Sechs Monate Haftaufschub für LulzSec-Hacker Sabu

23. August 2012, 11:48

Wegen Kooperation mit Behörden wird der Ex-Hacker mit Haftaufschub belohnt

Wie NakedSecurity berichtet, wird das ehemalige LulzSec-Mitglied "Sabu" aufgrund seiner Kooperation mit dem FBI mit sechs Monaten Aufschub seiner Freiheitsstrafe belohnt. Dem New Yorker Ex-Hacker wurde am Dienstag von einem Gericht der Aufschub von sechs Monaten gewährt.

"Operation Payback"

Demnach muss der 28-Jährige jetzt erst am 22. Februar 2013 ins Gefängnis gehen. Im Juni 2011 wurde "Sabu", der mit bürgerlichem Namen Hector Xavier Monsegur heißt, von der New Yorker Polizei festgenommen, nachdem er bei DDoS-Attacken gegen Visa, Mastercard und PayPal mitwirkte. LulzSec ist ein Ableger von Anonymous und hat in der damaligen "Operation Payback" eine Racheaktion gegen die namhaften Kreditinstitute geführt.

WikiLeaks-Sperre

Grund für die Attacken war die Sperre von Geldflüssen an die Whistleblowing-Plattform WikiLeaks. Nachdem Monsegur festgenommen wurde, willigte er einer Kooperation mit der Regierung ein, um eine mildere Strafe zu bekommen.

124 Jahre Haft drohen

Teil dieser Kooperation war die Preisgabe von Informationen zum Hackernetzwerk LulzSec, die zu weiteren Verhaftungen führten. Monsegur hat angeblich monatelang undercover gearbeitet, um Initiatoren von Hacker-Attacken gegen das CIA, das Pentagon und andere US-Institutionen auszuforschen. Monsegur wurde in zwölf Anklagepunkten für schuldig befunden. Ihm drohen 124 Jahre Haft. (red, derStandard.at, 23.8.2012)

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9 Postings
Kooperation mit Behörden ?

..hat er ihnen gezeigt, wie man Word und Excel richtig bedient ?

;-)

Jetzt reichts, das kann doch nicht sein, dass keiner was gegen den Realitätsverlust der Gerichte etwas sagt!

Amerikansiches Recht arbeitet leider ein wenig anderst.. Da werden alle Strafausmaße von Strafdelikten addiert - so kann es eben zu absurden Summen wie 124 Jahre oder 20mal Lebenslänglich (nicht wie bei uns wo das Höchstmaß zählt -> also max. 25 Jahre)

pff das rechtssystem in den usa ist echt kaput.. kein wunder, dass die gefängnisse übervoll sind bei solchen haftstrafen

http://blog.fefe.de/?ts=aee55f51

Quote: “it takes time to bring inmate population levels up to where they cover costs. Low occupancy is a drag on profits…company earnings would be strong if CCA succeeded in ramping up population levels in these new facilities at an acceptable rate.”

Ich würde an seiner Stelle mal beim Assagne nachfragen ober er an einem Zimmergenossen in Ecuadors Botschaft interessiert ist :D

Ich weiß nicht: Nachdem er die FBI-Ratte gegeben hat ist der glaube ich nirgendst mehr so populär. Muss sich vmtl. auch um paar andere Dinge Gedanken machen, als um seine Haftstrafe. Der steht auf der Liste von einigen Leuten recht weit oben schätze ich.

124 jahre haft? Also ganz ehrlich, ich würd mich nach mexiko oder brasilien schleichn.

...

gehen auch vorbei. Den Urlaub kann er dann ja nach den 124 Jahren machen ... ^^

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