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Stinksauer soll US-Präsident Barack Obama nach dem USA-Lateinamerika-Gipfel im April in Cartagena laut Informationen aus seiner Demokratischen Partei gewesen sein. Sein Berater Dan Restrepo habe ihn nicht darauf vorbereitet, was ihn in Kolumbien, das traditionell einer der treuesten Verbündeten der USA auf dem Kontinent ist, erwartete: Sogar Gastgeber Juan Manuel Santos äußerte sich kritisch über die Politik der USA in der südlichen Hemisphäre. Unter der Führung Brasiliens und Ecuadors verabschiedete der Gipfel eine Erklärung, dass zu zukünftigen Treffen Kuba eingeladen werden müsse, was die USA mit allen Mitteln zu verhindern versuchen.
Bei Obamas Amtsantritt Anfang 2009 hofften viele Lateinamerikaner auf eine Annäherung an die USA. Sogar Kubas Präsident Raúl Castro stellte direkte Gespräche mit Obama in Aussicht: "Wir sind zu einem Dialog bereit, wann immer sie es wollen." Venezuelas Präsident Hugo Chávez nannte ihn nach der GM-Verstaatlichung "Kamerad" und warnte scherzhaft, er und Fidel Castro müssten "aufpassen, dass sie nicht weiter rechts als der US-Präsident" stünden. Dass die USA dann im Juni desselben Jahres den Militärputsch gegen den honduranischen Präsidenten José Manuel Zelaya zumindest stillschweigend tolerierten, schadete Obamas Glaubwürdigkeit bei den lateinamerikanischen Staatschefs schwer.
Sprengstoffhunde in Hotelbetten
Beim Gipfel in Cartagena dürfte so ziemlich alles falsch gelaufen sein: Die kolumbianischen Gastgeber beklagten nach der Veranstaltung, Obamas Leibwächter hätten Schülerinnen, die im Auftrag des Außenministeriums Staatsgäste begrüßten, belästigt, ihre Sprengstoffhunde in Hotelbetten schlafen lassen und die Tiere im Garten des Fünfsternehotels "Caribe" Gassi geführt, mehrere Secret-Service-Agenten nahmen Prostituierte mit aufs Hotelzimmer, weigerten sich dann aber, das vereinbarte Entgelt zu bezahlen. Das Desaster von Cartagena kostete Obamas Lateinamerikaberater Restrepo schließlich den Job.
Auf politischer Ebene wurde vor allem über die bisher weitgehend erfolglosen Versuche, die Kokainlieferungen aus Südamerika in die USA mit militärischen Mitteln zu unterbinden, gestritten. Immer mehr lateinamerikanische Politiker sprechen sich angesichts steigender Opferzahlen für neue Strategien aus. Allein in Mexiko forderte der Drogenkrieg kürzlich hundert Todesopfer in 48 Stunden (derStandard.at berichtete).
Trend zur Legalisierung
Angesichts eskalierender Gewalt und fehlender Lösungsansätze im Rahmen der traditionellen US-Drogenpolitik, die sich weitgehend darauf beschränkt, lateinamerikanische Staaten im "Krieg gegen Rauschgift" aufzurüsten, sprechen sich immer mehr Politiker dafür aus, doch eine Legalisierung aller Drogen zu versuchen. Der Gedanke dahinter ist, dass die USA als größter Drogenimporteur lediglich versuchten, ihre Probleme außerhalb der Landesgrenzen zu lösen, statt etwas gegen die stetig steigende Nachfrage nach Suchtmitteln zu unternehmen.
51 Milliarden Dollar im Jahr lassen sich die USA den Drogenkrieg kosten - angesichts von Profiten, die allein im Kokaingeschäft von der UNO für das Jahr 2009 auf 84 Milliarden geschätzt wurden, wohl zu wenig, um die Auseinandersetzung gewinnen zu können. Die Nachfrage steigt jedenfalls konstant weiter.
Steuern für Drogentransporte?
Guatemalas Präsident hob die Legalisierungsdebatte im März auf eine neue Stufe: Der Ex-General Otto Perez Molina spann offen den Gedankengang, dass Drogentransitländer für Transporte Steuern kassieren und diese Einnahmen dann für Therapien oder Suchtprävention verwenden könnten. Bei seinem Amtsantritt hatte Perez noch angekündigt, "mit eiserner Faust" gegen Drogenschmuggler vorgehen zu wollen. Grund für seinen Sinneswandel dürfte die Gewalteskalation in dem kleinen mittelamerikanischen Staat sein: Die Mordrate ist mittlerweile auf 41 pro 100.000 Einwohner gestiegen, was Platz acht auf der offiziellen UNO-Liste bedeutet.
Uruguays Regierung hat kürzlich einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Anbau und Vertrieb von Marihuana legalisieren soll, Kolumbiens Höchstgericht unterstützt das Ansinnen der Regierung, den Besitz von 20 Gramm Hanfkraut oder einem Gramm Kokain zu erlauben, Argentinien und Venezuela setzen auf Rehabilitation statt Strafe, und in Peru entscheidet das Gericht, was eine "geringe Menge" ist.
Die ungeliebte Debatte verfolgt Obama sogar bis nach Washington: Der mexikanische Dichter Javier Sicilia, dessen Sohn Juan im März bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden getötet wurde, zieht derzeit mit seiner "Friedenskarawane für Gerechtigkeit und Würde" durch die USA und will Mitte September in der Hauptstadt ankommen. (Bert Eder, derStandard.at, 22.8.2012)
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seine witzige gesundheitsreform, die so nie kommen wird. lateinamerika, vorderasien und europa sind verloren, darum konzentriert er sich auf den pazifik, wo er kein leiberl hat, aber sich mit einem haufen opportunistischer schwellenländer und leiberloser herumschlagen kann
aber eins läuft wie geschmiert: die staatsverschuldung
in 286 tagen macht er eine satte billion dollar schulden. im nov. 2011 warens 15, heute die 16.
wenns so weitergeht (und das muss es ja):
$17 trillion on June 10, 2013;
$18 trillion on March 23, 2014;
$19 trillion on January 3, 2015; and
$20 trillion on October 16, 2015
http://www.zerohedge.com/news/16oo... oooooobama
danke obäumchen, die show war toll. die andern wären noch blöder. wie bei uns.
"...verabschiedete der Gipfel eine Erklärung, dass zu zukünftigen Treffen Kuba eingeladen werden müsse, was die USA mit allen Mitteln zu verhindern versuchen."
"Like".
Ja das dumme kleine Kuba, dessen Gesundheitssystem besser funktioniert (und exisitert) als der Witz in den USA.
D.
Er hat das US-Gesundheitssystem aufgepeppelt usw., das mag schon stimmen und das ist auch sicher gut so für die einfachen Bürger.
Wenn man ständig auf den "Vorhof" p...t, wird es irgendwann einmal für einen selber auch stinkig.
Lateinamerika, das ist gleichbedeutend mit einem halben Jahrhundert amerikanischem Interventionismus der übelsten Sorte.
Und neben den oben erwähnten positiven Eigenschaften der Obama-Administration, ist das wohl die einzig richtige "change", nämlich jene von fremden Regierungen.
Eindeutig der ehrlichste US-Präsident in diesem Fall, immerhin hat er das schon in seiner Wahlkampagne beworben.
Ich denke Lateinamerika ist enttäuscht weil Obama mit hohen Vorschussloorbeeren bedacht wurde (siehe in anderem Zusammenhang: Friedensnobelpreis), er aber danach aussenpolitisch relativ wenig Neues gebracht hat.
Mit anderen Worten, ich sehe keinen grossartigen Plan der USA für Lateinamerika ausserhalb der Drogenproblematik (und da ist auch wenig Neues oder Innovatives) und daher sind dann auch treue Verbündete wie Kolumbien relativ enttäuscht.
Ich sehe Brasilien als Nutzniesser dieser fehlenden Lateinamerikapolitik der USA weil so ihr Erstarken in der Region auf wenig Widerstand bzw. Reibung stösst, Amerika tut nichts im Subkontinent, Europa ist mit sich selbst beschäftigt, Asien steigt auch nicht voll ein, leichtes Spiel für Brasilien..
wurde 1990 schon wieder umbenannt und heißt jetzt Chiquita Brands International.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chiq... ernational
"Am 6. Dezember 1928 wurden viele Arbeiter (wahrscheinlich 1000) der Firma von Militärtruppen in Ciénaga (Kolumbien) ermordet. Die Arbeiter demonstrierten gegen die schlechten Arbeitsbedingungen."
"Bis 1985 befand sich der Hauptsitz der UFC in Guatemala. Der Konzern betrieb Plantagen, die Post, die Eisenbahn sowie den einzigen Karibikhafen."
"Die UFC protestierte daraufhin beim amerikanischen Außenministerium und forderte unter dem Vorwand, die neue Regierung [J. Arbenz| sei kommunistisch, deren Sturz. Der damalige Außenminister der USA, John Foster Dulles (der früher als Anwalt bei UFC arbeitete),"
"... sowie sein Bruder Allen Dulles, Chef der CIA, leiteten dann am 16. Juni 1954 mittels einer Söldnertruppe von nur 400 Mann um den Exil-Guatemalteken Castillo Armas den Sturz der guatemaltekischen Regierung ein (Operation PBSUCCESS). Als Präsident Arbenz endgültig die Kontrolle über sein Land verlor, trat er am 27. Juni 1954 zurück und überließ Castillo Armas das Amt. Als eine der ersten Amtshandlungen gab er der UFC das enteignete Land zurück und strich sämtliche Arbeitnehmerschutzgesetze. Es folgte eine fast 40 Jahre andauernde, von der CIA unterstützte Militärdiktatur, die vermutlich über 100.000 Todesopfer forderte..."
"... auch in anderen mittelamerikanischen Ländern..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Chiq... ernational
Wie blöd, die geben 51milliardem , das muss man sich mal auf der zunge zrgehen lassen, für drogen bekämpfung aus, . . . Während sie damit geld verdienen könnten, die leute nehem sowieso drogen ohne ende, legal alkohol, pharmadrogen,
Warum nichtw den rest kontrolliert verkaufen, das bringt gewinn?
W
Obams feinde sind einfach waffenlobby, Cocain und crackköpfe ind der wallstreet & pharmaindustrie, erligiöse fanatiker und ander veruckteN
nicht mehr der Hinterhof der USA sein. Viele Menschen aus Lateinamerika mit denen ich gesprochen habe, argumentieren mit der kolonialen Arroganz mit der sich die USA in den lateinamerikanischen Ländern bewegt hat.
Ich glaube nicht, daß Lateinamerika erst Obama entgleitet.
Der neue Hinterhof wird Europa, da gehorsamer.
Südamerikanische Staaten, die Drogen legalisieren , werden zu Schurkenstaaten erklärt, zum Übel des stetig steigenden Drogenkonsums in den USA. Dieser neuen Bedrohung wird man den Krieg erklären.
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