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Wien - Der börsenotierte Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) konnte im ersten Halbjahr 2012 die gute Branchenkonjunktur nutzen und bei allen Geschäftszahlen deutlich zulegen. Die Erwartungen heimischer Analysten wurden übertroffen. Beim Umsatz gab es in den ersten sechs Monaten einen Zuwachs um 31,5 Prozent auf 255,7 (194,4) Mio. Euro, der Nettogewinn konnte sogar um 57,2 Prozent auf 37,2 (23,6) Mio. Euro verbessert werden.
Für das zweite Halbjahr zeigt sich das ATX-Unternehmen "durchaus zuversichtlich", sofern keine substanzielle Verschlechterung der globalen Wirtschaftsentwicklung eintritt, heißt es im heute, Donnerstag, veröffentlichten Halbjahresbericht. "Wir gehen weiterhin von einem positiven Geschäftsumfeld für das zweite Halbjahr 2012 aus", so SBO-Chef Gerald Grohmann.
Im zweiten Quartal legten die Auftragseingänge auf einen neuen absoluten Quartals-Rekordwert von 147,7 Mio. Euro zu. Der Auftragsstand per Jahresmitte lag mit 208,7 Mio. Euro (137,1) Mio. Euro um 52,2 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert.
Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Umsatzplus von 26,3 Prozent auf 245,5 Mio. Euro und einem Nettogewinn von 36,40 Mio. Euro (+56 Prozent) gerechnet.
Die erfreuliche Umsatzentwicklung betraf alle Segmente. Dabei war vor allem die Nachfrage nach Hochpräzisions-Bohrstrangteilen (High Precision Components) sehr stark. Auch im Segment Downhole Tools erzielte SBO im ersten Halbjahr 2012 steigende Umsätze. Das Geschäft der Bohrmotoren-Tochtergesellschaft BICO und der Downhole Circulation Tool Tochtergesellschaft DSI entwickelte sich auf anhaltend hohem Niveau erfreulich, so das Unternehmen.
Grohmann setzt beim Ölfeldausrüster in erster Linie auf organisches Wachstum durch den Ausbau der Standorte in Niederösterreich (Ternitz) sowie in den USA und in Fernost. "Das ist die Wachstumsschiene für uns, die kontinuierlich wirkt", sagte Grohmann.
Aber auch Akquisitionen will Grohmann nicht ausschließen, "wenn es was geeignetes gibt". Dazu sei das Unternehmen mit einem extrem niedrigen Netto-Verschuldung von 20 Prozent gut aufgestellt. Einiges könnte aus eigener Kraft erreicht werden. Sollte dies nicht reichen, dann seien auch Kapitalmaßnahmen möglich. Aktuell seien solche aber nicht geplant.
"Wir haben im ersten Halbjahr so ziemlich in allen Berichtsbereichen einen Rekord hingelegt, erfreulicherweise auch im Auftragseingang", sagte Grohmann. "Was ich schon immer sagte, unsere Industrie ist im wesentlichen intakt, weil sie durch die Energienachfrage gesteuert wird", so der SBO-Chef. Diese sei in den Emerging Markets anhaltend stark, in den USA durchaus ordentlich, sodass die internationalen Bohr- und Explorationsfirmen - bei denen SBO Zulieferer ist - ihre Tätigkeiten ungehindert fortsetzen könnten. (APA, 23.8.2012)
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