"Diablo 3" hätte wie "World of Warcraft" werden sollen

23. August 2012, 09:29
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Dave Brevik gibt Einblick in die Entwicklung der Serie

Nach dem verbalen Zusammenstoß mit Diablo 3-Designer in der "Fuck that loser"-Affäre hat der Urvater der Serie, David Brevik, nun im Interview mit EuroGamer Details zur Entwicklung der Serie enthüllt. Demnach hätte Diablo 2 schon mit allerlei MMO-artigen Features ausgestattet werden sollen. Der jüngste Teil war sogar eine Zeit lang ähnlich konzipiert wie "World of Warcraft".

Kompromisslösung

"Eine der Sachen, die wir für Diablo 3 geplant hatten, war diese Idee einer Battle.net-Stadt", erzählt Brevik. "Statt zu Anfang in einem Chat zu landen, wäre man gleich in eine Stadt gegangen. Diese wäre nicht instanziert gewesen und man hätte mit allen anderen handeln, interagieren und sich Quests holen können, um diese dann als Gruppe zu spielen."

Letztlich entschied man sich dann aber für einen Kompromiss und baute doch den Chat ein. Am Ende war vom geplanten MMO-Feeling, etwa wildfremde Spieler die beim Kampf gegen Bösewichte zu Hilfe eilen, nicht mehr viel übrig. Das Designteam konnte sich mit den frühen Plänen von Brevik, der das Unternehmen 2003 verlassen und die Flagship Studios gegründet hatte, nicht anfreunden.

"Marvel Diablo"

Seine neue Firma konnte schließlich die hohen Erwartungen mit Hellgate: London nicht erfüllen. Das später in Angriff genommene Onlinerollenspiel "Mythos" kam nicht über die Entwicklungsphase hinaus. 2008 wurde die Firma aufgelöst.

Brevik arbeitet aktuell mit seinem neuen Unternehmen Gazillion Entertainment am Free 2 Play-MMO "Marvel Heroes". Er unternimmt damit einen neuen Anlauf, seine Vision in Form eines "Marvel Diablo" umzusetzen. (red, derStandard.at, 22.08.2012)

Link:

EuroGamer

  • "Marvel Heroes": Soll zeigen, was Diablo 3 hätte werden sollen.
    foto: gazillion entertainment

    "Marvel Heroes": Soll zeigen, was Diablo 3 hätte werden sollen.

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