Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Wochenlang Temperaturen um die 30 Grad haben heuer im Sommer auch die Bierverkäufe gepusht. Das Gastgartenwetter an Augustabenden hat zumindest saisonal einen Trend unterbrochen: Momentan läuft in Österreich das Biergeschäft in der Gastronomie besser als im Lebensmittelhandel, sagt Brau-Union-Chef Markus Liebl. Knappheit bei Braugerste ortet er nach den schwachen Getreideernten noch nicht. Das werde man im Winter wissen. Allerdings stiegen die Preise für Rohstoffe und Energie deutlich.
Beobachter sehen deshalb bei allen Brauern wieder teureres Bier ins Haus stehen. "In den nächsten Monaten nicht", sagt Liebl dazu nur, bestätigt aber: "Wir müssen aber wieder neu kalkulieren".
Acht Brauereien zählen zur Brau Union Österreich. An deren Zahl und Markenauftritt werde sich nichts ändern. Mit Absatz, Umsatz und Rentabilität ist die Brau Union nach dem bisherigen Sommerverlauf durchaus zufrieden. Jenseits der 35 Grad sei es untertags zu heiß für Bier. Optimal seien 28 bis 30 Grad, berichtet Liebl. Das hatte es wochenlang, vor allem im Osten des Landes. Die Brau Union liege aktuell bis August österreichweit bei drei Prozent Verkaufsplus, leichtere Mixgetränke (Radler) legten gar um 20 Prozent zu und nähern sich der 10-Prozent-Schwelle vom Gesamtmarkt.
Nach sechs Monaten 2012 hat der zum Heineken-Konzern gehörende österreichische Marktführer (Hauptmarken: Gösser, Zipfer, Puntigamer, Schwechater) 269 Mio. Euro umgesetzt, nach 256 Mio. Euro im Jahr davor. Mit 2,2 Millionen Hektoliter lag der Inlands-Absatz auch bis Juni um 3 Prozent höher. Die Gesamtbranche in Österreich lag bei 1,4 Prozent Plus. Das Biergeschäft in Österreich sei von "extrem starkem Wettbewerb" geprägt, sagt die Brau Union.
Mit dem Absatzplus hat sich Österreich von Westeuropa und vor allem auch vom Trend in Deutschland abgekoppelt, sagte Liebl. In Deutschland ist der Bierabsatz im ersten Halbjahr 2012 abermals zurückgegangen, um 2,4 Prozent. Dort wurden die hochgesteckten Hoffnungen auf mehr Bierdurst während der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und in Polen im Juni wieder enttäuscht. Zu schlecht war die Witterung in weiten Teilen Deutschlands.
"Das Wetter ist wichtiger als eine EM", sagt Liebl. Die Brau Union (Gösser) sponsert selber im Februar 2013 die Ski-Weltmeisterschaft in Schladming. Regional sollte das den Bierabsatz ankurbeln, ansonsten ist der Event "für die Marke und fürs Image natürlich eine gute Sache", wie es heißt.
Die stark gestiegenen Agrarrohstoffpreise haben die Verarbeitung von Getreide oder Mais zu Biosprit zum neuen Reizthema gemacht. Der vor seiner Einführung in Österreich schon heftig umstrittene Benzin/Biotreibstoffmix E10 kann laut Liebl "ein wenig die Abhängigkeit von Erdöl reduzieren". Trotzdem, so findet er, solle Getreide primär für Lebensmittel reserviert sein. "Wenn es wirklich Überschüsse gibt, kann man Sprit draus machen." In eigener Sache - also beim Braugersteneinsatz - sähe er ganz gern "Waffengleichheit" in der Subventions- und Steuerpolitik.
Zum Sparkurs von Heineken in Europa meinte Liebl, "wir sparen immer". Zugleich würden mit neuen Produkten neue Konsumenten gelockt. "Wir pflegen eine Bierkultur und keine Saufkultur", so Liebl. Einem "Kirsch-Bier", das die belgische InBev traditionell braut, folgt heuer im Herbst in limitierter Auflage ein "Maronibier", dem bei der Produktion Maronimehl zugesetzt wird. Für die Ski-WM gibt es ein Extra-Dunkles. Seit Herbst 2011 stellt die Brauerei Zipf das Weizenbier Edelweiß mit neuer Brautechnologie auch in einer Alkoholfrei-Variante her. (APA, 22.8.2012)
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!
Nach einer EU-Neuregelung müssen Gastronomen ab 2014 Olivenöl in nicht nachfüllbaren Flaschen anbieten
Die EU schreibt eine solche Einrichtung ab 2015 vor. Nun startet ein vom Konsumentenschutzministerium finanzierter Testbetrieb
Gemäß einer EU-Verordnung müsste ab Juni die Mici-Produktion nach dem Traditions-Rezept eingestellt werden
Anwalt Eric Breiteneder soll laut Medien auf 95 Seiten 61 Klauseln der Lyoness-AGB zerpflücken
Diese Woche eröffnet im Shoppingcenter The Mall in Wien-Mitte die weltweit größte Filiale der deutschen Restaurantkette
Ohne Konzession sei das Geschäftsgebaren nicht seriös, so die Aufsicht. Die Anfrage sei schon längst bearbeitet, kontert das Unternehmen
Frei vom Reinheitsgebot mischen in den USA immer mehr Mini-Brauereien die Bierbranche auf
Die weltweit aktive Einkaufsgemeinschaft tischt ein Gutachten auf, dass die Rechtsansicht von Lyoness bestätigt
Die Einkaufsgemeinschaft Lyoness aus Graz beschäftigt weiter die Justiz, Konsumenten wollen Geld zurück
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.