"Space Adventures"-Gründer geht ins Detail

24. August 2012, 17:50

Eric C. Anderson und NASA-Ingenieur Chris Lewicki erzählen in einem Interview von der kommerziellen Nutzbarkeit des Weltraums

So könnte es aussehen, wenn Schürfroboter auf einem Asteroiden ihre Claims abstecken.

Der US-amerikanische Raumfahrtingenieur Eric C. Anderson ist Mitbegründer des Unternehmens "Space Adventures", das sich in verschiedener Weise dem Thema kommerzielle Raumfahrt widmet, und überdies Ko-Vorsitzender von "Planetary Resources". Das wiederum dreht sich ganz um Pläne, Asteroiden als Rohstoffquelle auszubeuten, sogenanntes Asteroid Mining. In einem Interview mit dem Wissenschaftsmagazin "New Scientist" ging Anderson gemeinsam mit dem ehemaligen NASA-Ingenieur Chris Lewicki kürzlich zu seinen Plänen weiter ins Detail.

Anderson und Lewicki sprechen unter anderem davon, dass die ersten Teleskope, die aussichtsreiche Asteroiden ausspähen sollen, bereits in eineinhalb Jahren ins All gebracht werden sollen, wie sie die Asteroiden näher an die Erde heranbringen wollen  ... und wie man vielleicht sogar eine interplanetare "Raststätte" für Raumfahrer auf dem Weg zum Mars einrichten könnte. Für den Original-Artikel ist ein Log-in bei "New Scientist" erforderlich, über das Online-Magazin "Slate" kommt man mittlerweile allerdings auch ohne dazu:

--> Slate: "So You're Going to Mine Asteroids? Oh, Really."

(red, derStandard.at, 24. 8. 2012)

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Von welchen "Rohstoffen" reden die da?

Haben wir denn neuerdings Silizium, Magnesium, Eisen oder Nickelmangel? Geht uns der Feldspat zu Neige? Haben wir Peak-Olivin überschritten?

Nix gegern Humbug, aber das ist ja sogar hanebüchener Humbug.

Beim Buddeln in der Schwerelosigkeit wird eine Menge Dreck in Umlauf geschickt .

Früher oder später werden sie auch Sprengen wollen. Da muss es Regeln geben.

Die Eigentumsfrage ist auch nicht gelöst .

Eigentumsfrage ?

Also ich glaub für die nächsten 100 Jahre kann man davon ausgehen, dass demjenigen, der die Fähigkeit hat einen Asteroiden in Besitz zu nehmen, kein zweiter dieser kleinen Gruppe den Besitz anfechten wird.

In der Zwischenzeit kann man ja das internationale Seefahrtsrecht mit den Goldfiebergesetzgebungen in aller Ruhe kombinieren.

Dreck bleibt auch nicht im Umlauf, selbst geringste Gravitation in irgendeiner Richtung lässt ihn dorthin sinken.

Do sans oba moi vorsichtig, wo sie ihren Fuss hinsetzen!

Mir gehört schon ein schönes Stück vom Mond und auf den einen oder anderen Asteroiden hab ich auch schon ein Auge geworfen.

Besitzstörungsklage!

Im Asteroidengürtel

bleibt der "Dreck" jedenfalls Millionen Jahre, und in einer Erdumlaufbahn wäre er gefährlich.

hats euch allen die sicherungen rausgehaut?

reicht es nicht, daß windige konzerne bereits die erdgebundenen rohstoffe, den wald und das wasser als ihr "eigentum" betrachten, uns dadurch wie die melkkühe ausbeuten, und in wahrheit nicht das geringste zum entstehen dieser rohstoffe beigetragen haben bzw. sich einen dreck um deren erhalt kümmern ? da haperts doch an der logik, und zwar gewaltig, denn das, was diese konzerne unwidersprochen als ihr eigentum ansehen gehört in wahrheit allen menschen gleichermaßen, und vor allem jenen, die noch nichtmal geboren wurden.

und jetzt sollen wir dieses dämliche "meins, meins,meins" benehmen auch noch ins weltall tragen?

ja, die dummheit der menschen ist wahrlich grenzenlos

"ja, die dummheit der menschen ist wahrlich grenzenlos"

Was sie uns offenbar mit ihren Postings immer wieder aufs neue beweisen wollen...

Ja genau. Die einen entwickeln die Technologie, investieren Milliarden, nehmen extreme Risiken auf sich um dort Rohstoffe abzubauen, und dann sollen diese Leute nicht für ihre Leistung belohnt werden ?

Das ist sozialistische Leistungsfeindlichkeit mehr nicht. Unter Ihren Prämissen werden Sie weder einen Dummen finden, der das Risiko eingeht, noch eine Bank die das ganze finanziert noch sonst etwas.

Interessant ist es wenn 1) es in der Praxis gemacht wird 2) wenn Space Elevators billig und umweltschonend Menschen und Material ins All bringen können...

"Space Fantasie" ist noch billiger und umweltschonender ...

Und in jedem Fall sicherer als so ein "Space Elevator".

Ja - aber da war Arthur C. Clarke

vor fünfzig Jahren schon weiter.

Märchen haben wir schon genug gehört, wir wollen jetzt endlich einmal Taten sehen, keine Reklame- oder Börsenprospekte.

ich bin dafür unsere recourcenvernichtungs-feldzug mal vorerst auf die erde zu beschränken

ja genau .... vernichten wir zuerst mal die erde und dann mach ma uns erst sorgen drüber wie es weiter geht ... das ist sicher der richtige weg.

'wie sie die Asteroiden näher an die Erde heranbringen wollen'

gott bewahre. der grösste schwachsinn seit langem:
methanimport aus dem all.

Grundvernünftige Art,

sein Geld anzulegen. Endlich mal jemand, der beim Reinvestieren wirklich in die Zukunft blickt. Genau für solche Aktivitäten wurden die Aktienbörsen gegründet.

Ich habe weder Enkel noch Urenkel,

und warum sollte gerade DIESE Firma erfolgreich sein?

Welche Rohstoffe kommen denn da vor, die so wertvoll sein sollen, dass sich der gigantsiche Aufwand lohnen könnte?

Ich denke, der Vorteil hier ist dass die Rohstoffe wesentlich reiner vorliegen als wenn man Tonnen um Tonnen erzhaltiges Gestein verarbeiten muss. Z.B. wird momentan eine Tonne Gestein verarbeitet, um ein Gramm Gold zu gewinnen. Und das ist noch dazu eine recht komplexe Verarbeitung.

Wenn in 100+ Jahren die bekannten Reserven diverser Metalle aufgebraucht sind, wird das sehr interessante Alternative werden. Der technische Aufwand ist enorm, daher ist es gut, dass jetzt schon damit begonnen wird.

Begonnen? Begonnen wurde längst.

Ich warte eigentlich seit 1969 darauf, daß endlich etwas weitergeht.

Inzwischen können die Amis nicht einmal mehr die ISS versorgen, die brauchen die alten sowjetischen Sojus-Dinger - völlig irreal.

Wenn die Metalle nicht mehr in den Lagerstätten sind, dann stecken sie in technischen Geräten, Gebäuden oder Mülldeponien. Da kann man sie auch wieder rausholen und wiederverwenden.

Die Metalle müssen schon extrem selten und begehrt sein, dass sich ein Abbau auf Asteroiden lohnt. Und ich weiß von keinem Metall, das in Asteroiden Metalle in hohen Konzentrationen vorkommt, auf der Erda aber fast gar nicht.

>Wenn die Metalle nicht mehr in den
>Lagerstätten sind, dann stecken sie
> in technischen Geräten
Und die sind dann verteilt auf ~12Mrd Erdenbürger in Benutzung oder im Abfall so dünn vorhanden, das die Extraktion daraus aufwendiger wäre, als die Gewinnung aus Asteroiden.

Naja, in jedem Fall Zukunftsmusik

Aluminium, Gold und Platin sowie andere in der Erdkruste seltene Metalle.

Aluminiumerz, also Bauxit,

gibts noch ein paar Milliarden Tonnen, wenn auch derzeit nicht alles wirtschaftlich abbaubar ist.

Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste.

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