Staat und Privat

Einserkastl | Hans Rauscher, 22. August 2012, 18:55

Wer hat eigentlich Stronach die vielen Fördermillionen gegeben?

Die Ankündigung der Parteigründung durch Frank Stronach hat bereits einige zehntausend Wähler von FPÖ und BZÖ hinübergezogen (in den Umfragen), sagt der renommierte Politologe Fritz Plasser. Das Phänomen Stronach werde auch Auswirkungen auf den "Stil" des Wahlkampfes haben.

Kann man sagen. Bei der Puls-4-Diskussion Montagabend (bei der Stronach ausdrücklich keine Journalisten als Gegenüber haben wollte) sagte der herrische Milliardär zu einem Frager aus dem Publikum: "Wer hat Sie bezahlt?" Den Mitdiskutanten Claus Raidl, Nationalbank-Präsident und früher Chef von Böhler-Uddeholm, tat er mit der Bemerkung ab, der sei doch nur im Staatsbereich tätig gewesen.

Abgesehen davon, dass Raidl Böhler zuerst saniert und dann privatisiert (!) hat: Wer hat eigentlich Stronach die vielen Fördermillionen für seine Betriebsansiedlungen in Österreich gegeben? Der Weihnachtsmann? Und von wem hat Stronachs Magna 1998 die Steyr Daimler Puch recht günstig gekauft? Doch wohl von der verstaatlichten Creditanstalt?

Stronach wurde in Österreich ein roter Teppich von Bund und Ländern ausgebreitet Er hat auch etwas gebracht. Aber es kann keine Rede davon sein, dass hier ein einsamer Privatunternehmer ohne öffentliche Unterstützung werk te. Das wird schon durch die lange Latte von Politikern unglaubwürdig, die er für seinen "Stall" einkauft(e). (Hans Rauscher, DER STANDARD, 23.8.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 129
1 2 3 4
demokratieverständnis!

im grunde ist stronachs hauptproblem sein demokratieverständnis: kritik wird nicht zugelassen, wer das gold hat, macht die regeln.

eigentlich benimmt er sich wie einer der oligarchen und bräuchte nachhilfe in staatsbürgerkunde!

Auch Mateschitz lässt die Botschaft in seinen Unternehmen kreisen, er hätte keine öffentliche Subvention in Anspruch genommen und tue es jetzt auch nicht. Was natürlich vollkommen unwahr ist.

Milliardäre kaufen sich die Wahrheit und tauschen sie gegen Lügen. Am Ende glauben sie sie selber, weil sie netter sind als die Realität.

teyr Daimler Puch recht günstig gekauft? Doch wohl von der verstaatlichten Creditanstalt?

naja, war ein persönliches Geschenk von Gerhard Randa. SDB wurde ja kurz nachdem die CA von der BA übernommen wurde an FS verkauft.

Völlig richtig!

Die taube Nuss hiess damals nur nicht Randa, sondern Hampel! Und wenn ein gewisser Hannes Androsch nicht noch schnell mitgeboten hätte, wäre der Laden um noch eine halbe Mrde. (Schilling) günstiger gekommen!

Allein schon sein Auftritt bei Puls 4 zeigt doch, dass er nicht wählbar ist!

Er hat sich benommen wie ein alter (zugegeben das ist er nunmal), verbohrter, uneinsichtiger Querulant vom Typ Stammtisch, hat andere unkonstruktiv angepatzt (wenngleich ich vom Raidl auch nich gar so viel halte, dafür ist aber hier zu wenig Platz) und sich und seine Meinung als einzig vertretbare und heil bringende "dargestellt".

Wer aber den Himmel auf Erden verspricht, schafft stets die Hölle (Sir Karl Popper)

größerer Plot in Vorbereitung?

Möglicherweise bleibt nach dem Wahlkrampf noch ein bisl Geld dass Herr Strohsack die ÖIAG kaufen kann?

"Wer das Gold hat, macht die Regeln"

Muss man Menschen mit derartigen Grundprinzipien eigentlich noch weiter kommentieren?

Ich denke, das spricht für sich.

Betrachten Sie die Geschichte: Sie werden erkennen, dass es stimmt.

Natürlich stimmt es, im Sinne von "Fressen und gefressen werden" ...

Doch Kultur, Aufklärung und Humanismus sind es, die den Menschen vom Raubtier im Idealfall unterscheiden.

Bei Herrn Strohsack scheint es damit leider nicht weit her zu sein, was ihn in meinen Augen zu einem alles andere als wünschenswerten Kandidaten für jegliche politische Funktionen macht.

ich geb ihnen 100% aber fragen sie einmal die wr,philharmoniker?

wer ihnen den gläseren saal bezahlt hat? aber deswegen ist er trotzdem ein menschenfeind, mitleid hat er nur höher getellten personen gegenüber, oder er braucht etwas, wie geld für eine firma mfg

ganz grundsätzliches zu stronachs "erfolg":

es gibt wohl ganz wenige bereiche, die derart von den staaten der westlichen welt gestützt und finanziert werden, wie die kfz-branche. herrschten in diesem sektor marktwirtschaftliche kostenwahrheit (also keine staatlichen interventionen und investitionen), wäre der markt um vier fünftel kleiner und für die gesamtwirtschaft von wesentlich geringerer bedeutung. der persönliche "erfolg" stronachs ist zu einem gutteil auch auf seine einfältigkeit zurück zu führen, die in diesem staatlich/privatem geflächt von nöten ist.

mich beeindrucken unternehmer, die ihre kreativität abseits des mainstreams beweisen wesentlich mehr, dort wo echte inovation und nachhaltigkeit entwickelt wird, wie zum beispiel herr zotter mit seiner fairtradeschokolade.

Aber am meisten wundert mich diese neuerdings kritische Haltung von Rauscher gegenüber seinen (früheren) Leistungsträgerfreunde!

Sein (Stronach) Auftreten in der Diskussionsrunde hat doch eh alles gezeigt!

Nur die Dümmsten laufen so jemandem nach, die noch immer von einem alleinherrschenden "Führer" (der Begriff ist neutral zu verstehen und hat nichts mit dem Naziregime zu tun, auch Monarchen waren solche Herrscher, aber auch ein Honecker etc) träumen und naiv genug sind zu glauben, dass so jemandem das Wohl der Allgemeinheit am Herzen läge. Absurd!

Der den Himmel auf Erden verspricht, schafft stets die Hölle (oder so ähnlich; Sir Karl Popper - wenigstens zu ein paar intelligenten Menschen hat es diese Spezies bisher gebracht)

Die Frage ist relativ leicht zu beantworten

Die Zusage der Fördermillionen teilen sich in der Steiermark die ÖVP und die SPÖ.
Aufmerksamen Beobachter werden sich auch noch daran erinnern, dass Stronach im letzten Wahlkampf SPÖ-Voves mit Bild und Wort in Anzeigen in den steirischen Printmedien unterstützt hat.
Der Mann ist zumindest nicht undankbar...

Dass man einen Investor mit dem "roten Teppich" empfängt, ist eigentlich international so üblich. Nur manche Altlinke versuchen sie als "Heuschrecken" zu diskreditieren und wissen wohl gar nicht, dass sie von ihrem Geld leben.

Dass ein Investor für staatliche Pleitebetriebe wenig bezahlen muss, mag sein. Heute ist auch eher die Regel, dass sie etwas draufbekommen (siehe AUA). Das war bei Stronach nicht der Fall. Seit Magna in der Südoststeiermark investiert, hat sich die permanente Krisenregion gefangen und floriert nun wieder. Er wird dort besonders viele Stimmen machen, auch wenn das der Wiener Habererpartie aus Medien und Politik nicht gefallen mag.

ABSOLUTER NONSENS!

Jener Teil der alten SDP AG, der ihm von den Nasenbohrern in der CA um annähernd einen Bettel verkauft wurde, hatte - rund um das Herzstück in Graz - ausgezeichnete Perspektiven. Es hat sogar noch dafür gereicht, über die Veräußerung "unnötiger" Bestandteile dieser Akquisition, den gesamten Kaufpreis in relativ kurzer Zeit zurückzuverdienen. Die Investitionen in der Südoststeiermark hingegen wurden (wie übrigens auch in Graz) von EU/Bund/Land/Gemeinden relativ großzügig gefördert. Daß man ihm dafür goldene Kränze flicht, ist soweit auch i.O. Wenn jedoch dieselbe Magna, von der FS noch heute ganz gute Gagen bezieht, sich jetzt eine Cash Out Strategie überlegt, so nennt man das genau wie?
Bingo! Genauso verhält sich eine Heuschrecke!

es geht um etwas völlig anderes:

dass jemand gegen den staat wettert, der ihn so großzügig unterstützt hat, ist eine verdrehung der tatsachen.

Stimmt

Die Region floriert so lange, bis Stronach es sich anders überlegt.
Die dafür verantwortlichen Regionalpolitiker haben ihre Region unter Einsatz von sehr viel öffentlichem Geld in die Erpressbarkeit und Abhängigkeit geführt.
Eine nachhaltige ökonomische Strategie schaut anders aus.

Genau

und wenn dann wie jetzt eben Lohnerhöhungen anstehen, dann verlangen die einfach einen Rabatt!!! diesbezüglich sonst - ??? - genau - drohen sie mit Absiedlung.
Schöne gerechte Welt...

jetzt halten sie einmal die luft an, dies steyr werke gab es schon lange bevor

es einen stronach gab, fragen sie einmal ob der stronach in der lage wäre, ein zahnrad zu berechnen, er hatte keine ahnung von dieser hochkomplexen technologie, dass die politiker nicht die richtigen leute fanden, ist ein armutszeugnis, denn stronach konnte nicht die technologie bringen, er hat keine ahnung, aber sollte sich magna aus österreich vertschüssen, wären all unsere erfindungen, patente und kunden los, stronach hat nichts mehr bei der magna zu reden, hier gehr es uns genauso wie bei der semperit, alles ist verkauft, wird in der tschechei heute mit unserem know how erzeugt, und wieder waren die politiker am werk, und so wird es weitergehen, die industrie muss in österreich geschützt werden, nicht verkauft,

die industrie muss in österreich geschützt werden

Und wie weit genau woillen sie diesen Schutz treiben.

Wieviel % des Budgets, also Ihrer, die sie Ihr Geld z.B. nicht in der Industrie verdienen, Steuergelder sollen wir für soche geschützten, offenbar nicht markttauglichen, Werkstätten ausgeben, die wohlgemerkt an anderer Stelle ( Bildung / Soziales etc ) dann fehlen ?

Industrie wird immer dorthin wandern wo es günstiger ist, sie ist eben in gewissem Rahmen flexibel. Aber es gibt zig andere Bereiche, die man nicht einfach auslagern kann, wenn schon staatlich fördern, dann diese !!!

firmen die diese know how haben, gehört besondere

aufmerksamkeit gewidmet, sie haben wahrscheilich keine ahnung welches wissen diese firmen haben, sie verstehen gar nicht um welche werte es hier geht, nun dann verkeufen wir alles, und dann kaufen wir artikel von china oder japan, nur sind bei uns die arbeitsplätze weg, diese politiker, die nur ihresgleichen nehmen, sind unfähig, diese position auszuführen, auch vom vertrieb her wäre es gar kein problem, wir haben in der ganzen welt, handelsdelegationen, nur brauchen wir unabhägige firmenchefs, keine öiag leute, die über grosse headhunters ausgesucht werde öfbl, dr d irern, gutes beispiel der öfb, der einen schweizer, als nationaltrainer angeheuert hat, dass passiert aber in diesem sumpf nicht oft

ein europäisches sittenbild

sie sprechen den abfluß von europäischem know-how an. der ist im uni-bereich noch viel schlimmer. hunderte mit unserem steuergeld ausgebildete jungakademiker verlassen jedes jahr nach dem studium österreich, weil es hier erstens zu wenig geld für foschung gibt und zweitens vermutlich niemand von denen lust hat, mit exzessiven steuern unser marodes sozialssystem zu finanzieren.
europa schaufelt sich sein eigenes grab, seit langer zeit.

Stimmt:

Wissen ist noch leichter zu transferieren, als ganze Industriebetriebe.

Aber wenn sie schon lieber eine Österreicher als Trainer hätten, auch wenn er weniger vom Fußball versteht, beginne ich schön langsam zu ahnen, wes Geistes Kind sie sind.

sie sollten etwas genauer lesen, ich habe nichts von einem

österreichischen trainer gesprochen, aber als tiefschwarzer österreicher istn nicht mehr von ihnen zu erwarten, was wissen sie denn wie in der grossen welt entscheidungen getroffen werden, stronach und wolf sind beispiele wie " how the big boys are playing hardball" aber spielen sie im sumpf weiter,*grrr* sie sind das gscheiterl vom dienst, armseliges posting

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 129
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.