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Cristina Rojik (links) hat mit Sandro Balogh (im Fenster) einen ganz wunderbaren Koch für ihre "Weinbotschaft" an Land gezogen.
In die Annagasse, eine enge Fußgängerzone zwischen Kärntner Straße und Seilerstätte, verirren sich meist nur Touristen auf der Suche nach einer entsprechenden Falle und strafunmündige Partykinder, die hier auf ein Lokal zählen dürfen, wo sie ohne Ansehen des Alters mit Hochprozentigem abgefüllt werden - und zwar bis die Rettung kommt. Warum sich da weder Polizei noch die sonst nie um Entrüstung verlegene Bezirksvorsteherin zuständig fühlen, steht auf einem anderen Blatt.
Die Annagasse hat aber auch die Weinbotschaft von Wirtin Cristina Rojik zu verbuchen - und die gehört eindeutig auf die Habenseite. Die gebürtige Rumänin ist seit Jahrzehnten mit einem Wiener Geschäftsmann verheiratet. Weil sie "den Geschmack der Heimat" und konkret jenen der Gemüse aus dem großmütterlichen Garten hierorts nicht finden konnte, machte sie sich irgendwann auf die Suche nach qualitätsorientierten Gemüsemachern - und sperrte vor einigen Jahren die Weinbotschaft auf. Das Grünzeug kommt aus der Hand begnadeter lokaler Gärtner wie Peter Lassnig (Ochsenherz) und Florian Kothny (Bioschanze), das Biofleisch liefert Edelfleischer Höllerschmied, Brot wird mit Kasses-Teig im Haus gebacken. Und seit einigen Wochen hat Rojik nun auch einen Koch, der diese Produkte so zu behandeln weiß, dass sie am Gaumen so richtig ins Funkeln kommen: Sandro Balogh, (einst Vikerl's Lokal, dann unter Christian Petz im Badeschiff) fabriziert in der - auch zur Gasse - offenen Küche des Lokals wahre Herrlichkeiten.
Eine wuchtig duftige, geeiste Paradeisersuppe mit Basilikum etwa, gehacktes Beef Tartare der Extraklasse mit verlorenem Ei und kurz sautierten Steinpilzen, oder würzig kühl mariniertes Couscous mit rauchiger Melanzanicreme und allerhand aufmerksam behandeltem Gemüse und Ziegenkäse - große Veggie-Küche. Oder winzige, mit Butz und Stängel zu verspeisende Atter-Seesaiblinge, die Balogh knusprig und doch unfassbar saftig brät (Bild links).
Wiener Schnitzel vom Kalb wird auf Geheiß der Wirtin in Mangalitza-Schmalz gebacken, worauf es prompt so schmeckt, wie seit der Großmutter nicht mehr. Curry vom Lammbeuschel mit schwarzen Bohnen und knuspriger Steinpilzpolenta schließlich ist eine schöne Reminiszenz an die Zeiten im Vikerl's, als Balogh den inneren Werten noch unverschämt huldigen durfte. Billig kann das natürlich nicht sein - dafür stimmt hier (im Gegensatz zu vielen, deutlich höher bewerteten Buden) nicht nur die Güte des Essens, sondern auch jene des Service. Die Weinkarte aber würde man sich angesichts des Restaurant-Namens ein bissl umfangreicher wünschen. (Severin Corti, Rondo, DER STANDARD, 24.8.2012)
Weinbotschaft
Annagasse 12
1010 Wien
Tel.: 01/512 85 19
Mo-Sa 11-24 Uhr
VS € 7,90-19,50 HS €16,50-26,50
Fotos: Gerhard Wasserbauer
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koch in einer reißbrettbude. Ich gebe dem lokal noch 1 jahr, dann sperrt es wieder zu. Die leute, die dort essen wollen und es sich leisten könnten, wollen auch die möglichkeit haben zu rauchen. Da das nicht vorgesehen ist, wird es, wie andere ambitionierte versuche scheitern.
Stimmt schon. das Problem ist nru, wenn ein Restaurant keine eigene Bar dabei hat, stehen die Gäste halt nach dem letzten Bissen auf und gehen in die Bar nebenan. Da gibt's dann kein gemütliches Zusammensitzen mehr bei noch einem Flaschl Wein oder ein paar Schnäpsen. Ziemlich großer Umsatzentgang also.
das mit den umsatz-bringenden rauchern ist übrigens legende. die sitzen zwar mitunter noch lange und heizen ihr packerl weg ("eine rauch’ma noch"), getrunken wird dann aber maximal noch bier und ein achterl wein. an einem restauranttisch. wo leute essen könnten, essen, das von personal zubereitet wird, das ohnehin in der küche steht und bezahlt wird.
stimmt für ein beisl, aber nicht für ein restaurant gehobener klasse, da geht a) eine neue flasche weien b) schnaps c) cafe mit und ohne beiwagerl d) falls vorhanden eine gute zigarre.
schauen sie mal ins steierereck, dort wird das so gehandhabt und die verdienen sich krumm an diesen angeblichen schlechten gästen...
die jüngste unsitte - hat nix mit diesem lokal zu tun - ist, brot extra zu verrechnen. Und zwar bei speisen, bei denen brot unentbehrlich ist. Carpaccio zb oder salate. Dann werden ein paar scheibchen zum einkaufspreis von € 0,20 um satte € 2,50,- und mehr verrechnet
Ende nie. Wennst 5 Packerln Cressini friszt, auch ok. Unvergessen, spaete 80er, Zell am See, eines der ersten Haeuser. 4 Pers. a la carte + Wein in Flaschen; nacher wollten wir halt noch ein bisserl Kaese, dann noch ein Flascherl usw. Das sie den Kaese verrechnen, ok. Aber das der vertrottelte Kellner im genau 4 Stk Brot bringt u. dann einseln abrechnet, da fragst dich
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