Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Mai 2001: Karl-Heinz Grasser am "Kirchfest" der Firma Soravia.

Günstig für die Käufer zu haben: Das Dorotheum wurde im September 2001 privatisiert.
Wien - Der Rechnungshof hat die Privatisierung des Dorotheums im Jahr 2001 unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser scharf kritisiert. Der Verkauf des Dorotheums sei "zu einem wirtschaftlich ungünstigen Zeitpunkt" erfolgt. Der Verkauf an den Bauunternehmer Erwin Soravia und den Medienunternehmer Christoph Dichand ("Kronen Zeitung") sei für den Staat kein gutes Geschäft gewesen: Der Verkaufserlös des Bundes lag mit 70,57 Millionen Euro "um rund zehn bis 20 Millionen Euro unter der Verkaufspreisempfehlung seitens der Investmentbank", heißt es in dem Bericht. Der Verkäufer, die Staatsholding ÖIAG, spricht hingegen von mehreren Rechenfehlern, die den Prüfern unterlaufen sein sollen.
Die ÖIAG spricht nicht nur von einem anderen Erlös - nämlich 73,4 Millionen Euro, also rund drei Millionen Euro mehr - sondern auch von nicht berücksichtigten Schulden. Den Verkaufspreis mache eben nicht nur der Wert des Unternehmens aus, sondern auch seine Nettoverschuldung, lässt die Holding in einer Aussendung wissen. Abzüglich der Außenstände sei der von der ÖIAG erzielte Erlös am oberen Ende der durch die Investmentbank empfohlenen Bewertungsbandbreite gelegen.
Konträr die Grüne Abgeordnete Gabriela Moser. Sie sieht die vermutete "Verschleuderung von öffentlichem Eigentum auf Anordnung von Grasser und Schüssel" durch den RH-Bericht bestätigt.
Der Rechnungshof kritisiert auch die Kosten des Verkaufsprozesses: Mit 3,03 Mio. Euro, davon 1,95 Mio. Euro für die begleitende Investmentbank, sei die Dorotheum-Privatisierung - gemessen an anderen Privatisierungen der ÖIAG - "sehr kostenintensiv" gewesen, heißt es im Bericht. Das Beratungshonorar für die Investmentbank sei "überdurchschnittlich" ausgefallen, der Kostenanteil von 2,76 Prozent des Erlöses für die Investmentbank "unverhältnismäßig hoch". Für die ÖIAG hingegen waren die Honorare "marktüblich und daher wirtschaftlich absolut vertretbar".
Weiters kritisiert wurden von den staatlichen Prüfern die Prämien für die beiden Geschäftsführer des Dorotheums in Höhe von insgesamt rund 320.000 Euro. Diese seien "entbehrlich" gewesen, da die Organe eine gesetzliche Unterstützungspflicht gehabt hätten.
Die ÖIAG habe dem Käufer durch Umgründung in die Dorotheum GmbH & Co KG steuerliche Vorteile von 16,9 Mio. Euro verschafft. Das habe sich aber auf den Kaufpreis nicht ausgewirkt. "Die Ausnützung des Steuervorteils schmälert das Gesamtergebnis für den Bund auf rund 50,64 Mio. Euro", so der Rechnungshof. Vorstandsvorsitzender der ÖIAG während der Privatisierung war Ex-Wirtschaftsminister Johannes Ditz (ÖVP), der vom 1. Februar 2001 bis 31. Dezember 2001 an der Spitze der Staatsholding stand.
Dass der Verkauf für den Bund ungünstig, für den Käufer aber sehr günstig ausgefallen ist, zeigen auch die Immobilien des Pfandhauses: Diese bildeten einen wertbestimmenden Teil des Kaufpreises, dennoch sei ihnen im Privatisierungsverfahren nur ein geringer Stellenwert beigemessen worden. Der Verkauf von acht der 13 Immobilien bereits im Juli 2002 ermöglichte den Käufern, alleine dadurch 57,3 Prozent des Kaufpreises innerhalb weniger Monate refinanzieren zu können. Auch der Privatisierungsprozess selber wird beanstandet: "Die Kriterien für das Ausscheiden von Bietern waren nicht ausreichend dokumentiert und zum Teil nicht nachvollziehbar", heißt es.
Die Rechnungshofprüfung wurde auf Antrag der Grünen durchgeführt. Das Dorotheum wurde im September 2001 privatisiert. Begleitende Investmentbank war die Londoner UBS Warburg. Käufer war die OneTwoSold, hinter der Erwin Soravia sowie Christoph Dichand standen.
Im Zuge der Korruptionsvorwürfe gegen Grasser bei der BUWOG-Privatisierung tauchten im Jahr 2004 auch Korruptionsvorwürfe bei der Dorotheum-Privatisierung auf. Grasser hat alle Vorwürfe immer entschieden zurückgewiesen. Der als Belastungszeuge gegen Grasser auftretende Willibald Berner, früher Kabinettschef von Infrastrukturminister Michael Schmid, hatte angegeben, dass der frühere Soravia-Manger Martin Ohneberg ihm gegenüber davon gesprochen habe, dass Grasser beim Dorotheum nur Bargeld genommen habe. Ohneberg hat dies dementiert. Diese Causa wurde auch gerichtsanhängig, Ohneberg wurde vom Verdacht der falschen Zeugenaussage freigesprochen.
Parallelen zur BUWOG - wo fast zehn Mio. Euro Provision geheim an die Grasser-Freunde Walter Meischberger und Peter Hochegger flossen - zeigen sich auch beim Dorotheum: So war der Abstand zwischen den Geboten recht gering. Der Meistbietende lag mit 70,57 Mio. Euro über dem Anbot des zweiten finalen Bieters von 68,0 Mio. Euro. Schon beim Dorotheum soll Meischberger im Verkaufsfinale den Bietern seine Dienste angeboten und horrende Forderungen gestellt haben. Alle Bieter beteuerten jedoch gegenüber den ermittelnden Behörden, keine Zahlungen geleistet zu haben.
Die Grüne Moser vermutet hinter diesen Mustern ein System: "Somit bestätigt leider auch der Prüfbericht über die Privatisierung das Gesamturteil über die Ära Grasser/Schüssel: Verschleuderung von Republikvermögen an private Taschen auf Kosten der Österreicherinnen." (APA, 23.8.2012)
Aktivisten rufen für 31. Mai zu "massenhafter Blockade" der EZB-Zentrale in Frankfurt auf
Der Oberste Gerichtshof bestätigte einen Schiedsspruch von 2010 und wies die Aufhebungsklage Ex-Vorstands Thomas Ridder ab
Wenn man den Schätzungen von Bloomberg Glauben schenkt, ist Bill Gates wieder der reichste Mensch der Welt
Zudem wurden die Finanzschulden im Ausland per saldo abgebaut
KSV-Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner kritisiert erneut heftig die geplante Senkung des Mindeststammkapitals
Familien-Privatstiftung beteiligt sich an Signa – Conwert-Engagement wirft immer mehr Fragen auf
Wie in der gesamten OECD stagnierte die Kluft zwischen Arm und Reich auch in Österreich, das im besten Viertel zu liegen kommt
Jene der zweiten und dritten Ebene haben aber laut dem Wirtschaftsforum der Führungskräfte zulegen können
Eine Studie bescheinigt, dass die Steuerleistungen der angesiedelten Betriebe die Kosten der Ansiedlungsagentur bei weitem übersteigen
Ein schlechtes Zeugnis stellt eine Studie dem Sanierungsscheck der Regierung aus. Die 100 Millionen gehen demnach am Ziel vorbei
Um den Treibstoffverbrauch zu senken, sollen Transporter bis 3,5 Tonnen künftig maximal 120 km/h fahren dürfen
In Europa spielen unkonventionelle Gasvorkommen - insbesondere Schiefergas - im Gegensatz zu den USA noch keine bedeutende Rolle
Kroatischer Ex-Außenminister Granic lobbyierte für von Österreichern geführtes Einkaufszentrum Westgate
Auch der Adel ist vor schlechten Geschäften nicht gefeit, dass weiß jetzt auch Großbritanniens vornehmster Bauer
Beim Zahlenschönen werden die heimischen Firmenlenker nur von den Osteuropäern übertroffen. Die Krise führt zu mehr Korruption
EU-Beamte wehren sich gegen weitere Maßnahmen
Das kleine Fürstentum unternimmt einen neuerlichen Anlauf, um im Meer vor seiner Küste Land zu gewinnen
Ein Aufschlag von 30 Prozent soll laut Insidern Schutz vor Dumping-Importen leisten
Nur noch neun Prozent der Bürger wollen in die Währungsunion, nur noch 42 Prozent bekennen sich zur politischen Union
Mit Preisen bis zu 30.000 Euro je m2 belegt Wien in einem Ranking Platz zehn, die teuerste Wohnanlage Europas liegt auf Sardinien
als "Schutzpatron der Steuersünder" bezeichnet,
wogegen KHG auf Unterlassung klagte und in erster Instanz Recht bekam:
http://derstandard.at/1343744727833
Was nun vom RH (zu Lasten von KHG) festgehalten wurde - und was womöglich in den kommenden Monaten noch folgt -
könnte sich in zweiter Instanz hier allerdings gegen KHG wenden.
Wie es aussieht sollte der Karl-Heinzi (der andere als gar "psychisch labil" verunglimpft) besser nicht mehr gegen harmlose Umschreibungen seines Amtsstils vor Gericht ziehen.
Eine Abschmetterung seiner Forderung nach Unterlassung als "Schutzpatron der Steuersünder" bezeichnet zu werden -
kommt nämlich einer gerichtlichen Bestätigung dieser Einschätzung gleich.
googeln hilft.
http://diepresse.com/home/wirt... ect=582685
"E.Soravia ist ein Jugendfreund von KHG"
Wen wundert da das übrige noch?
Wer war denn in der Schüsselregierung eigentlich überhaupt noch "sauber" - jetzt geht es der Gastinger an die Pelle, wunderbar! Der Krösus als nächster ÖVP Koalitionspartner rückt in immer greifbarere Nähe!
...man kann in gewissen Positionen in Österreich einfach machen was man will, vollkommen egal ob aus moralischer oder rein fachlicher Sicht absolut daneben, es wird 0, in Worten NULL Konsequenzen nach sich ziehn.
Kann sich die Österreichische Medienlandschaft nicht einfach ausschließlich König Fußball widmen und den restlichen Dingen einfach ihren Lauf lassen?
1.) er ist unschuldig im strafrechtlichen sinne, war aber offensichtlich einfach nicht kompetent genug um seine kontrollfunktionen wahrzunehmen und mitzukriegen was sich da alles in seinem unmittelbaren umfeld abspielt.
2.) er war beteiligt.
beide optionen sind kein kompliment.
Das hat mein Pi mal Daumen Rechnungsbericht auch ergeben.
http://derstandard.at/plink/129... id19957358
und hier die aktuellen Krone-News, Ressort Österreich:
"Mops" Faymann und "Schäferhund" Strache,
Tierische Umfrage
Dritter "Überläufer" an Bord: Stronach-Kandidatur 2013 fix
Krokodil in Kärnten: Auch Expertin von Sichtung überzeugt
Fekter: Kein "Wünschdirwas" bei Budgetgesprächen
Regen und Gewitter am Wochenende - es wird kühler
Schluss mit Hitze
Unwetter wüteten über weiten Teilen Österreichsn Österreichs
2 Verletzte in Tirol
Gürtelbär sammelt Artgenossen für kranke Kinder
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.