Rodriguez neuer Leader nach Valverde-Sturz

21. August 2012, 19:18
  • Der neue Führende: Joaquim Rodriguez.
    foto: reuters/ordonez

    Der neue Führende: Joaquim Rodriguez.

Tagessieg ging im Sprint an Australier Simon Clarke vor dem deutschen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin

Valdezcaray - Neuer Führender bei der Spanien-Radrundfahrt ist seit Dienstag Joaquim Rodriguez. Der Spanier profitierte auf der vierten Etappe von einem Missgeschick des bisherigen Spitzenreiters Alejandro Valverde, der 20 Kilometer vor der Zielankunft auf der Skistation Valdezcaray stürzte und auf Platz neun zurückfiel. Der Tagessieg ging im Sprint an den Australier Simon Clarke vor dem deutschen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin.

Rodriguez hat nun eine Sekunde Vorsprung auf den Tour-Zweiten Christopher Froome und fünf auf Alberto Contador. Letzterer hatte wie schon am Vortag auf dem finalen Anstieg attackiert, sich aber von seinen britischen und spanischen Rivalen nicht lösen können. Valverde wurde ein Sturz nach rund 130 Kilometern zum Verhängnis. Der Anfang des Jahres aus einer Dopingsperre zurückgekehrte Spanier kam just in dem Moment mit anderen Fahrern zu Fall, als Froomes Team Sky das Tempo erhöhte. Bei heftigem Seitenwind konnte Valverde den Rückstand nicht aufholen, und auch am Berg fehlte die Kraft.

Der Deutsche Martin und seine Mitstreiter hatten sich schon 3,5 Kilometer nach dem Start in Barakaldo vom Hauptfeld gelöst und auf dem geraden Tagesabschnitt in der Weinbauregion Rioja schnell einen komfortablen Vorsprung erkämpft. Gleich zu Beginn des Schlussanstiegs erhöhte der Wahl-Schweizer das Tempo und setzte sich mit Clarke von den anderen ab. Auf den Schlusskilometern setzte sich der Australier an Martins Hinterrad und feierte dann im Sprint seinen ersten Profisieg. (APA/Reuters, 21.8.2012)

Ergebnisse der Spanien-Radrundfahrt Vuelta, 4. Etappe (Barakaldo - Estacion de Valdezcaray, 160,6 km): 1. Simon Clarke (AUS) Orica 4:30:26 Std. - 2. Tony Martin (GER) Omega Pharma-Quick-Step +2 Sek. - 3. Assan Basajew (KAZ) Astana 22 - 4. Marcos Garcia (ESP) Caja Rural 55 - 5. Nicolas Roche (IRL) AG2R - 6. Linus Gerdemann (GER) RadioShack 57. Weiter: 18. Joaquim Rodriguez (ESP) Katjuscha - 21. Alberto Contador (ESP) Saxo Bank

Gesamtwertung: 1. Rodriguez 13:18:45 Std. - 2. Chris Froome (GBR) Team Sky +1 Sek. - 3. Contador 5 - 4. Bauke Mollema (NED) Rabobank 9 - 5. Robert Gesink (NED) Rabobank - 6. Rigoberto Uran (COL) Team Sky 11. Weiter: 9. Alejandro Valverde (ESP) Movistar 36

 

Froome

und Sky wollen mit der Brechstange gewinnen.
Jedes Mittel ist denen Recht. Valverde ist zwar stark aber war durch diese Aufholjagd ziemlich "gschossen"
Clean würde Froome keine Chance haben... das Team Sky ist meiner Meinung nach ein "würdiger" Nachfolger von US-Postal.:( Profiradsport wie eh und je....

Unsportlich

Also Froome ist kein Wiggo. Wiggo hat auf der Reisnageletappe der Tour das Tempo gedrosselt, BEVOR er selbst Defekt hatte. Und was macht Froome, als der Leader in einen Sturz verwickelt ist? Mannen nach vorne schicken und forcieren.
Die Ausrede, dass sie nicht wussten, dass Valverde in den Sturz verwickelt war, ist sehr unglaubwürdig. BMC und Katjusha beteiligen sich auch fröhlich an der Tempoarbeit, Contador tut zumindest nichts dagegen.
Alles in Allem sehr unsportlich. Da ist kein wirklicher Leader im Feld, nur lauter Ehrgeizler.
Ein wirklicher Leader zeigt auch mal Größe und fairen Sport.

seh ich auch so!

Froome ist einfach unsympathisch, Wiggins ein sportsmann. Ich erinnere mich noch an das olympiazeitfahren. Während Wiggins den Anstand hatte mit seinem Jubel zu warten bis Cancellara im ziel war, sas froome bereits auf "seinem" Thron und feierte. Unsympath sondergleichen...hoffentlich wird er erwischt!!!

seh

ich genauso, einfach unsportlich = Team Sky.

contador hat für solche aktionen vermutlich nicht mehr das standing im feld

Ich erinnere an die Tour 2010, als Contador angriff, als A. Schleck grad Defekt hatte.
Auch kein Heiliger, und das Kalbsschnitzel lass ich mal ganz außen vor.

Schleck hat sich verschaltet. Außerdem haben sie auf der Kopfsteinpflasteretappe vorher schon mal auf A. Schleck gewartet bzw. hat sein eigenes Team gebremst. Radrennen sind ja kein Kindergeburtstag.

Ja, Schlecht hatte sich verschaltet,

aber wusste es Contador damals? Glaube nicht. Ich meine, das ist nicht die schlimme Situation, da war Schleck selber schuld. Und die Etappe durch den Wald von Arenberg hat der große Patron Cancellara selbst gebremst.
Aber das gestern war unter aller Würde. Kindergeburtstag ist die Vuelta sicherlich keiner, aber man kann seine Kontrahenten mit fairer Fahrweise besiegen. Windkante fahren ist ja ok, wenn man da jemanden abhängt. Aber auf einen Sturz des Führenden so zu reagieren finde ich übel.

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