Twitter sperrt Instagram und Tumblr von API aus

23. August 2012, 10:16
  • Bei Tumblr kann man Freunde nur noch über Gmail und Facebook suchen. Die Twitter-Option ist weg.
    foto: twitter.com/mattbuchanan

    Bei Tumblr kann man Freunde nur noch über Gmail und Facebook suchen. Die Twitter-Option ist weg.

Auch Linkedin und Flipboard müssen dran glauben

Nachdem Twitter letzte Woche den Zugriff auf seine Programmierschnittstelle für Drittanbieter strikter reguliert hat und sich Entwickler verschiedenster Unternehmen in Blogs und Tech-Medien darüber echauffiert haben, fallen nun immer mehr API-Nutzer der strengen Regeln zum Opfer. Unternehmen, die Twitters API nutzen möchten, müssen sich bei über 100.000 Usern eine Genehmigung von Twitter einholen oder "mit Twitter zusammenarbeiten".

"Muskelprotzen"

Tumblrs Matt Buchanan hat in einem Buzzfeed-Artikel Twitters Vorgehen als "Muskelprotzen" bezeichnet und empfindet das Abdrehen von Funktionen für Linkedin und Instagram als "Tritt ins Gesicht". Buchanan meint, Twitter habe Linkedin ausgesperrt, weil es nichts von der Darstellung von Twitter-Inhalten auf Linkedin rausholen habe können.

Tumblrs Friend-Finder ist weg

Wie The Next Web am Mittwoch berichtet hat, wurde Instagrams Friend-Finder-Funktion von Twitter abgedreht. Leute, die man über das Twitter-Netzwerk kennt, konnte man so schnell finden und auf Instagram folgen. Jetzt wurde auch der Blogging-Plattform Tumblr der API-Hahn zugedreht. 

Flipboard als nächstes

Beim Registrieren auf Tumblr gab es vor kurzem noch die Möglichkeit Freunde über Facebook, Twitter und Gmail zu finden. Die Twitter-Möglichkeit wurde jetzt allerdings abgedreht. Angeblich werden Flipboard und andere Drittanbieter die nächsten sein, die Twitter aus ihren Apps verbannen müssen.

"Start-up muss Geld machen"

Tumblr hat mittlerweile bestätigt, dass das Feature "Find Twitter Friends" nicht mehr länger angeboten werden wird, weil sie den Regeln der Twitter-API nicht entsprechen würden. Das Unternehmen bezeichnet den Wegfall von Twitter als "enttäuschend". Währenddessen verteidigen Twitter-Entwickler auf der Plattform die Entscheidungen des Unternehmens. "Ich glaube nicht, dass die Leute verstehen, dass Twitter ein Start-up ist und Geld machen muss.", so Nick Bilton in einem Tweet. (iw, derStandard.at, 23.8.2012)

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24 Postings
"der API-Hahn zugedreht" API-Hahn, machte meinen Tag :D

Manche Witze sind besser auf Englisch :P

Mir ehrlich gesagt egal. Bei Tumblr frag ich meine Freunde einfach, wie ihr Nickname ist und aus. (Bzw. hab ich eh so gemacht.)
Wenn Twitter ein Tool sperrt - selber schuld.

lets go identi.ca :)

.... bzw. eben: nicht zwingend identi.ca, sondern jedes Service, das auf Status.net beruht. Das ist ja der Witz dabei, daß man nicht auf einem Server gefangen ist und trotzdem jedem folgen/antworten kann.

Warum nicht friedlich zusammenarbeiten?

Twitter hätte es doch in der Hand Instagram, tumblr oder Flipboard die Rute ins Fenster zu stellen: entweder wir kriegen was von eurem Kuchen oder die API ist weg. Aber das klingt für mich eher nach "zuerst schießen, dann fragen".
Wie ein Vorposter schon bemerkte: Google+ (zwar als Facebook Konkurrent gestartet) entwickelt sich immer mehr zu Twitter 2.0. Daher sollten die Twitterianer aufpassen, dass sie sich net selbst ins Out schießen mit solchen Aktionen. Die Konkurrenz schläft nicht. Und in einer derart schnelllebigen Branche können auch Titanen fallen. Sollten mal bei myspace nachfragen. Oder AOL. Oder Yahoo. Oder Altavista. Oder...

woher weiss man, dass sie nicht gefragt haben?

Twitter...

...hat also soeben angefangen sich nicht nur das eigene Grab zu schaufeln, sondern vergrault jetzt auch noch potenzielle Developer künftiger Apps.
Warum sollte ich in einer neuen App jetzt noch irgendeine Form von Twitter Funktionalität einbauen, wenn ich jederzeit damit rechnen muss, dass ich von Twitter abgeschossen werde, nur weil cielleicht irgendetwas anders darstelle, als sie es sich wünschen würden?

Ich verstehe den Sinn von Twitter bis heute nicht ...

gleiche Inhalte kann man auf G+ oder Facebook doch auch teilen ...

das beste feature an twitter ist die beschränkung auf 140 zeichen.

Aber nur am ersten Blick, am Zweiten ist Twitter gänzlich anders...

Erstens musst du dafür nicht deine ganze Privacy an die 2 größten Datenkrallen der Welt (Google, FB) abgeben und du darfst Nicknamen benutzen und nicht der ganzen Welt mitteilen wer du WIRKLICH bist.

Zweitens musst du nicht alles lesen, sondern nur das was dir gefällt. Stichwort: Hashtags ausblenden etc.

Du folgst nicht nur "Freunden", sondern auch interessanten Personen, ohne mit denen gleich "befreundet" sein zu müssen und damit viele Daten deiner Person freigibst, jedoch MINDESTENS deinen echten Namen.

Und du bist in keiner Suchmaschine indexiert, sofern du das möchtest.

Und: Solltest du einmal keine Lust mehr darauf haben löscht du den Nick einfach und es kann dir keiner in 10 Jahren irgendetwas anhängen, zuordnen etc.

Folgen kannst du auf fb auch ohne mit derjenigen person befreundet zu sein.

Ist ja nett.

Ein Feature, dass FB von Twitter (jahre später) abgekupfert hat, ist also das Argument, warum man auf FB und nicht auf Twitter sein soll.

Kann man natürlich nicht, weil die meisten Facebook-Profile privat sind, während das bei Twitter die Ausnahme ist

Facebook ist trotzdem ein unberechenbares Privacy-Fiasko das man sich nicht freiwillig antun sollte...

Dieses Argument empfinde ich als gewichtig genug, auch wenn FB manche Funktionen wie Listen, oder Abo's mit Twitter gleichzieht...

Und G+ ist ja da nicht viel anders... die verdienen ja auch hauptsächlich mit den Daten der User.

Du darfst

auf G+ auch Nicknames verwenden.
Du kannst dort auch problemlos einfach folgen, ohne irgendwelche dummen Friendsrequests abzusenden.
Du kannst Sachen problemlos ausblenden, und mittels Kreise einfach und schnell einteilen.
Du kannst deinen Account ebenso löschen und das Zeug ist weg

Darum ist es mir deutlich lieber als Twitter (mehr Funktionen) und FB (weniger Social Network Mist).

Klar.

Nur empfinde ich es als weitaus "unbequemer"...

Aber alleine aus Datenschutzgründen bevorzuge ich Twitter...

Puncto Namen:

War es nicht G+ die beim Launch User mit keinem echten Namen ausperrten, sofern sie nicht der Forderung der Korrektur zum echten Namen nachgegangen sind?

"Mit Twitter zusammenarbeiten" = was? Daten und Statistiken "austauschen"? Werbeeinnahmen teilen? Gibt es dazu Details?

Iwona Wisniewska
011
23.8.2012, 10:21

Leider nicht. Niemand weiß so recht, was dieses "mit Twitter zusammenarbeiten" bedeutet. Darüber rätseln auch besagte "ausgesperrte" Unternehmen.

Vermutlich Geld zahlen und/oder Werbung durchschalten

Twitter braucht schließlich auch endlich ein Geschäftsmodell.

:-)

Wäre echt interessant, darüber auf dem Laufenden bleiben zu können ;-)

Iwona Wisniewska
04
23.8.2012, 11:17

Keine Sorge, wir verfolgen das mit Spannung ;)

+1, Likes it, etc ;-)

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