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Fu Hu genoss seinen Geburtstag.

Fu Hu wurde zwei Jahre alt. Daher wurde im Tiergarten Schönbrunn eine eintägige Feier veranstaltet.

Panda Fu Hu nahm den Rummel um seine "Person" zwar augenscheinlich nicht wirklich wahr und blieb völlig ruhig, die liebevoll gestalteten, kunterbunten kulinarischen Aufmerksamkeiten schien er aber durchaus zu genießen.
Wien - Im Wiener Tiergarten Schönbrunn beging man den zweiten Geburtstag von Panda-Männchen Fu Hu am Donnerstagvormittag mit einer ganztägigen Feier. Der seltene Zuchterfolg erregte Aufmerksamkeit rund um den Globus - nur mehr geschätzte 1.600 Vertreter der Spezies mit den Knopfauge dürften in der freien Wildbahn umherstreifen.
Vor fünf Jahren hat sich der Wiener Tiergarten Schönbrunn über einen bis dahin europaweit einzigartigen Zuchterfolg gefreut: Die Pandabärin Yang Yang bekam Nachwuchs. Anfangs verfolgten unzählige Internet-User via Webcam erste Laute aus der Wurfbox und hofften ständig auf aktuelle Bilder. "Heute hat das Medieninteresse deutlich nachgelassen", schilderte die zuständige Zoologin Eveline Dungl.
Mittlerweile ist der Vertreter einer bedrohten Spezies ausgewachsen und nach China übersiedelt, wo das 125 Kilogramm schwere Tier in einem großen und naturnahen Gehege in der Zucht- und Forschungsstation Bifengxia lebt. In Einzelhaltung, wie das bei männlichen Pandas so üblich ist, die keine Gesellschaftstiere sind. "Fad wird ihm aber trotzdem nicht", versicherte die versierte Pflegerin.
Sie erkenne ihn immer noch sofort an der einzigartigen weißen Hinterpfote, so die Expertin nach ihrem Aufenthalt in der Volksrepublik im Juni. Die Anlage, in der Fu Long lebt, ist öffentlich zugänglich. Den gebürtigen Österreicher kann man also jederzeit besuchen, wenn man die weite Anreise auf sich nehmen möchte.
Die steht auch dem kleinen Bruder Fu Hu, der auf den Tag genau drei Jahre nach Fu Long das Licht der Welt erblickte, in Kürze bevor. So sieht es ein Abkommen mit China vor, in dessen Besitz sich die Hietzinger Tiere befinden.
Im Vergleich zu dem eher draufgängerischen Fu Hu ("Glücklicher Tiger") war Fu Long ("Glücklicher Drache) von Anfang an eher vorsichtig. "Das kann aber auch daran liegen, dass es für seine Mutter der erste Nachwuchs war", meinte Dungl. Für den Kleinen wird es der letzte Ehrentag in Österreich, denn noch im Herbst dürfte er die Reise nach China antreten.
Beide Tiere gelten weiterhin als die einzigen Vertreter ihrer Art, die in einem europäischen Zoo auf natürliche Weise gezeugt und aufgezogen wurden. Pandabären paaren sich nur sehr selten in Gefangenschaft - aber nicht nur einmal im Jahr am selben Tag, wie das gemeinsame Geburtstag vermuten lassen könnte.
"Pandas haben keine fixe Tragzeit und eine verzögerte Einnistung - es dauert als unterschiedlich lange bis zur Geburt", erläuterte die Spezialistin, die die beiden Bären von klein auf begleitet hat. Den "Großen" hat sie in seiner neuen Heimat übrigens mit Leckerbissen verwöhnt. Karotten, Apfelstücke und Bambussprossen haben es ihm besonders angetan.
Die Pfleger des Tiergartens werden am Donnerstag im Rahmen der Feierlichkeiten rund um Fu Hus Wiegenfest bei ihrem Info-Stand auch eine Karte für Fu Long auflegen, die Besucher unterzeichnen können. Die Glückwünsche werden dann nach Bifengxia geschickt. (APA, 23.8.2012)
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