Jolla will MeeGo mit Android-Apps auf Erfolgskurs bringen

Startup ehemaliger Nokia-Mitarbeiter setzt auf ein bestehendes Ökosystem, um MeeGo neues Leben einzuhauchen

Das finnische Startup Jolla, das sich aus ehemaligen Nokia-Mitarbeitern formiert hat, will unter anderem Android-Apps auf die mobile Plattform MeeGo bringen. Das hat Jolla-CEO Jussi Hurmola nun in einem Interview mit dem finnischen 3T Magazin bestätigt.

Erfolgsversprechend

Mithilfe des bestehenden Ökosystems der Android-Apps hoffen die Entwickler doch noch auf Erfolg für das von Nokia aufgegebene Betriebssystem. Neben Android-Apps setzt das Unternehmen auch Qt und HTML5-Anwendungen. Nokia hatte MeeGo nach nur einem Smartphone, dem N9, aufgegeben und konzentriert sich für seine Smartphones nun auf Microsofts Windows Phone. Das N9 war bei Testern und Nutzern jedoch gut angekommen. So schätzen Beobachter Jollas Vorhaben auch durchaus als erfolgsversprechend ein.

Android-Apps als Hoffnungsschimmer

Die Android-Apps sollen mithilfe des Application Compatibility Layer (ACL) von Open Mobile auf den MeeGo-Geräten zum Laufen gebracht werden. ACL unterstützt MeeGo bereits seit längerem und bietet auch Support für weitere Plattformen wie Symbian, Bada, Tizen, RIMs QNX, WebOS, Windows und Linux für den Desktop. Die Technologie gilt als Hoffnungsschimmer für kleinere Plattformen, die damit zu kämpfen haben, dass Entwickler lieber Apps für die Platzhirschen Android und iOS schreiben.

Spärliche Details

In dem Interview meint Hurmola auch, dass MeeGo eine bessere Benutzeroberfläche als Android und iOS biete. Weitere Details zu konkreten Geräten und einem Start hat Jolla bislang noch nicht bekannt gegeben. Der CEO ließ lediglich durchblicken, dass er 3,5 Zoll große Displays für klein halte. Daraus könnte man schließen, dass sich Jollas Smartphones an einem größeren Formfaktor orientieren.

"Big News" angekündigt

Offenbar will Jolla aber in absehbarer Zeit weitere Einblicke geben. In einem von GigaOm zitierten Tweet, schreibt Hurmola, dass man noch weitere Ankündigungen bezüglich der Apps habe und verspricht des weiteren "Big News" zur Plattform. (br, derStandard.at, 22.8.2012)

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