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Erstmals fließen Daten zwischen Taiwan und China.
Der Inselstaat Taiwan und die Volksrepublik China verfügen nun über eine direkte Datenverbindung per Glasfaser. Dies ist durchaus bemerkenswert, denn zwischen beiden Ländern ist die Beziehung gespannt.
Während das mittlerweile demokratische Taiwan sich selbst als unabhängig proklamiert, sieht China das Land offiziell als Teil des eigenen Territoriums. International wird Taiwan, das sich offiziell "Republik China" nennt und Mitglied der WT und APEC ist, nur von 22 UN Mitgliedern und dem Vatikan als eigenständiger Staat anerkannt.
Die zwei verlegten Unterseekabel reichen von Xiamen bis zur taiwaesischen Kinmen-Inselgruppe, die rund 200 Kilometer von der Hauptinsel entfernt liegt, ist die erste direkte Datenverbindung zwischen beiden Seiten. Sie soll in Zukunft den Austausch von Informationen beschleunigen und durch die ersparten Umwege Ausfällen durch getrennte Kabel andernorts verhindern. Zur Einweihung wurden vier Minuten lang Daten über die Verbindung in beide Richtungen übertragen.
Eine endgültige Versöhnung ist zwar nicht in Sicht, die Kabelverlegung wird aber als weiteres Zeichen diplomatischer Entspannung gewertet. Am Projekt beteiligt sind laut BBC die Firmen China Mobile, China Telecom, China Unicom und das taiwanesische Unternehmen Chunghwa Telecom.
Taiwans Präsident Ma Ying-jeou, der seit 2008 im Amt ist, will auch damit die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China stärken. Zuletzt wurden auch wieder deutlich mehr Direktflüge zwischen beiden Staaten verzeichnet und mehr chinesische Touristen in der neunzehntgrößten Volkswirtschaft der Welt begrüßt. (gpi, derStandard.at, 22.08.2012)
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