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vergrößern 800x500An der Traisen sammelt sich rund um eine braune Brühe allerhand Müll. Auf den Wiesen sieht es nicht besser aus.
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vergrößern 800x500St. Pölten - Der Gestank, der in der schwülen Luft hängt, ist fast nicht auszuhalten. Abgestandenes Bier, Urin, Kot, Plastik, vergammelte Wurst und schimmliges Brot - welcher Duft die olfaktorische Wahrnehmung beherrscht, lässt sich beim besten Willen nicht ausmachen.
Das Frequency-Festival 2012 in St. Pölten ist seit Sonntag frühmorgens Geschichte. Die laut Veranstalter 160.000 Festivalbesucher und Camper sind längst abgereist. Was zurückgeblieben ist, sind die Gerüche - und rund 250 Tonnen Müll. Die Mülltrupps kämpfen sich wacker voran. Doch was sich da bei einem Lokalaugenschein am Dienstagnachmittag noch finden lässt, übertrifft die verrücktesten Erwartungen.
Müsste man die zerdrückten Bierdosen auf dem ehemaligen Campingareal und im Fluss Traisen zählen, man käme wohl auf eine Million. Dazu Campingstühle, Zelte, Polster und Kinderplantschbecken. Zerstörte Glas- und PET-Flaschen, Zeltstangen, CD-Player, Essensreste und allerhand von Marketingfirmen ausgeteiltes Zeugs wie Plastikhände oder Kondome.
Peter Leder aus Wilhelmsburg bei St. Pölten kennt dieses Bild des Grauens schon aus den vergangenen Jahren. Mit seinem Rad bleibt er inmitten der Müllberge links und rechts des Fahrradweges entlang der Traisen stehen. "Die Verschmutzung ist schon ein Wahnsinn", sagt er dem Standard. "Dabei haben die Veranstalter gesagt, dass sie diesmal Müllsheriffs einsetzen wollen." Heuer, sagt er, sind die Reinigungstrupps flotter unterwegs als in den vergangenen Jahren. "2011 war's nach 14 Tagen relativ sauber." Als Aufräumer der beauftragten Firma Neo Clean sind in St. Pölten übrigens großteils Ausländer beschäftigt.
Die Hinterlassenschaft der Camper regt auch Frau Blauen steiner auf. "Der Gestank ist bis in meinen Garten hinein zu riechen", sagt die Anrainerin, die ihren Vornamen nicht in der Zeitung lesen will. Ihr Blick schweift zur Traisen, wo in einer braunen Brühe nahe eines Holzdamms ein Campingsessel, Bierdosen, ein Polster, PET-Flaschen, Duschgel, Haarshampoo und Flipflops neben Fischen schwimmen. Und das, obwohl Veranstalter Musicnet Säcke und zahlreiche Müllcontainer für die Festival-Camper zur Verfügung gestellt hat. "Es ist traurig, wie der Fluss und die Wiesen verschmutzt wurden. Einen in der Traisen gefangenen Fisch werde ich sicher nicht essen."
Auch Frau Blauensteiner kann über das Engagement der Reinigungskräfte nichts Negatives berichten. Der ganze Dreck wird freilich nicht entdeckt. "Nach dem vergangenen Festival hab' ich ein halbes Jahr später einen Schlafsack unter Bäumen gefunden. Bevor das Festival hierher gekommen ist, habe ich im Grünen gewohnt. Das trau ich mich jetzt nicht mehr zu sagen."
Die Stadt würde auch im nächsten Jahr das Frequency gerne in St. Pölten sehen. "Das ist ein Image- und Wirtschaftsfaktor, der nicht zu unterschätzen ist", sagt Martin Koutny, der Leiter des Medienservice St. Pölten. Umweltbedenken wegen des Mülls gebe es. "Seitens der Behörden sind aber alle Auflagen erfüllt."
Musicnet-Geschäftsführer Harry Jenner ist mit dem heißen Frequency 2012 "wirtschaftlich sehr zufrieden". In St. Pölten schaut es derzeit aus "wie nach jedem anderen Festival weltweit auch". Zehn Tage haben die Putztrupps laut Vertrag Zeit, den Müll einzusammeln, bis zu 100 Personen sind damit beschäftigt. Eine Ölsperre unterhalb der Traisen wurde errichtet, um die Verunreinigung abzusaugen, eigene Neopren-Taucher werden noch im Fluss nach Müll fischen. "Dann ist alles zu 99 Prozent wieder sauber."
Noch lohnt sich aber der Besuch in dem Areal, in dem ein Teil der 160.000 Besucher Tonnen an Müll in die Wiesen und in den Fluss geschmissen und vier Tage lang freiwillig selbst im Gestank gelebt hat. Diese Freilichtausstellung in St. Pölten ist noch knapp eine Woche zu besuchen. (David Krutzler, DER STANDARD, 22.8.2012)
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man merkt sofort, dass ihr noch nie dort wart. Wenn man auf so einem festival ist, geht es nicht um Politik! und keinesfalls will ein Grüner mit Absicht irgendetwas beschmutzen!
Wenn so viele Menschen für drei Tage Party machen und das am selben Ort dann siehts eben so aus. Wenn man das ändern möchte muss man eben einen Umweltbeitrag um 20 Euro oder so einführen, dann wird alles gewissenhafter!!! und wenn jemand dabei ist, der motiviert zum aufräumen ist, kann ich nur sagen dass es einer Sisiphosarbeit gleicht; es wird einfach niemals besser! Also gebens diese auch sehr schnell wieder auf!
Interessanterweise schaut es auf den Wiesen beim Donaukanal nach "gemütlichen" Abenden auch nicht anders aus - natürlich in kleinerem Maßstab. Traurig, dass es viele nicht schaffen, ihr mitgebrachtes Zeugs zumindest wieder in ein Sackerl zu packen und Richtung Mistkübel zu tragen oder echt zu entsorgen.
auf der donauinsel sind die mistküblen täglich überfüllt - besonders bei den grillplätzen müssten 3 mal so viele stehen.
dort versuchen die menschen möglichst viel in und um die mistküblen zu schmeissen. irgendwann wird es sinnlos und das zeug bleibt einfach liegen.
natürlich könnte man 500 meter zum nächsten leeren gehen, aber hand aufs herz, wer würde das machen? angetrunken um 3:00!
es sind 3 probleme die hier aufeinander stossen:
- die bequemlichkeit/dummheit der menschen
- die wegwerf konsumgesellschaft
- schlechte planung der miststätten
punkt 1 wird man nicht von heute auf morgen ändern können, daher sollte man bei 2 und 3 etwas ändern
in meiner schulzeit wurden damals die dose und die plastikflasche eingeführt und die pfandflasche damit mehr oder weniger abgeschafft; ich habe mir schon damals (im alter von 11 oder 12 jahren) geschworen niemals ein (1) dosengetränk zu kaufen und auch (2) aus keiner dose zu trinken; punkt (1) habe ich eingehalten, punkt (2) bisher nur gezählte dreimal nicht.
Wer geht auf diese Feste. Kein sozial konservativ denkender Jugendlicher oder anderwertige Mensch. Auch kein Burschenschafter. Es sind linkserzogene Rotzlöffel auf deren Wählerstimmen Gucci Evas Partei zählt. Traurig aber wahr. grüne verschandeln, verschmutzen und zerstören unsere schöne geliebte Umwelt
na klar, war ja nur eine Frager der Zeit bis soetwas kommen muss. 160 000 Öko-Freaks verwüsten St. Pölten. Was hören dann, laut deiner Logik, die Kids von den Burschenschaften und dergleichen. Störkraft und deutsches Volkslied?
Leider nein. Auch Burschenschafter, ganze Ortsgruppen der Landjugend, Wirtschaftsanwälte im 2. Frühling - alles schon da gewesen. Raiffeisen ist immer noch ein großer Sponsor. Zipfer auch. Auch Skinheadgangs aus Mecklenburg sieht man hin und wieder, aber die arbeiten dort als Securities. Musik ist eben universell, sogar Konsi Ryan steht auf RATM.
ich denke, dass das Publikum am FQ ziemlich bunt gemischt ist, aber Sie haben dort wohl soziologische Feldforschung betrieben und wissen es besser.
Hätte der Veranstalter dafür gesorgt, dass auch den Campingplätzen Müllcontainer stehen, hätte sich das Chaos wohl auch in Grenzen gehalten.
Schönen Abend!
hab zwar schon einiges gepostet, aber noch ein paar grundsätzliche fragen/antworten:
wo spuckts du deinen kaugummi hin (wenn man ihn nicht schluckt), wenn man der strasse entlang geht?
und wo spuckt man ihn hin, wenn direkt vor einem ein müllcontainer ist?
somit eine ganz einfache sache, warum links und rechts überall müll herum liegt. geschätze 3 mülltonnen hab ich gesehen!!
und die rückgabestelle ist beim haupteingang, sehr intelligent. bringt gar nix der müllpfand
leiten von diesen Subjekten nun das Recht für Hundehalter ab, wieder mit ihren unnützen Viechern die Stadt in eine Kloake zu verwandeln? So nach dem Motto, wenn ein paar angesoffene Jugendliche im Glatzenland durchdrehen, dürfen auch wir Hundehalter im urbanen Raum weiter unserem unzivilisatorischer Hobby nachgehen.
Um Missverständnisse gleich im Keim zu ersticken: Habe nichts gegen Tiere, nur gegen Tierhaltung in der Stadt. Und hier muss man halt die Verantwortung vom Halter und nicht vom Tier einfordern – obwohl ich mittlerweile geneigt bin zu glauben, dass die Tiere intelligenter sind als ihre Halter.
und es sei ihnen gesagt, dass es Hundebesitzer gibt, die sogar im Wald die Kacke wegräumen, aus Rücksicht auf die Wanderer. einfach, weil es so ist, dass man Rücksicht nimmt. Egal wo und wie. Und wenn ich sehe, dass die Besucher dieses Festivals sich einen Dreck d´rum scheren, wer ihren Mist wegräumen soll, oder ob sich evtl. an den Scherben jemand verletzen könnte, dann KOTZT mich das schlicht und ergreifend an.
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