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Genzyme habe zusammen mit Bayer HealthCare in Europa eine Zulassung des Arzneimittel zur Behandlung von "Multipler Sklerose" beantragt. Österreichische Hämatologen gehen davon aus, dass das wirksamsten Medikamente für Patienten mit "Chronischer Lymphatischer Leukämie" deshalb vom Markt genommen wurde.
Wien - Aufregung unter den europäischen Hämatologen und ihren Patienten: Der Pharmahersteller Genzyme, ein Tochterunternehmen von Sanofi-Aventis, hat mit dem monoklonalen Antikörper Alemtuzumab eines der wirksamsten Medikamente für Patienten mit "Chronischer Lymphatischer Leukämie" (CLL) vom Markt genommen. Das Unternehmen will in Europa und in Österreich einen Zulassungsantrag für die Behandlung von "Multipler Sklerose" (MS) stellen. Die Versorgung der Leukämiepatienten soll allerdings jetzt auf Einzelanforderung und gratis via Großbritannien sichergestellt werden.
"Alemtuzumab gehört zum aktuellen Therapiestandard und ist essenziell für Patienten mit einer besonders aggressiven Verlaufsform dieser Leukämie", hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (OeGHO). Hintergrund dieser Entscheidung sei die zusätzliche Wirksamkeit von Alemtuzumab bei Patienten mit MS. Genzyme hätte zusammen mit Bayer HealthCare dafür eine Zulassung in Europa beantragt. Die Firmen wollten ihre Aktivitäten auf diese Anwendung konzentrieren. Es gibt rund achtmal mehr Patienten mit "Multipler Sklerose" als mit CLL.
Der Präsident der Fachgesellschaft, der Innsbrucker Spezialist Günther Gastl: "In Österreich erkranken pro Jahr rund 100 bis 200 Patienten an CLL. Da die meisten Patienten zehn Jahre überleben, dürfte es rund 1.000 Erkrankte geben. Betroffene, die an einer besonders aggressiven Form erkrankt sind, bekommen den monoklonalen Antikörper. Das Medikament ist wirksam und auch in den Leitlinien für die Therapie empfohlen." Zudem sei CLL die häufigste Leukämieform in Österreich.
Eine Nichtversorgung der Betroffenen wird es aber in Zukunft dennoch nicht geben. Das britische Spezialunternehmen Clinigen wird, allerdings auf Einzelanforderung, die Bereitstellung des Medikaments für die onkologischen beziehungsweise hämatologischen Patienten ohne Kosten sicherstellen. Auch bei den österreichischen Behörden (AGESPharmMed) erwartet man keinen Versorgungsengpass.
Dazu meint Gastl: "Für uns als Behandelnde bedeutet das allerdings einen gewissen bürokratischen Aufwand. Geklärt werden muss noch, ob es sich dann in Zukunft um einen 'Off Label Use' handelt (mit besonderen Auflagen für die Ärzte, Anm.) und wie es mit der rechtlichen Haftung aussieht." Man müsse schon feststellen, dass zum ersten Mal ein wirksames onkologisches Präparat aus kommerziellen Erwägungen vom Markt genommen werde. Für Panikmeldungen sei aber auch kein Grund gegeben.
Darüber hinaus betonen die Fachleute in ihrer Aussendung: "Die OeGHO sieht die pharmazeutische Industrie in einer ethischen Verpflichtung gegenüber den betroffenen Patienten. Sie verurteilt den Ansatz einer profitorientierten Zulassungsstrategie, in der Leukämie-Patienten gegen Patienten mit Multipler Sklerose ausgespielt werden." Alle Verantwortlichen seien aufgefordert, die Versorgung sicherzustellen. (APA/red, derStandard.at)
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Dann darf man das eben nicht gewinnorientierten Unternehmen überlassen.
In gewinnorientierten Unternehmen (im speziellen Aktienunternehmen) zählt eben ausschließlich der Gewinn.
Alles was so ein Unternehmen macht dient bloß der Gewinnmaximierung. Wenn ein Unternehmen Medikamente herstellt, dann ist das bloß ein Mittel um Gewinn zu erzielen.
1) es gibt ein hochwirksames mittel gegen CLL
2) dieses mittel könnte auch bei MS eingesetzt werden
3) die pharmafirmen wollen eine zulassung auch für MS haben
4) diese zulassung wird nur erteilt, wenn das medikament noch nicht am markt ist (<-- weil der gesetzgeber es so will)
5) die pharmafirma nimmt das mittel vom markt um dann eine neue zulassung (mit geänderten anwendungsbereichen) zu beantragen.
warum die aufregung, es kann doch gratis über gb weiterhin angefordert werden, d.h. kein patient muß dieses wirksame mittel missen? wo ist da jetzt das problem, und das eine firma eine andere zulassung für ein medikament haben will ist doch gang und gäbe. schlimm wäre es, wenn das mittel nicht mehr zur verfügung stände - was es aber nicht tut, sondern halt zu bestellen ist.
Obwohl die Pharma-Konzerne jedes Jahr ohnehin hunderte Millionen (vielleicht sind es sogar ein paar Milliarden?) Gewinn erwirtschaften, haben sie trotzdem keinerlei Skrupel, ein offensichtlich hochwirksames und von der Medizin entsprechend eingesetztes Pharmazeutikum einfach "vorm Markt zu nehmen"!
Gerade der milliardenschwere Bereich der Pharmaindustrie ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass die "freie Marktwirtschaft" offensichtlich nicht immer und überall funktioniert und sehr wohl durch einen "sich einmischenden starken Staat" im Zaum gehalten werden muss.
Man muss sich halt darüber im klaren sein, dass in einer kapitalistischen Marktwirtschaft das alleinige Ziel der maximale Gewinn ist.
Da geht es eben bloß solange darum die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen, wie sich das mit dem eigentlichen Ziel der Gewinnmaximierung deckt.
na, da schau her - kann ja nicht sein, denn eins wissen wir ganz sicher:
das monopol aus pharmakonzernen will nur unser bestes, darum geben wir schon unsere kinder vertrauensvoll in seine krakenarme, werden permanent immer gesünder, und es gibt nur ganz, ganz wenig krankheiten, die wir nicht erfolgreich bis zum tod behandeln können
Ob die Rechnung der "Konsolidierungsbefürworter" aufgegangen ist, Pharma-Fusionen wären alternativlos notwendig, um global wettbewerbsfähig bleiben zu können und "in die Entwicklung neuer Medikamente und Heilmethoden" investieren zu können? Vielleicht müssen Gesundheits- und Wirtschaftspolitiker erst wieder altes IGrundlagen-)Wissen neu entdecken: Dass Monopole selten für Innovationen und faire Preise stehen. Jenen betroffenen Krebs-Patienten, die u. U. sterben werden, weil sie Opfer einer falschen Marktform wurden, können die Meinungsmacher via Massenmedien und "Experten" ausrichten lassen, dass es an ihrer "mangelnden positiven Grundeinstellung" lag.
Wo hast denn die Textbausteine zusammen kopiert? Abgesehen davon, dasst dir ja ansatzweise selbst widersprichst.
Wie wärs, wenn du altes Grundlagenwissen, z.B. das der Logik neu entdeckst (wobei ich ja vermute, dass es für dich eine Erstentdeckung wäre).
Alemtuzumab ist ein monoklonaler IgG1?-Antikörper und laut klinischen Studien wirksamer als Interferon-Beta bei MS Patienten (wie man vor kurzem im Standard lesen konnte gibt es mittlerweile Zweifel an der Wirksamkeit von Interferon Beta http://derstandard.at/134213942... e-Mitteln)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21397567
Wenn ein Medikament gegen KrankheitA wirkt und ich komm dann drauf, dass es auch gegen KrankheitB wirkt, dann erscheint es logisch, es gegen beide einzusetzen. Wieso muss dann die Zulassung für KrankheitA zurückgenommen werden? Auch wenn KrankheitB häufiger ist, KrankheitA+B ist noch häufiger, daher ist das auch kommerziell nicht sinnvoll. Da muss es irgendwas wesentliches geben, das nicht in diesem Artikel steht.
Die Dosis für CLL Behandlung ist viel höher als für die MS Behandlung. Falls sie den Preis proportinal zur Dosis verlangen, wäre der Preis unter dem von dem Konkurret MS Produkten - sprich sie würden "unter" Marktwert verkaufen. Falls sie aber den Preis für das MS Medikament der Konkurrez annpassen, gäbe es viele off-lable Verschreibungen, die halt dann einfach das CLL Medikament entsprechend runterdosieren:
http://www.pmlive.com/pharma_ne... _ms_419320
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