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Wenn US-Ratingagenturen wegen Fehleinschätzungen hohe Schadenersatzansprüche drohen, dann freut das all jene Europäer, die den amerikanischen Riesen und ihren Negativbewertungen der Schuldnerstaaten die Mitschuld an der Eurokrise geben. Tatsächlich haben Standard & Poor' s, Moody's und Fitch vor der Finanzkrise durch die viel zu positive Beurteilung von US-Immobilienkrediten in ihrer Kernaufgabe, der Bewertung von Anlegerrisiken, versagt und so Milliardenschäden mitverursacht. Verbunden war dies mit groben Interessenkonflikten. Ob sie dafür geradestehen müssen, sollen die US-Gerichte entscheiden, aber verdienen würden sie es.
Allerdings hat das nichts mit ihrer Rolle in der Eurokrise zu tun. Hier geht es ja nicht darum, dass Risiken aus Eigennutz unterschätzt werden, sondern darum, dass unangenehme Realitäten über negative Ratings offen ausgesprochen werden - aus Sicht der Betroffenen zu offen. Doch ist dies genau die Aufgabe der Agenturen, der sie diesmal wirklich gerecht werden. Zwar könnte man ihnen vorwerfen, dass sie in früheren Jahren mit Griechenland, Spanien & Co zu milde umgegangen sind, doch hätten Herabstufungen damals ähnliche Empörung ausgelöst wie heute.
Mehr Ehrlichkeit bei Subprime-Papieren und manchen US-Banken wäre vor 2008 wünschenswert gewesen. Heute muss man daher froh sein, wenn die Ratingagenturen diesen Fehler bei Staatsanleihen nicht wiederholen. (Eric Frey, DER STANDARD, 23.8.2012)
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13.17 Kaufen und verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. <Handeln darf nur der, der den Betrug (Stempel d. re. Hand) und die Luege (Stempel auf d. Stirn) kennt und tut. Die Ueberheblichkeit spricht: Ich bin der ich bin - du bist nichts. Entweder du dienst mir, oder ich zertrete dich wie einen Wurm.>
13.18 Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist 666. >Gott kennt jeden Menschen, auch sein Tun, sein Denken und sein Handeln. Gott sah, dass der Zahlenwert des Tieres gleich null ist. Die Luege und der Betrug sind nur kurzfristige Helfer. >
666 ist 18 = 9. None = nein. Nein ein Menschenname
...besteht vor allem darin, überhöhte Bewertungen der (Investment)banken zu legitimieren, so dass diese entsprechenden Gewinne machen.
Die starke Konzentration auf Europa dient momentan primär der Aufrechterhaltung der Glaubwürdigkeitsfassade, die aber zu keinem Zeitpunkt je etwas anderes war, als eben eine Fassade.
Der Autor negiert hartnäckig, dass sich mittlerweile die Belege häufen, dass bewusst negative Ratings ge- und verfälscht wurden.
Man kann sich irren, aber so impertinent seine Irrtümer wie eine Fahne vor sich herzutragen wie Frey es tut, wirkt peinlich.
Die Schweizer Studie über die Willkür der Rating-Agenturen bei der Bewertung der Euro-Länder wird von Frey rundheraus ignoriert. Weil nicht sein kann, was in Freys Weltbild nicht sein darf? Eine etwas offenere Herangehensweise stünde einem Redakteur, der "seit Studententagen von ökonomischen Problemen fasziniert" ist, nicht schlecht an.
vergleichen wir außerdem spanien und gb miteinander, erkennt man eine massive ungleichbehandlung. der schuldenstand von spanien ist geringer - die staatsverschuldung etwas geringer, die gesamtverschuldung (staat, haushalte, unternehmen) sogar deutlich geringer. die neuverschuldung 2011 etwa gleich hoch. in spanien ist die immo-blase bereits geplatzt, london steht vor einem platzen der immo-blase.
die realwirtschaftlichen daten von gb sind verdammt schlecht und die zukunftsaussichten nicht besser. trotz olympischer spiele, trotz kapitalflucht aus den euro-süd staaten in den immobilienmarkt, trotz riesigem defizit eine rezession. und die immoblase wird platzen und der finanzsektor wird schrumpfen müssen.
Das Problem ist halt, dass die Politik glaubt, wir hätten eine Staatsschuldenkrise und dadurch nicht die eigentlichen Krisenursachen sondern die Staatsschulden zu bekämpfen versucht.
Das nächste Problem ist, dass die Politik glaubt, Austeritätspolitik (Sparpolitik) wäre ein geeignetes Mittel, um die Staatsschulden zu reduzieren.
Nur ist das in Krisenzeiten eben keine Spar- sondern bloß eine Kürzungspolitik.
Damit wird nichts gespart, im Gegenteit, die Staatsschulden wachsen dadurch schneller als je zuvor.
Damit reduziert man eben bloß Nachfrage, womit man wieder Jobs, Wirtschaft und Steuereinnahmen reduziert...
ZB hat in GB die Austeriätspolitk das Defizit um 40 Milliarden Pfund erhöht: http://goo.gl/gMKR5
die probleme für die süd-eurostaaten wurden ja durch die zu optimistischen ratings in der vergangenheit mitverursacht. so waren die zu niedrigen zinsen für die immo-blase in spanien hauptverantwortlich. wenn der schaden erst angerichtet ist, kann man die zinsen dann aber nicht einfach erhöhen und die risikoaufschläge nachträglich einpreisen.
jetzt stecken wir in einer rezession, jetzt kann man keine höheren zinsen mehr verlangen. je höher die zinsen in den krisenstaaten steigen, desto höher wird die ausfallquote bzw. wahrscheinlichkeit. hohe zinsen werden so zu einer self-fulfilling prophecy - höhere zinsen => höheres riskiko, höheres risiko => höhere zinsen.
Es war doch nicht der Staat, der die ganzen Häuser dort gebaut hat.
Die Immoblase wurde durch billiges Geld von der EZB angeheizt, welche den Leitzins nach 2000 drastisch gesenkt hatte (und zwar um Deutschland zu helfen, das gerade dabei war in eine Bilanz-Rezession zu rutschen).
1. die zinsen für unternehmenskredite und für staatsanleihen hängen durchaus zusammen. wenn das rating für staatsanleihen gesenkt wird, hat das auswirkungen auf den gesamten kreditmarkt.
2. eine gemeinsame geldpolitik für einen stark heterogenen wirtschaftsraum ist natürlich ein problem. so waren es die niedrigen zinsen, die den immo-boom ausgelöst haben. nur hätten rationale banken (die nicht davon ausgehen gerettet zu werden) höhere zinsaufschläge verlangen müssen. damit wäre es zum einen nicht zur blase gekommen und die banken hätten mehr rücklagen zur krisenbewältigung gehabt (zumindest wenn sie die gewinne nicht gleich an das management ausgezahlt hätten).
1. stimmt so nicht. Wenn das Rating für Staatsanleihen gesenkt wird, hat das keine Auswirkungen auf den gesamten Kreditmarkt, jedenfalls nicht so wie sie meinen.
Ein schlechteres Ranking für Staatsanleihen führt eher dazu, dass das Geld für Unternehmen billiger wird. Bzw. flüchten dadurch viele in "Betongold", da sie ja nach einer alternativen, sicheren Anlageform suchen - wodurch wieder eine Immobilienkrise angeheizt wird...
theoretisch müsste das so sein wie sie schreiben, in der praxis sieht es dann aber oft anders aus. die meisten anleger richten sich auch beim kauf von unternehmensanleihen an den ratings der staaten aus.
niedrige zinsen für staatsanleihen sollten auch dazu führen, dass anleger eher unternehmensanleihen zeichnen und die zinsen für diese sinken. bei einem geschlossenen kapitalmarkt ist dies wahrscheinlich der fall - was wir stattdessen erleben ist, dass internationale anleger aus spanien flüchten und ihr geld lieber nach gb oder die usa verschieben. und dort bilden sich dann wieder neu immo-blasen, nicht nur in london auch in ny ziehen die preise stark an. die blasen werden dort aber nicht durch heimische, sondern inter. anleger angeheizt.
unterstützt durch die Medien auch massiv zur Krise beigetragen haben, gibt es da noch einen anderen Aspekt.
Wie nennt man das noch einmal, wenn jemand sich durch Vorspielung falscher Tatsachen einen finanziellen Vorteil verschafft?
Genau, das ist Betrug.
Wer die Ratingagenturen kaufen kann, erhält viele zweifelhaft Möglichkeiten für lukrative Spekulationsgeschäfte.
Schließlich stehen hier die Notenbanken als Länder of last Ressorts dahinter. Von denen bekomme ich mein Geld auf jeden Fall wieder.
Es sind ja nicht alle Länder so blöd wie die im Euro-Raum und verbieten es der Notenbank den Lender of last Ressort zu machen.
Wobei Japan ja auch kein AAA hat, nur interessiert das eben keinen. Die bezahlen trotzdem weniger Zinsen als wir (um die 2%).
Im Endeffekt müssen die Notenbanken dadurch ja kaum Staatsanleihen kaufen, es reicht ja schon alleine die Versicherung, dass man notfalls kauft, um das Zinsniveau zu senken.
Und mit den niedrigeren Zinsen kommen die Staaten dann überhaupt nicht mehr in die Situation, die einen Ankauf durch die Notenbanken notwendig machen würde.
Davon abgesehen ist es ja auch nicht so, dass eine Erhöhung der Geldmenge automatisch zu Inflation führt.
Um dadurch Inflation auszulösen muss man:
a) sehr viel Geld in die Hand nehmen
b) dafür sorgen, dass dieses Geld bei der breiten Bevölkerung ankommt und
c) das Geld sehr lange am Markt lassen.
Frey vergisst (oder verschweigt), dass die Rating Agenturen nachweislich (durch zahlreiche Studien belegt) nicht ausreichend gut in der Lage sind die Ausfallsrisken von Staaten einzuschätzen - was aber die Grundlage ist um überhaupt Ratings vergeben zu können...
Es ist eine Art "Haltet den Dieb".
So lange die Welt auf die EU schaut und dort die Kriese in dei breite gerdet wird, kann die USA mit ihren Problemen brav weiter wurschteln (wenn es doch mal runter geht ist die EU schuld).
Der Euro war den USA immer schon ein Dorn im Auge, so schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe!
da veröffentlicht der Standard selbst eine plausible Studie darüber, wie sehr die Rating-Agenturen Europa geschadet haben (http://derstandard.at/134294765... rokrise-an ). Da ist es jedem, der die globalen Verwerfungen beobachtet, klar, dass die Rating-Agenturen bewußt oder unbewußt den US Interessen dienen, indem sie vom desaströsen Zustand der US-Finanzen ablenken. Aber Herr Dr. Frey ist sich sicher, dass das alles seine Richtigkeit hat.
Selbst wenn die Analysen der Agenturen inhaltlich richtig wären: Hinter dem Stakkato der Meldungen, der häufigen Wiederholung, etc. ist deutlich die Absicht erkennbar, den Markt in Unruhe zu halten und Europa zu schwächen.
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