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Rund 300 Eisläufer tummeln sich am Dienstag in der Stadthalle.
Bei 35 Grad Außentemperatur ist der Anblick bizarr: Im 15. Bezirk sitzt eine Gruppe junger Menschen mit Eislaufschuhen in der prallen Sonne auf einem Parkplatz und raucht. Wie die Pinguine staksen sie danach über einen dicken Gummiteppich zurück in die Halle C der Stadthalle. Die Eishalle.
Die Temperatur drinnen verschafft augenblicklich Abkühlung von der Hitze des Spätnachmittags. Eislaufen als Alternative zum Eisessen? Es kommt gut an: "Heute sind sicher 300 Leute da", freut sich der Kassenwart.
Das Publikum in der Eishalle ist bunt gemischt: Junge Mädchen kurven über das Eis, Pärchen ziehen Hand in Hand ihre Runden, kleine Kinder machen zögerlich die ersten kleinen Schritte und werden dabei von rüstigen Senioren überholt.
So breit gefächert wie das Publikum ist auch die Bekleidung hier. "Ein Pullover und lange Hosen reichen völlig", meint Eva Schmidt. Und die 24-Jährige muss es wissen: Sie ist diesen Sommer schon zum 5. Mal hier. In der kurzen Hose wäre ihr kalt, meint sie. Viele der jungen Mädchen hier dürften das anders sehen. Sie sind in Hot Pants unterwegs. Einige kleine Kinder tragen dafür Schihosen und Helme. Besonders Ambitionierte haben einen Jogginganzug an.
Eva Schmidt trifft sich hier heute mit ihren Freunden, die - genau wie sie - von der Sommerhitze genervt sind. Ihr Freund Peter Pavlecka ist zum ersten Mal dabei. Gerade hat er sich um 6,50 Euro Schlittschuhe ausgeborgt. Eva hofft, dass auch nächstes Jahr die Eishalle wieder im Sommer geöffnet hat. Besonders, weil sie mittlerweile die meisten Eisläufer hier schon kennt: "Man sieht immer die gleichen Leute."
Ronny Krenn zum Beispiel. Auch er zieht hier fast jeden Dienstag seine Runden und versucht, damit für die Eishockey-Saison fit zu werden. Ob die platte Popmusik, mit der die Eisläufer hier in Endlosschleife beschallt werden, ihn dabei stört? "Darum fahr ich meistens mit meinem Ipod", sagt er, während er sich seine Schlittschuhe zubindet.
Dass man in Wien als Alternative zum Freibad auch in der Eishalle Abkühlung bekommen kann, hat sich mittlerweile bis nach Tirol herumgesprochen. Anita Prinoth ist momentan mit ihrer Tocher Lea in Wien auf Kurzurlaub. "Wir haben in der Zeitung über die Eishalle gelesen und dann gleich das warme Gewand ins Auto gepackt", sagt sie. Lea war bisher nur im Winter Eislaufen. "Heute bleiben wir bis zum Schluss", zeigt sich die 8-Jährige begeistert.
Auch den meisten anderen Gästen gefällt es hier. Besonders vom fairen Fahrstil der Eisläufer zeigt sich Daniel Moser, 25, beeindruckt: "Beim Rathaus ist es viel gefährlicher im Winter." Gröbere Stürze bleiben heute tatsächlich aus. Nur manchmal wird's knapp, wenn ein besonders waghalsiger Eisläufer ein bisschen zu knapp an den Ausstiegsbereich heranrast, bevor er bremst.
Auch Andreas Steinbach von der EisStadtHalle ist zufrieden mit dem Sommerbetrieb, der heuer zum ersten Mal stattgefunden hat. Er schätzt, dass bisher etwa 3000 Menschen hier waren: "Das machen wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder." (Franziska Zoidl, derStandard.at, 22.8.2012)
Wissen
Interessierte haben nächste Woche das letzte Mal Gelegenheit, das Sommereislaufen in der Stadthalle auszuprobieren. Am Dienstag, dem 28.8. öffnet die EisStadthalle, untergebracht in der Halle C, von 16 Uhr bis 19.45 Uhr ein letztes Mal ihre Pforten. Erst ab 26. Oktober ist die Eishalle dann wieder geöffnet.
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und frisches obst im winter essen. wie dekadent. da sollten wir in unseren breitengraden doch nur eingelagerte kartoffel und vielleicht noch sauerkraut essen. ok ein verschrumpelter alter apfel geht auch noch. und fleisch ist ja auch so ein böses produkt. da bauen wir lieber unseren tofu im sommer im blumenkastl vor dem fenster selbst an....
führt wieder zum artikel.
was mich interessiert, ist folgendes:
mit welcher methode wird das eis hergestellt ?
wie hoch sind die preise für miete durch vereine ?
und wie sieht die abrechnung aus ?
d.h. wird der wahrscheinliche betriebsabgang des gemeindeeigenen betriebs durch die allgemeinheit finanziert.
oder existiert für diese sparte gar keine eigene kostenstelle ?
bzw. ist dies eine zusätzliche verdeckte vereinsförderung ?
Glaubt wirklich jemand, dass diese Halle auf Gefriertemperatur runtergekühlt wird?
Ich nehme stark an, dass die Eislauffläche von unten gekühlt wird. Da wird auch nicht eine 200cm Eisschicht sein. Das wird kein gewöhnliches Leitungswasser sein.
Ist das Eis erstmal vorhanden, dann wird nicht mehr viel Energie von Nöten sein um diesen Aggregatszustand aufrecht zu halten.
Die Kritik einer Wohlstandsgesellschaft an so etwas ist scheinheiliger Mist.
Die (Umwelt-)Probleme unserer Zeit machen gewiss nicht die bösen Autos aus und schon gar nicht ein Eislaufplatz im Sommer.
Eine kleine Fabrik in China richtet mit Sicherheit um ein vielfaches mehr Schaden an.
Ich traue mich sogar wetten, dass ein Chlorbad schlechter f.d. Umwelt ist.
nun, ich würde das zwar nicht wetten, aber ein vergleich wäre mal interessant.
besonders gefällt mir dabei ein aspekt:
in wien gibt es die möglichkeit, (halbwegs) natürliche flüsse, bäche und teiche zum schwimmen zu nutzen:
donau (natürlich entlastungsgerinne), alte donau, donaukanal und lobau sind nur die grossen möglichkeiten.
aber nein, das ist uns nicht gut genug, wir müssen millionen liter wasser mit chlor vergiften und wollen einen fliessenboden beim schwimmen
natürlich ist die eishalle auch ein luxus, nur im vergleich mit anderem luxus nicht schlechter
Jeder tut tausende Dinge, die der Umwelt schaden.
Und die rein dem Vergnügen oder der Bequemlichkeit dienen.
Z.b. Eisessen
Wenn wir die Eishalle schliessen, ziehen wir das zumindest konsequent durch und schliessen alle eis salons. alle eisregale im supermarkt und klimaanlagen
seien wir weiter konsequent und schliessen jede sauna, verbieten wir heizen (ok, erfrieren soll keiner, bis 15° raumtemperatur ist es erlaubt)
Entweder machen wir es konsequent und werden einsiedler, oder wir bleiben ehrlich und realisitsch und stehen zu unserem luxus!
wenn ich vor kurzem gelesen habe, dass wir die resourcen der welt für das aktuelle jahr bereits verbraucht haben, die welt also schon wieder ins ökologische minus bringen, dann heissts ab sofort, keine kinder mehr in die welt zu setzen, das ist unverantwortlich!
man darf da nicht mehr weiterdenken, weil das "dann .... " endlos lang ist.
alle die jedoch nur ans geld scheffeln denken können dann die rundlinge aus metall fre**en!
im Winter blasse, nach abgestandenem Wasser schmeckende Tomaten zu essen, bei wolkenlosem bis bewölktem Himmel in einem klimatisierten Raum mit einem Fahrrad zu fahren, das nicht fährt, oder Plastikflaschen voll stillem Mineralwasser in Gegenden mit vorzüglichem Leitungswasser zu kaufen, wären in einer Perversions-Skala ganz oben anzusiedeln.
*kopfschüttel*
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