Bier dürfte 2013 teurer werden

22. August 2012, 09:16

Schlechte Erntelage und teure Energie sind Kostentreiber. Hitze hilft Bierbrauern im August zu Mehrverkäufen

Wien - Wochenlang Temperaturen um die 30 Grad haben heuer im Sommer auch die Bierverkäufe gepusht. Das Gastgartenwetter an Augustabenden hat zumindest saisonal einen Trend unterbrochen: Momentan läuft in Österreich das Biergeschäft in der Gastronomie besser als im Lebensmittelhandel, sagt Brau-Union-Chef Markus Liebl. Knappheit bei Braugerste ortet er nach den schwachen Getreideernten noch nicht. Das werde man im Winter wissen. Allerdings stiegen die Preise für Rohstoffe und Energie deutlich.

Beobachter sehen deshalb bei allen Brauern wieder teureres Bier ins Haus stehen. "In den nächsten Monaten nicht", sagt Liebl dazu nur, bestätigt aber: "Wir müssen aber wieder neu kalkulieren".

Radler verkauft sich blendend

Acht Brauereien zählen zur Brau Union Österreich. An deren Zahl und Markenauftritt werde sich nichts ändern. Mit Absatz, Umsatz und Rentabilität ist die Brau Union nach dem bisherigen Sommerverlauf durchaus zufrieden. Jenseits der 35 Grad sei es untertags zu heiß für Bier. Optimal seien 28 bis 30 Grad, berichtet Liebl. Das hatte es wochenlang, vor allem im Osten des Landes. Die Brau Union liege aktuell bis August österreichweit bei drei Prozent Verkaufsplus, leichtere Mixgetränke (Radler) legten gar um 20 Prozent zu und nähern sich der 10-Prozent-Schwelle vom Gesamtmarkt.

Nach sechs Monaten 2012 hat der zum Heineken-Konzern gehörende österreichische Marktführer (Hauptmarken: Gösser, Zipfer, Puntigamer, Schwechater) 269 Mio. Euro umgesetzt, nach 256 Mio. Euro im Jahr davor. Mit 2,2 Millionen Hektoliter lag der Inlands-Absatz auch bis Juni um 3 Prozent höher. Die Gesamtbranche in Österreich lag bei 1,4 Prozent Plus. Das Biergeschäft in Österreich sei von "extrem starkem Wettbewerb" geprägt, sagt die Brau Union.

Wetter wichtiger als EM

Mit dem Absatzplus hat sich Österreich von Westeuropa und vor allem auch vom Trend in Deutschland abgekoppelt, sagte Liebl. In Deutschland ist der Bierabsatz im ersten Halbjahr 2012 abermals zurückgegangen, um 2,4 Prozent. Dort wurden die hochgesteckten Hoffnungen auf mehr Bierdurst während der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und in Polen im Juni wieder enttäuscht. Zu schlecht war die Witterung in weiten Teilen Deutschlands.

"Das Wetter ist wichtiger als eine EM", sagt Liebl. Die Brau Union (Gösser) sponsert selber im Februar 2013 die Ski-Weltmeisterschaft in Schladming. Regional sollte das den Bierabsatz ankurbeln, ansonsten ist der Event "für die Marke und fürs Image natürlich eine gute Sache", wie es heißt.

Maronibier kommt

Die stark gestiegenen Agrarrohstoffpreise haben die Verarbeitung von Getreide oder Mais zu Biosprit zum neuen Reizthema gemacht. Der vor seiner Einführung in Österreich schon heftig umstrittene Benzin/Biotreibstoffmix E10 kann laut Liebl "ein wenig die Abhängigkeit von Erdöl reduzieren". Trotzdem, so findet er, solle Getreide primär für Lebensmittel reserviert sein. "Wenn es wirklich Überschüsse gibt, kann man Sprit draus machen." In eigener Sache - also beim Braugersteneinsatz - sähe er ganz gern "Waffengleichheit" in der Subventions- und Steuerpolitik.

Zum Sparkurs von Heineken in Europa meinte Liebl, "wir sparen immer". Zugleich würden mit neuen Produkten neue Konsumenten gelockt. "Wir pflegen eine Bierkultur und keine Saufkultur", so Liebl. Einem "Kirsch-Bier", das die belgische InBev traditionell braut, folgt heuer im Herbst in limitierter Auflage ein "Maronibier", dem bei der Produktion Maronimehl zugesetzt wird. Für die Ski-WM gibt es ein Extra-Dunkles. Seit Herbst 2011 stellt die Brauerei Zipf das Weizenbier Edelweiß mit neuer Brautechnologie auch in einer Alkoholfrei-Variante her. (APA, 22.8.2012)

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die schlechteste nachricht?

Auch wenn ich mir damit hierzulande keine Freunde mach, das Gesöff ist sowieso viel zu billig...

Hui

schnell Vorrat ansaufen...!!!!!

.

Typisch derStandard!

Die Meldung gehört links oben platziert, aber net der depperte Waldner in Kärnten.

.

War eben in Berlin: günstigstes Bier im Supermarkt: 29c !!!

(c) Bisenz

Gspiebn hob i, oba ka Kopfweh!

Bierkartell anyone?

runter mit den Steuern!!!

könnte es 2014 wenn die erträge gut sind günstiger werden?

Versprochen!

Spinnst? Und das mein ich jetzt aber nicht persönlich.

St.Pauli, Hamburg: Kneipenpreis 0,3l = € 1,90
Alpenrepublik, Dorfwirtshaus: 0,3l = € 2,70

Lang leben die Winzer!

Ja nur, das eine ist ein Bier, und das andere nicht.

aber was anderes:
Schweizerhaus 0,5l = 4,1€
Hofbräuhaus München 1,0l = 7,2€

sicher 0,5 l im Schweizerhaus? Oder doch nur 0,4 l plus Schaum?

Das Bier wird teurer

weil wir das "Peek Beer" bereits überschritten haben und damit die Malzförderung immer teurer wird :-)

wir dürfen sicher sein

dass das alles ncihts mit Euro, Griechenlandrettung und Co zu tun hat. Inflation (die schleichende Besteuerung durch Ausmengung der Geldmenge) ist schließlich gott- nicht notenbankgemacht. Oder vielleicht doch nciht?

ganz allgemeine frage:

gibts hierzulande eigentlich irgendwas, dass 2013 BILLIGER wird???

computer, flat-tv's, allgemein elektronik, nur unwichtige dinge wie nahrung, energie, wohnraum und fortbewegung werden teurer.

Die Schmähs der Politiker vl?

Bier kaufen ist immer noch ein guter Deal, man bekommt immerhin so um die 5%. Das bietet keine Bank momentan.

Der Grund warum ich viel Bock trink.

Brauunion: Wir machen die schlechtesten Biere!

... und mit der Brau AG wurden 1/3 der österreichischen Wasserrechte an Heineken verkauft! So schaut´s aus!

Herstellungskosten für 1 Hektoliter 100 Liter Bier ca. 36 - 43€
Eine Flasche demnach max. 22 Cent

Welche Wasserrechte? Selten solchen Unsinn gelesen. Krone?

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