Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 421x500Wien - Wird in Österreich E10 - Benzin mit zehn Prozent Ethanol-Anteil, produziert aus Getreide, Mais und Zuckerrüben - eingeführt, dann kommt dem Agrana-Werk im niederösterreichischen Pischelsdorf eine zentrale Rolle zu. In der Ackerfrucht-Raffinerie wird das Ethanol produziert, dass dann in Schwechat zu E10 gemischt wird. Die Rohstoffe dafür kommen laut Agrana aus Österreich und den benachbarten Ländern. Neben Ethanol fällt bei der Produktion auch Eiweißfuttermittel an, das nach Agrana-Angaben rund ein Drittel der heutigen Sojaimporte aus Südamerika für die Tierfütterung ersetzt.
In Österreich stehen außer der ÖVP alle Parteien E10 skeptisch gegenüber. Als letzte hat sich am Mittwoch die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig dagegen ausgesprochen. Angesichts der Getreidepreise müsse Österreich aus dem Projekt aussteigen. Dass ein Fünftel der Getreideernte in die Energieproduktion fließe, während viele Menschen unter Hunger leiden, "geht nicht". Außerdem forderte Glawischnig ein europaweites Moratorium zu dem Thema.
Ethanol wird durch alkoholische Gärung und anschließende Destillation und Absolutierung (zu 99 prozentigem Alkohol) aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Dafür kommen stärke-, zucker- und zellulosehaltige Pflanzen infrage. Ausgangsstoff sind die in den Pflanzen enthaltenen Kohlenhydrate (Zucker), aus denen mit Hilfe von Enzymen und Hefepilzen Alkohol entsteht. Der Gärprozess ist abgeschlossen, wenn der Zucker verbraucht oder eine maximale Alkoholkonzentration erreicht ist. Der entstehende Ethylalkohol (chemische Formel: CH3CH2OH) wird durch Destillation abgetrennt, so der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie.
Um den Alkohol als Treibstoff verwenden zu können, folgt anschließend die Absolutierung. Dabei wird dem Alkohol Wasser entzogen, so dass am Ende Bioethanol mit einem Reinheitsgrad von über 99 Prozent entsteht. Dabei fällt als Destillationsrückstand die "Schlempe" an. Sie findet hauptsächlich als eiweißhaltiges Futtermittel Verwendung, kann aber auch direkt als Substrat in Biogasanlagen eingesetzt werden.
Das Agrana-Werk in Pischelsdorf wird per Schiff, Bahn und Lkw beliefert und stellt das Ethanol nach Schwechat mittels Bahnkesselwaggons zu. Gearbeitet wird mit der Trockenvermahlungstechnologie. Bedarfsentsprechend werden die Rohstoffe in Hammermühlen gemahlen und kommen dann in die Einmaischung, wo Wasser, Enzyme und Nährstoffe zugesetzt werden.
Im ersten Schritt, der Verflüssigung, werden die Stärkemoleküle, bestehend aus langen Glukoseketten, in kurze Fragmente zerlegt. Anschließend wird die verflüssigte Maische abgekühlt und der Fermentation zugeführt.
Im zweiten Schritt, der gleichzeitigen Verzuckerung und Fermentation, dienen die einzelnen Glukosemoleküle der zugesetzten Hefe als Nährboden, die unter Luftabschluss Bioethanol produziert. Nachdem dieser Prozess abgeschlossen ist, wird mittels Destillation der Alkohol durch Erhitzung aus der vergorenen Maische abgetrennt. Das biogene CO2 aus der Fermentation wird gereinigt, verflüssigt und für industrielle Anwendungen verfügbar gemacht.
Da mittels Destillation nur ein Alkoholgehalt von maximal 96,4 Prozent erreicht werden kann, erfolgt noch eine Restwasserentfernung mit Hilfe von Molekularfiltern. Der so gewonnene "absolute" Alkohol wird abgekühlt und in Tanks gelagert. Von diesem Zwischenlager wird das Bioethanol mit Bahnkesselwaggons an die Mineralölindustrie geliefert, so die Agrana. (APA, 22.8.2012)
Brüssel will den Einsatz von Agrosprit begrenzen Die Pläne sorgen für mächtigen Ärger am deutschen Sektor
Wiener-Stadtwerke-Manager Marc Hall und Josche Muth vom Dachverband für erneuerbare Energien über den Weg zur Energiewende
Die EU hat einen neuen Vorschlag vorgelegt: Wettbewerb mit Nahrungsproduktion soll künftig möglichst vermieden werden
zu einer koppelung der lebensmittelpreise an die energiepreise führt ist er aufs schärfste abzulehnen!
nur warum wundert mich nicht dass einzig die övp nichts gegen den biosprit einzuwenden hat? kann doch nicht sein, dass die agrana grossteils der raiffeisenbank gehört und diese eng mit den schwarzen verbandelt ist oder?
besser:
http://www.youtube.com/watch?v=H... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=DWc1vpXAnRk
aber leider, mangels erzielbaren profit für die allesbeherrschenden konzerne, ebenso unerwünscht wie sämtliche ansätze zu echten energiealternativen
Du postest zuverlässig immer die Links von Betrügern, Esoterik-Spinnern, und gelegentlich durchgeknallten Bräunlingen.
In diesem Fall hast du dir als Quelle für eine Diskussion um Kraftstoffe ausgerechnet den scheinbaren "Lichtenergetiker" und Engelsgläubigen Peter Fitzek und seine Truppe ausgesucht, dessen Sekte lauf Website Deutschland übernehmen will und schon mal Sektenangehörige zum "Staatsbesuch" nach Uruguay schickt ... LOL
http://www.neudeutschland.org/index.php... matie.html
Man sollte nich allem blind vertrauen. Kameras sind billig, das entsprechende Auftreten lernt man leicht, und Blender und Betrüger sind in allen möglichen Formen unterwegs.
Die als Ausgangsstoff verwendeten Kunststoffe kommen aus der Petrochemie, werden halt 2 mal verwendet. Als Plastiksackerl und als Treibstoff. Wenn der Kunststoffmüll im Restmüll landet erspart man sich in der Müllverbrennung das zufeuern der entsprechenden Mengen Heizöl.
ich weiß, um ausreden warum etwas nicht geht sind wir selten verlegen - eine weitere alternative:
http://www.youtube.com/watch?v=H... re=related
und mit solchen oder ähnlichen ansätzen könnt ich dich den ganzen tag zukleistern....
Und genau das stimmt (im Moment noch) nicht! Es gibt noch kein Verfahren das im technischen Maßstab Ethanol aus Zellulose gewinnt. Das hat 2 Gründe: 1. ist die Beta 1,4 glycosidische Bindung der Zellulose ungleich schwerer zu spalten als die alpha glycosidische Bindung der Stärke. 2. Zellulose enthält Pentosen und Hexosen. Die standardmäßig verwendeten Saccharomyces cerevisiae Stämme können nur Hexosen in Ethanol vergären. Gäbe es einen wirtschaftlichen Weg Zellulose zu Biotehanol zu verarbeiten würde man keine stärkehaltigen Nahrungsmittel verwenden sondern Holzreste, Stroh, Gras, ... und es gäbe keine Konkurrenz Nahrungsmittel/Bioethanol. Bei einem derart sensiblen Thema hätte die APA ein wenig recherchieren können!
Es wäre auch toll, einmal zu beschreiben, wie MAIS bei uns angebaut wird, weil bei dem Dünger- und Spritzmitteleinsatz ist nichts mehr ökologisch und CO2 frei.
Das ist auch nicht mehr Landwirtschaft Marke Bergbauer (linie ÖVP) sondern das ist Agraindustrie mit extrem starken wirtschaftlichen Interessen. Und hier steht dann vielleicht eine Bank die auch den Vertrieb der Spritz- und Düngermittel durchführt.
Wenn jetzt mehr und mehr Mais angebaut wird, entstehen MONOKULTUREN, die eher einer grünen Wüste gleichen.
ich frage mich halt,in welchem Interesse da die ÖVP aggiert....
Wobei natürlich die verwendeten Produkte leider einen direkten Einfluss auf den Lebensmittelmarkt haben. Mich würde mal interessieren welche Güte die eingesetzten Produkte haben müssen. Wäre es auch machbar mit minderer Qualität(für Lebensmittel ungeeignet), diese Verfahren zu betreiben.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.