Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ich war baden. Ein bisschen. In Kuba. Nebenbei waren wir hochseefischen, im Dschungel wandern, tiefseetauchen etc. etc.
Pro: Fürs Ego und die Fantasie
Von András Szigetvari
Wer andere nach dem Urlaub fragt, kann nichts falsch machen. Diese Erkenntnis hat nichts mit Altruismus zu tun, sondern es geht um den puren Eigennutz. Zunächst darf der Neugierige auf Geheimtipps über versteckte Inseln in Thailand und schöne Buchten auf Korsika hoffen. Solche Erzählungen können die arbeits- oder babybedingt Daheimgebliebenen zum Träumen bringen. Im besten Fall aber tappt der Gefragte in die Falle. Denn die Eingangsfrage eignet sich als Auflage, um die eigenen, aufregenderen Urlaubserfahrungen loszuwerden. Das geht dann so: A: Wie war dein Urlaub? B: Schön. Ich war auf Kreta baden ...
A: ... ach baden. War ich auch. Ein bisschen. In Kuba. Nebenbei waren wir hochseefischen, im Dschungel wandern, tiefseetauchen etc. etc.
Getarnt durch die höfliche Eingangsfrage, kann der andere nicht mehr entkommen. Wer also immer schon seine 3000-Bilder-starke Kroatien-Fotokollektion herzeigen wollte: ein bisschen Interesse vortäuschen, und alles wird möglich.
Kontra: Schwierig zu sagen
Von Ronald Pohl
Fragen Sie nicht. Die Italiener mögen ja ausgezeichnet kochen, aber an Ferragosto bekam ich einen Singvogel vorgesetzt. Einen gerupften Spatzen, stellen Sie sich das einmal vor! Das Tier schwamm in Tomatensauce, ich habe mich furchtbar geekelt.
Im Straßenverkehr macht der Italiener, was er will. Überholt, wann und wo es ihm gefällt, Blinkzeichen kennt er nicht. Die Kirchen sind überwiegend sehr schön, aber schon etwas alt. Unsere herrlichen Barockaltäre dagegen, die schwimmen im Gold. Waren Sie schon einmal in Maria Taferl? Da kann der Italiener nicht mithalten. Das liegt bestimmt auch am fehlenden Leistungsgedanken. Die im Norden pumpen alles in den Süden, und dort versickert es prompt in irgendwelchen Kanälen. Ich spreche jetzt nicht von Venedig, Venedig ist sicher einen Tagesausflug wert.
In Sichtweite des Brenners freue ich mich immer schon auf unser frisches Schwarzbrot. Das italienische Brot sättigt nicht richtig, es ist unseriös. Wie der Urlaub war? Das kann man nicht in einem Satz beantworten. (Rondo, DER STANDARD, 24.8.2012)
Die Suche in Taschentiefen oder Zimmerfluchten ersparen oder Understatement mit einem einzigen Klingelton
So ein charakterstarker Sattelschutz gibt uns den allerschönsten Schliff im Meer des seriösen Gleichklangs - Oder: der Schoner steht dem Wesen des Radfahrens entgegen
Die dumme Augustine trug sie und wurde umjubelt, aber der Modetrend gilt als Gegenteil von Freiheit
Maunchmoi is scho vü gscheida, ma bleibt bei dem wos ma dalernt hot oder Hochsprache ist Facebook-Sprache
Die gedruckte Zeitung darf nicht sterben - oder: Wenn gedruckte Gedanken zu Wischdiensten abkommandiert werden, sterben sie einen feuchten Tod
Einen Goldfisch damit nach Hause transportieren oder Liebe geht durch den Magen
Ein Zeichen einer erwarteten Gemütlichkeit oder so graziös wie Bambi auf dem zugefrorenen Teich
Ein gerade unübertreffliches Glücksrezept oder logistischer Stress durch neumodisches Brauchtum?
Weshalb das viel gepriesene "Runner's High" in der Stadt mitunter auf sich warten lässt und das duch-die-Stadt-joggen eine Sightseeing-Tour ersparen kann
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
Seine Entscheidung - "eine oda auße?" - jederzeit staufrei revidieren oder es ist nicht der Mensch, der den Rhythmus vorgibt
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
"Welcher Superstar wird dich heiraten?" oder Danke, wir wollten es echt nicht so genau wissen
Wer die Lure aus dem Stockwerksautomaten am Platz genießt, versäumt nichts Spannendes - oder die Sitten im Büro sind immer nur so rau wie das Leben auf der Straße
"Das WC ist nicht Rückzugsraum, sondern reine Bedürfnisanstalt" oder: "Undenkbar, dieses Elend den Blicken einer weiblichen Laufkundschaft preiszugeben"
Heißer Tee, Suppe oder auch Punsch oder die Eismischerzunft soll endlich auf den Klimawandel reagieren
Rockgott versus Gott der Allmächtige - zumindest wenn es um die Frage nach hell oder dunkel geht
"Mindestens haltbar bis ..." - "Best before" ist schlicht irreführend übersetzt oder ein farbenprächtiger Abdruck einer Fontäne an der Toilettenwand
Weshalb der Alltag der KollegInnen schon interessant ist und portionierte Grußbekanntschaften einem weißen Wal das Leben schwer machen
In der Leichtigkeit muss man das Üppige wählen oder der Schaum, ein Traum
Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
"Du, in meinem Zelt ist eh Platz für zwei!" oder eine Mischung aus Schweiß und Uringeruch
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.