Pussy-Riot-Schwerpunkt auf ORF III

"Kunstraum" und "Kultur heute" widmen sich der kremlkritischen Künstlerinnengruppe

Wien - Der Informations- und Kultur-Spartenkanal ORF III will ein Zeichen gegen die Unterdrückung der Meinungs- und Kunstfreiheit und die gewaltsame Verbannung der Kunst aus der politischen Sphäre setzen und widmet der in Russland verurteilten Kreml-kritischen Punkband Pussy Riot am Freitag einen Programmschwerpunkt. Im Rahmen der Programmleiste "Kunstraum" werden über den ganzen Tag verteilt Videos der Frauengruppe ausgestrahlt.

Wie der ORF am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte soll unter anderem jenes Video der inkriminierten Protest-Kunst-Aktion vom 21. Februar gezeigt werden, mit dem Jekaterina Samuzewitsch, Nadeschda Tolokonnikowa, Maria Aljochina sowie zwei weitere Protagonistinnen mit kritischer, lauter Stimme die Aufmerksamkeit in der Erlöserkirche auf sich zogen. Andere Mitschnitte von Auftritten der jungen Frauen wagen sich an tabuisierte Themen wie Alkoholmissbrauch, die korrupte Regierung und die radikale Beschneidung von persönlichen Rechten und Freiheiten in Russland und rufen explizit zum demokratischen Widerstand auf.

Um 20.00 Uhr wird sich eine "Kultur Heute"-Schwerpunktsendung mit der Situation von Kunst und Kultur in Wladimir Putins Russland beschäftigen. Zu Gast im Studio ist Markus Müller, ORF-Korrespondent in Moskau, um mit Ani Gülgün-Mayr über das Urteil und die künstlerische Freiheit in Russland zu sprechen. (APA,. 22.8.2012)

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