Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Die Abschlussworte beider Parteien wurden angehört. Jetzt entscheidet die Jury
Der Patentprozess zwischen Samsung und Apple geht in die finale Phase. Am Dienstag haben die Anwälte beider Unternehmen ihre Schlussplädoyers gehalten. Die gegenseitigen Vorwürfe des Ideen-Diebstahls werden nun den neun Geschworenen in die Hände gegeben. Ein Urteil ist in einigen Tagen bis Wochen zu erwarten.
Den von The Next Web als "Blockbuster" bezeichneten Prozess zeichnen nicht nur gegenseitige Vorwürfe, sondern auch aggressive Schlussplädoyers aus. Live vor Ort während des gesamten Prozesses war John Paczkowski von AllThingsD. Apple hatte als erster die Möglichkeit seine Abschlussworte an die Jury und das Gericht zu richten.
Apples Anwalt Harold McElhinny begann seine Rede mit dem Verweis auf die Chronologie der Geschehnisse. Wer die Wahrheit sehen will, so McElhinny, müsse sich die Chronologie ansehen. Die Anspielung gilt einem Bild, das Apple dem Gericht vorlegte und Samsungs Handys vor und nach dem iPhone zeigt. Der Anwalt ließ auch andere Beweise Revue passieren: Ein internes Samsung-Dokument, das aufgrund einer von Samsung "Design-Krise" für die Entwicklung zukünftiger Samsung-Geräte herangezogen wurde und detaillierte Vergleiche mit Apples iPhone zeigt. Samsung habe eindeutig kopiert, so McElhinny. "Wie wissen wir das? Wir wissen es aus Samsungs eigenen Dokumenten. Wir können sehen, wie sie es gemacht haben."
Weiters sagt McElhinny in seinem Statement, dass Samsungs Führung am Erfolg des iPhones mitverdienen wollte und zeigte weitere interne Samsung-Dokumente, in denen Samsung darüber diskutiert, wie man sich dem iPhone am besten annähern könnte, was zur Entwicklung des Galaxy S führte. "Samsung hat erreicht, was es wollte", so McElhinny. Auf Anfragen an Samsung seitens Apple und Einladungen an die Führungskräfte von Samsung habe man nicht reagiert. Samsung hatte laut Apple-Anwalt die Chance sich zu verteidigen, kam aber stattdessen mit Anwälten.
Auch Samsungs Verteidigungsstrategie, Apples Patente für "zu allgemein" zu erklären, greift McElhinny an. Er meint, Samsung hätte diesbezüglich im gesamten Prozess keinen einzigen Beweis eingebracht. "Samsung war der größte Fan des iPhones und weil sie nicht damit konkurrieren konnten, haben sie es einfach kopiert", so der Anwalt. Auch die internen Dokumente bezüglich der Verwechselbarkeit von Samsungs Geräten mit denen von Apple hat McElhinny zum Schluss noch einmal ausgegraben. Samsung habe Milliarden Dollar dafür ausgegeben, Apples Design nachzuahmen und damit Verwirrung bei den Konsumenten erzeugt. "Samsung macht sich über unseren Schaden lustig, aber zwei Faktoren haben zu diesem finanziellen Schaden geführt: 22,7 Millionen verkaufte kopierte Geräte und die damit verbundenen 8,16 Milliarden Dollar Umsatz". Am Ende betonte Anwalt McElhinny nochmal, dass sogar Google Samsung vor dem Kopieren des iPhones gewarnt hat.
Weiter ging es dann mit den Abschlussworten von Samsungs Anwalt Charles Verhoeven. Diese haben mit einer Kritik an Apples Politik und dem Umgang mit dem Mitbewerb begonnen. Apple wolle seinen größten Konkurrenten davon abhalten, den Konsumenten das zu geben, was sie wollen und trägt den Wettbewerb deshalb im Gerichtssaal aus. Falls die Jury zugunsten Apples entscheidet, so Verhoeven, könnte sich der Wettbewerb in den USA dadurch verändern. Weiter meint Verhoeven, dass das Smartphone-Design einer natürlichen Evolution entspräche, ähnlich dem Fernseher. Das Design des iPhones sei nicht einzigartig, jedes Smartphone habe eine rechteckige Form. Auf Apples Argument der Verwirrung der Konsumenten entgegnet Verhoeven, dass dies unmöglich wäre.
Die Kritik an Apple ging weiter, indem Verhoeven Apples Zeugen kritisierte. Er meinte, diese wären alle von Apple bezahlt worden. Der Anwalt des südkoreanischen Unternehmens betont, dass es zwischen Samsungs und Apples Geräten keine Ähnlichkeiten gebe. Danach zählt er noch einmal die Unterschiede zwischen den Geräten auf. Über den Vorwurf des Kopierens der Icons sagt der Anwalt, dass es lediglich zwei wären, die den iOS-Icons ähnlich sehen würden - das Telefon und die Uhr. Die Evolution der Samsung-Smartphones, die Apple dem Gericht gezeigt hat, waren laut Verhoeven ein Versuch Apples die Jury zu verwirren.
Laut AllThingsDs John Paczkowski hat Samsung in seinem Schlussplädoyer wenig auf eigene Argumente gesetzt, sondern versucht Apples Zeugen zu diskreditieren und den Prozess in Frage zu stellen. "Samsung ist ein gutes Unternehmen. Es gibt kein Kopieren, keine schlechte Intention." Am Ende bezeichnete er Apples angebliche Schäden von 2,75 Milliarden US-Dollar als "lächerlich" und meinte, dass Apples Anwalt davon 1,75 Millionen US-Dollar bekommen würde.
Verhoeven wurde nach seinem Plädoyer von William Lee, einem weiteren Apple-Anwalt, dafür kritisiert, dass er nicht bei den Fakten blieb, sondern lediglich den Klienten seines Rivalen, in dem Fall Apple, angegriffen hat. Apple möchte laut Lee zwar fair konkurrieren mit Samsung, das Unternehmen sehe aber nicht ein, warum es fünf Jahre in Entwicklungszeit für ein Gerät stecken würde, das dann innerhalb von drei Monaten kopiert würde. (iw, derStandard.at, 22.8.2012)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!
Abbuchungen erfolgten von falscher Karte, Problem bei zwei Handelsketten entdeckt
Nachträglich keine missbräuchliche Verwendung der Daten festgestellt
Die Plattform interpretiert die Videos des 23-Jährigen als Coverversionen
Autoren sprechen von "ironischer Darstellung"
Netzaktivist in Spanien festgenommen - Soll für DDoS-Attacke auf Spamhaus verantwortlich sein
Angebliche Drehbuch-Abschrift von US-Dokumentation veröffentlicht
Seite tauchte auf Zensurliste auf - Behörden sprachen von "menschlichem Fehler"
Deutsche Bundesregierung bezog Stellung zum im März vorgelegten "Tallinn Manual"
Ziel: Verbesserung der Personenartikel
Strongbox soll es ermöglichen, anonym und sicher Informationen einzureichen
Deutscher Unternehmer wirft Twitter und Co. unrechtmäßige Patentnutzung vor
Im Chat verschickte https-URLs bekommen unangemeldeten Besuch von Microsoft
Umsetzung der nationalen Cyber-Security-Strategie
Die von Google vorgeschlagenen Suchwort-Ergänzungen können im Einzelfall rechtswidrig sein
Internetkommunikation soll bei Bedarf einfach "mitgeschnitten" werden können
Baupläne waren innerhalb von 48 Stunden über 100.000 Mal heruntergeladen worden
Deutscher BGH entschied, dass Autocomplete-Begriffe im Einzelfall gelöscht werden müssen
Entwickler wählten Mega zur Verbreitung, u.a. weil sie mit Gründer Dotcom sympathisieren - Update: Vorlagen entfernt
Smartphone-App informiert, welche Unternehmen und Interessensgruppen hinter einem Produkt stehen
Internetbanking betroffen - Bankchef Cernko: "Das war ein krimineller Akt, wir verfolgen das mit aller Härte"
Seit 2007 trainiert die Gruppe Computernetzwerk-Operationen in der Eifel für den Cyber-Krieg
Netzwerk schließt solche Dienste auch dann aus, wenn sie im Land der NutzerInnen legal sind
Man sollte Apple verklagen... und zwar für ihr MacBook, das sieht nämlich auch aus wie alle anderen Notebooks!
Rechteck mit abgerundeten Ecken...
so erzwingt man Monopole und verhindert Innovationen.
Ich bin kein Samsung Fanboy, aber Apple schaufelt sich deren eigenes Grab. Klar, wenn man den Untergang kommen sieht (iOS vs. Android) dann geht man noch einmal in die Offensive.
Dumm nur das ein iphone quasi ein Statussymbol geworden ist.. was wäre man denn schon ohne iphone und ohne BMW? ;)
ich bin zwar iphone user und nach dem derzeitigen stand werd ich es weiterhin bleiben. aber dennoch was sich apple hier leistet ist schier eine sauerei! das design von smartphones so derart patentieren zu lassen ist a absoluter schwei...ei!
Was soll denn samsung denn dann machen? A rundes smartphone oder wie?
Wie gesagt, derzeit bin ich von einem iphone noch überzeugt, die zusätzlichichen funktionen die a Android gerät hat, brauch ich nicht- tatsache ist aber dass Apple hier keinesfalls zu verteidigen ist- de haben anfoch nur SCHISS weil es mit den marktanteilen runtergehen wird- denn Android und samsung wird immer stärker. Wenn das neue iPhone 5 nix "besonderes" aufweisen wird können- werden kunden weiter zu android wechsln!
Und genau das hat das Gericht dann auch getan ...
http://www.fosspatents.com/2012/08/a... msung.html
erinnert mich an den streit um die ibm architektur in den 80er jahren, schon damals hat ibm etwas entscheidendes übersehen: dem endverbraucher geht es vor allem um das betriebssystem welches dinge ermöglicht, die hardware ist dabei beliebig, hauptsache billig. samsung hat mit seiner galaxyserie nicht so viel erfolg weil sie ähnlich aussehen wie die apple teile, sondern weil das darauf laufende android inzwischen einfach die coolere oberfläche hat und immer schon offener war ist als apples ios. deshalb wird sich android auch langfristig durchsetzen, egal auf welcher hardware.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.