 derzeit noch aus.

  • Und so soll die ganze Wohnanlage dann im Frühjahr 2014 aussehen.
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    rendering: bolldorf2architekten

    Und so soll die ganze Wohnanlage dann im Frühjahr 2014 aussehen.

"Villa Paitl" in Obersievering wird saniert, fünf weitere Objekte werden daneben platziert

In der Krottenbachstraße 190 in Wien-Döbling (19. Bezirk) befindet sich die denkmalgeschützte "Villa Paitl". Diese will die Raiffeisen-Leasing nun sanieren und daneben außerdem fünf weitere Wohnobjekte mit je drei bis zehn Wohnungen errichten. Weil dafür eine umfassende Rodung nötig war, gab es im Vorfeld ein politisches Scharmützel auf Bezirksebene.

Nun wird mit dem Bau begonnen, und die 34 Wohnungen (31 neu gebaute, drei in der renovierten "Stilvilla") werden auch bereits verkauft. Die gesamte Liegenschaft am "Hackenberg" ist 5.550 m² groß.

Von den sieben geladenen Wiener Architekturbüros setzte sich schließlich das Projekt von "bolldorf2architekten" durch; es habe "aufgrund des hohen Anteils an zusammenhängenden Frei- bzw. Grünflächen in Form von Eigengärten" überzeugt, heißt es in einer Aussendung. Eine "hochwertige Gesamtausstattung unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte" wird garantiert, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen. (red, derStandard.at, 23.8.2012)

Eine Bitte, liebe Immofuzzis

Könnt ihr den einen Standpunkt, von dem aus die Villa später noch sichtbar sein wird, mit einer geeigneten Markierung versehen (Kanaldeckel o. ä.)? Damit wir sie wiederfinden.

PS.: Glückwunsch zum originellen Wording: 'ökologische Aspekte' - da kommen ja jedem Umweltschützer die Freudentränen!

Anonyme Gewinnarchitektur

Schade das ein so grossartiges Grundstück wie dieses, von einer komplett anonymen Architektur die rein aus dem Willen hier jeden Quadratmillimeter Nutzfläche herauszuquetschen entstanden ist. Die Form dieser Architektur spiegelt genau die äußersten Grenzen des aus Wiener Bauordnung möglichen wieder - sehr traurig.

Das der Architekt meist so vorgeht sieht man auch gut am Webauftritt. traurig.

Also, wirklich schön!

Wiederum so eine tolle Alibi-Aktion! Hauptsache, der Euro rollt, koste es, was es wolle. Und das Denkmalamt sieht zu und nickt ab. Besser konnte man die Villa sicher nicht ruinieren und zukleistern.
Zum Kuckuck mit den Geldsäcken!
In welchen moralischen Kategorien Raiffeisen denkt, sieht man beim BioSprit. Jetzt wird auch deutlich gemacht, wie manche es dort mit Geschmack und Kultur halten.

und wo ist der Luxus?

das sieht doch gleich langweilig aus wie auch beliebig andere Neubauten in der Gegend...

Du sprichst mir aus der Seele. Diese ganzen "Luxusimmobilien", "Parkimmobilien", "Luxus in Döbling" und wie diese ganzen so genannten Prachtbauten alle heißen. Ich ärger mich immer öfter wenn ich in meinem eigenen Bezirk herumgeh. Letztens im Immobilienteil gelesen: Altes Haus zu verkaufen; Baujahr 1887; Abrisserlaubnis erteilt. Das ist das ganze Grundübel da, dass man nicht versucht den Kern Döblings zu erhalten.

Und irgendwie kommt mir vor, dass das alles in Währing besser klappt was den Erhalt von alter Bausubstanz angeht. Nur in Döbling scheint es so, dass an jedem noch so kleinen Fleck eine neue "Luxus"-Wohnung entstehen muss.

Banken raus aus Immobiliengeschäften !!

Diese Blutsauger sind überall.

Neeiiin! Ich hab so gehofft, dass so etwas nicht passiert, ich im Lotto gewinne...Ich liebe diese Ruine! Gibt dem Neureichenghetto irgendwie Charakter.

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