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Dieses Symbol macht nie besonders viel Freude, derzeit vermutlich aber ganz besonders wenig.
vergrößern 500x445Wien - Die Treibstoffpreise sorgen besonders in der Hitze des Sommers für Sorgenfalten und heftige Diskussionen. Der Benzinpreis hat am Wochenende in Deutschland mit 1,692 Euro je Liter Super E10 einen historischen Höchstwert erreicht. Auch in Österreich verharren die Zapfsäulenpreise auf hohem Niveau. Eurosuper kostet rund 1,499 Euro, Diesel rund 1,440 Euro je Liter. Unter den hohen Spritpreisen stöhnen auch die Italiener. Ausgerechnet in der Haupturlaubszeit erreichte der Preis für Super-Benzin vielerorts die Zwei-Euro-Marke.
Gemessen an der Kaufkraft "tanken die Österreicher in einem der günstigsten aller EU-Länder", lässt der VCÖ via Aussendung ausrichten. Eine Tankfüllung koste rund ein Fünftel weniger als im EU-Durchschnitt. Am teuersten ist Tanken nach diesem Maßstab in Ungarn, Bulgarien und Polen. In absoluten Zahlen ist Sprit zwar in Großbritannien, Schweden, Finnland und Dänemark am teuersten, im Verhältnis zur Kaufkraft sei er aber in Nordeuropa am billigsten.
Unter Berücksichtigung der Kaufkraft liege Österreich im Ranking der billigsten Länder bei Diesel auf Platz acht und bei Eurosuper auf Platz sechs. Eine Tankfüllung (50 Liter) mit Superbenzin koste in Österreich so gerechnet 68 Euro, im EU-Schnitt (und in Deutschland) 83 Euro. In Ungarn hingegen sind es 104 Euro. Bei Diesel kostet die Tankfüllung in Österreich demnach 66 Euro, im EU-Schnitt sind es 76 Euro. Die Dänen zahlen nur 44 Euro, die Ungarn 105 Euro.
Teuer oder nicht: Für den einzelnen hängt diese Frage im Endeffekt wohl am Einkommen und an der Frage, welche Alternativen er zum Auto in Anspruch nehmen kann. Nicht jeder wohnt in Wien und hat die Wahl zwischen Auto, Motorrad, Fahrrad oder gut ausgebautem öffentlichen Verkehr. Dass das Thema die Bürger und Bürgerinnen heftig bewegt, liegt auf der Hand. Nicht überraschend also, dass auch auf politischer Ebene verstärkt Bewegung in die Sache kommt.
Ein hoher Spritpreis ist einerseits auch für die Staatseinnahmen gut, zu hoch soll er allerdings auch nicht sein. In Österreich schlug sich der hohe Treibstoff-Preis im ersten Halbjahr durchaus deutlich auf die Einnahmen aus der Mineralölsteuer nieder: Sie nahmen zwar leicht zu, doch die erhofften 4,35 Milliarden aus dem Treibstoffverbrauch im Gesamtjahr scheinen unerreichbar. Weil das Lkw-Aufkommen stagniert und der hohe Spritpreis Individual- und Pendlerverkehr bremst, zeichnet sich ein Rückstand von rund 700 Millionen Euro ab.
Anderen Staaten dürfte es ähnlich gehen. Der italienische Konsumentenverein Codacons rechnete jüngst vor, dass eine Tankfüllung den italienischen Bürgern inzwischen knapp 20 Euro mehr koste als noch vor einem Jahr. Dies wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Im ersten Halbjahr 2012 sank der Benzinkonsum in Italien um 9,6 Prozent. Auch beim Lkw-Transport kam es zu einem Rückgang im Treibstoffverbrauch von fünf Prozent. "So einen starken Rückgang haben wir in Italien noch nie erlebt", berichtete Scaroni.
So kommt es, dass die französische Regierung nun vollmundig verspricht, den Höhenflug bei den Benzinpreisen zu stoppen: Premierminister Jean-Marc Ayrault kündigte am Mittwoch an, dass die Steuern auf Benzin und Diesel "vorläufig" leicht gesenkt würden. Diese Maßnahme werde ergriffen, bis ein "Mechanismus" in Kraft sei, "der die Benzinpreise reguliert", so Ayrault gegenüber den Sendern BFMTV und RMC. Die Sozialisten hatten im Wahlkampf ein Einfrieren des steigenden Benzinpreises versprochen, um die Kaufkraft der Franzosen zu stärken.
Ayrault sagte nun, durch ein schlichtes "Einfrieren der Preise drei Monate lang" werde "nichts gelöst", denn danach würden die Preise wieder steigen. Durch das Absenken der Steuer könne der Staat nun aber auch von den Produzenten und Händlern eine Anstrengung einfordern. Doch auch die Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel gilt angesichts des französischen Haushaltsdefizits und der nötigen Sparanstrengungen als schwierig umzusetzen.
Um den Italienern finanziell unter die Arme zu greifen, hat hingegen der italienische Ölkonzern Eni eine Preisreduktion für Autofahrer eingeführt, die am Wochenende tanken. So kostete ein Liter Benzin am vergangenen Wochenende an Eni-Tankstellen 1,69 Euro pro Liter. Die Oppositionspartei Lega Nord drängt die Regierung Monti, dem Benzinpreis Schranken zu setzen. Die Konsumentenschutzverbände verlangen eine Senkung der Benzinsteuer, die zuletzt Anfang August erhöht wurde. Die Spritsteuer war bereits im Juni und im vergangenen Dezember angehoben worden. Italienische Tankstellenpächter befürchten jetzt eine weitere Zunahme des Tanktourismus ins nahe Ausland. Immer mehr Einwohner der norditalienischen Regionen reisen nach Kärnten oder Tirol, in die Schweiz, oder nach Slowenien, um billiger zu tanken.
In Österreich wurden die Spritpreise über den Sommer bekanntlich ein klein wenig verordnet. Für die Tage rund um Fronleichnam sowie zwei Ferienreisewochenenden im Sommer (28. Juni bis 1. Juli und 5. Juli bis 8. Juli) galt: Die heimischen Tankstellenbetreiber durften ihre Preise in einem bestimmten Zeitraum nicht mehr erhöhen. Im Herbst soll der Nutzen der Verordnung evaluiert werden. Weitere „preisgeregelte" Wochenende im heurigen Jahr sind jedenfalls nicht geplant, sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehners Pressesprecherin Waltraud Kaserer. Was hierzulande weiterhin gilt: Nur einmal am Tag dürfen die Tankstellen die Preise ändern.
Eine Sache, die man sich derzeit auch in Deutschland überlegt, wie SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles jüngst gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters kundtat. Nicht bekannt ist, ob sie an der Notwendigkeit, die Steigerungen bei den Treibstoffpreisen einzudämmen, ein wenig zweifelt. Denn gerade eben wurde eine Studie veröffentlicht, die man auch so interpretieren könnte, dass das Gegenteil gut tun würde: Die Neuwagenkäufer in Deutschland lassen sich weiter durch besonders leistungsstarke Fahrzeuge begeistern. In den ersten sieben Monaten wurde mit durchschnittlich 138 PS ein Höchstwert bei neuangemeldeten Wagen erreicht. "Soviel PS haben sich die deutschen Neuwagen-Käufer noch nie unter die Haube gepackt", fasste Studienautor Ferdinand Dudenhöffer die Ergebnisse zusammen. (rb, derStandard.at, 22.8.2012)
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Der Benzinpreis in Italien hat 2 EUR / Liter erreicht. Um beim Tanken in Italien sparen zu können, gibt's hier ein paar Tipps:
http://www.insidertipps-italien.com/index_ben... talien.htm
Derzeit läuft noch eine Aktion von ENI wodurch der Benzinpreis in Italien am Wochenende rund 0,20 EUR / Liter günstiger ist.
Denn dann verlangen die Ölmultis einfach mehr, sodass sie wieder auf den heutigen Preis kommen, denn sie haben ja gesehen, dass die Leute den Preis zahlen.
Zwei Dinge könnten helfen: entweder Preisabsprachen und Monopole verhindern (und zwar wirklich) oder staatlich festgesetzte Preise.
Da kann ich ihnen nur zustimmen. Wobei es durchaus auch Leut gibt, die auf die "heilige Kuh Auto" nicht verzichten können (z.b. Pendler die aus dem Ballungsraum in die Peripherie pendeln müssen, da gibts keine passenden Öffis und Fahrgemeinschaften finden ist in diesen Fällen auch meist sehr schwer).
Würden wir Autofahrer schaffen 10% Sprit einzusparen würde das den Preis sowas unter Druck setzen.
Und 10% sind leicht: 5-10% langsamer auf der Autobahn fahren, 10% weniger fahren (zusammenlegen, unnötige Fahrten einsparen etc), Fahrradträger etc. nur bei Bedarf montieren, beim Reifenkauf auf Rollwiderstand achten, Luftdruck am oberen Ende der Spanne halten, vorausschauend fahren,...
die öl-multis machen jahr für jahr riesengewinne, der freie markt funktioniert mal wieder nicht, weil sich die anbieter absprechen und die konsumenten leider mangels alternativen zum tanken gezwungen sind.
also gehören amtliche preisregelungen her. am besten monatlich oder vielleicht zwei mal pro monat, alle preise sind für alle tanken gleich, durchgehend in ganz österreich.
Okay dafür haben die anderen Länder keine
NOVA.
Rechnet mal hoch was 3000 Euro an mehrkosten beim kauf eines Neuwagen ausmachen....
Wieviel Kilomter muss ich fahren damit ich den break even erreiche wenn super 1,5 € in A und 1,7€ in D kostet.
Jeder Autohersteller rühmt sich damit, weniger Liter/100km zu verbrauchen als der nächste. Es wird also weniger pro Konsument gekauft.
Da wir freie Marktwirtschaft haben, ist nur eine logische Konsequenz, dass ich als Anbieter die Preise erhöhe.
Wie wär's mal dran zu denken, dass unser derzeitiges Mobilitätskonzept neu zu konzipieren ist? Nein, da wird Tamtam um ein paar Cent pro Liter gemacht.
Nicht böse sein, aber so funktioniert Angebot und Nachfrage genau nicht: wenn VIEL nachgefragt wird, STEIGEN die Preise.
Und es wurden noch nie so viel Treibstoffe verfahren wie heute: die tatsächlich gekauften und gefahrenen Autos werden immer schwerer und stärker und verbrauchen deswegen kaum weniger als früher.
Und: mehr Menschen fahren öfter und weitere Strecken.
International steigt der Verbrauch beständig und die Gewinnung wird auch ständig teurer.
in deutschland wird iirc nach hubraum besteuert, bei uns nach kW.
das führt dazu, dass die kombination aus einem sdi-dieselbomber mit 56 PS (für die autobahn, schafft nicht mal 130) und für die stadt eine 600er CBR geradezu optimal sind.
die "schlechte" variante wäre ein benziner um die 90 oder 100 ps, sowie ein kleiner chopper oder grösserer roller - aber das kostet dann so richtig.
grösstes problem daran ist auch, dass die autos quasi nur mehr auf leistung mit wenig hubraum getrimmt werden.
ergo: aufwachen, den irrsinn aus den 80ern (als die japaner mit dem turbo angefangen haben und die steuer umgestellt wurde) eliminieren, die erhaltungskosten generell mal auch international angleichen und gut ists.
Billig nur im Vergleich zu anderen EU-Ländern, megateuer im Vergleich zu den östlichen Non-EU-Ländern.
Schaut rein in: http://benzinpreis.de/international.phtml
Sogar in Ö., so groß wie Bayern, haben wir noch ein Ost-West-Gefälle von 1,32 bis 1,50 bei Diesel, das nicht erklärbar ist.
Minister Mitterlehner hat es zwei Wochenenden lang geschafft, dass wirklich Wettbewerb herrschte. Leider ist seither wieder die volle Abzocke im Gang. Und weil die Finanzminister viele Steuern dadurch mehr einnehmen, dürfen wir Idioten alles zahlen.
und erst im vergleich mit dem iran oder kuwait, wir tanken da unglaublich teuer, das kann nur an unseren bösen politikern liegen
oder noch schlimmer: in indien ist auch das essen im restaurant viel viel billiger als bei uns, ich finde diese unerhörte abzocke einfach zum kotzen
Was glauben Sie: wenn die Preise für die Verbraucher gedeckelt werden und die Differenz zwischen den von den Mineralölkonzernen vorgegebenen Preisen zu Lasten der Steuereinnahmen geht, geschieht
a) die für den Staat Einnahmen werden gleich hoch bleiben, da die Konzerne die Preise nicht mehr erhöhen können oder
b) die Konzerne werden den Preis weiter auf Kosten der Steuereinnahmen erhöhen, der Konsument merkt es ohnehin nicht.
Naja, alles ist relativ. In den 80er-Jahren kursierte der Wert von öS20, der notwendig wäre, um die Leute, und damit die Industrie, zum Umdenken zu bewegen.
Das haben wir heute gerade mal geschafft: nominal!!
Heute wäre ein vergleichbarer Wert vielleicht EU3?
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