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Das Haus für das neue Museum für Menschenrechte in Winnipeg ist bereits fast fertig, die Eröffnung wurde auf 2014 verschoben. Kritiker zweifeln an der inhaltlichen Ausrichtung des Projekts.
Wie ein mahnend erhobener Zeigefinger reckt sich der "Tower of Hope" in die Skyline der kanadischen Metropole Winnipeg. Der Turm krönt Kanadas neues Museum für Menschenrechte - eines der großen nationalen Prestigeprojekte.
"Kanada hat in seiner Geschichte Fehler gemacht, etwa beim Umgang mit Nordamerikas Ureinwohnern. Dafür wollen wir uns entschuldigen. Gleichzeitig wollen wir zeigen, wie sehr wir verinnerlicht haben, dass der Einsatz für Menschenrechte, Humanität und Demokratie für eine fortschrittliche Zivilisation absolut unverzichtbar ist", sagt Stuart Murray, Präsident des Museums.
Die Perspektiven, die das Haus eröffnen will, sollen weit über den kanadischen Horizont hinausreichen. Geplant ist, dass neben der Geschichte der indianischen Urbevölkerung ebenso Menschheitsverbrechen wie der Holocaust thematisiert werden. Behandelt werden sollen darüber hinaus Felder wie die Geschichte der Menschenrechte, Kinder-, Frauen- und Arbeitnehmerrechte, Flucht und Migration oder Menschenhandel. Auch " Helden" des friedlichen Kampfes für Humanität und Menschenrechte, wie Nelson Mandela oder Mahatma Gandhi, werden porträtiert.
"Unrecht kann überwunden werden, und Menschenrechte sind zu erreichen. Das sollen die Besucher des Museums mitnehmen", sagt Murray. Es ist nicht zuletzt diese hehre Intention, die Kritiker auf den Plan gerufen hat. Sie befürchten, dass das inhaltliche Profil des Museums diffus und womöglich einseitig zugunsten einzelner Interessengruppen ausfallen wird. Kritisiert wird auch die eher bescheiden wirkende Anstellung von nur sieben Wissenschaftern und Experten.
Die Arbeit der wenigen Forscher könnte angesichts zahlreicher politischer Minenfelder schwierig werden. Umstritten ist etwa der Umgang mit dem Leiden und massenhaften Hungertod in der Ukraine unter der Sowjetherrschaft in den frühen 1930er-Jahren. In ähnlicher Weise wird über die Darstellung der armenischen Tragödie während des Ersten Weltkriegs diskutiert. Unklarheit herrscht ebenso zur Einordnung der Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg oder der Behandlung des Völkermords in Ruanda in den 1990er-Jahren.
Fast unlösbares Dilemma
Diese Beispiele zeigen, vor welchen Herausforderung die Kuratoren der Ausstellung stehen. Umstritten ist, welche Völkermorde und Menschenrechtsverletzungen überhaupt thematisiert werden sollen und welche nicht; wie viel Raum einzelnen Menschheitsverbrechen zugestanden werden soll; wie diese bewertet und gewichtet werden; und ob man menschliches Leid überhaupt miteinander vergleichen kann. Vor diesem Hintergrund sieht der renommierte Historiker A. Dirk Moses das Projekt in einem fast unlösbaren Dilemma: Je stärker das Museum die Erinnerung an ausgewählte Menschheitsverbrechen betone, desto größer werde der Druck von Vertretern einzelner ethnischer Gruppen, etwa ukrainischen oder armenischen Einwanderern, die ihre Geschichte im Museum repräsentiert sehen wollen.
Je mehr das Museum dem ausweiche, indem es stärker auf generelle Aspekte der Menschenrechtsthematik abziele, desto geringer werde die Bereitschaft privater Geldgeber, für das Museum zu spenden, analysierte Moses in einem Artikel für das "Journal of Genocide Research".
Der für Ende 2012 vorgesehene Termin zur Fertigstellung des Museums kann bereits nicht mehr eingehalten werden kann, jetzt wird die Eröffnung für 2014 angepeilt. Moses sieht auch dafür schwarz. Hin- und hergerissen zwischen inneren Widersprüchen und politischen Fehleinschätzungen, gleiche das Projekt "einem schlingernden Schiff". (Matthias Widder, DER STANDARD, 22.8.2012)
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ääähhh, kann das sein, dass da eher ein Mittelfinger herausragt und den Menschenrechten gezeigt wird?
"Auch " Helden" des friedlichen Kampfes für Humanität und Menschenrechte, wie Nelson Mandela oder Mahatma Gandhi"
mahatma gandhi wuerde heute mit seinen anischten (laesst sich schnell googeln) als rassist gelten und duerfte wohl in keinem westlichen land irgendein offentliches amt innehaben, von den medien wuerde er geschmaeht, je nach land koennte es fuer ihn noch schlechter kommen, gerade in england koennte er schnell im gefaengnis landen...wenn das keine bittere ironie ist
wozu? wir wiederholen die geschichte eh permanent, und das was wir aus mangelnder kenntnis für "aus der geschichte lernen" halten ist in wahrheit jenes instrument, daß diese wiederholung erst ermöglicht - jene die die geschichte festlegen benutzen selbige um den zyklus immer wieder von vorne zu beginnen.
und dennoch kennen zum beispiel vermutlich 95% der bevölkerung den unterschied zwischen deutschem und österreichischem kaisertitel nicht, oder haben etwa keine ahnung davon, dass österreich in seiner 1016jährigen (urkundlichen) geschichte 868 jahre teil eines deutschen staates/staatenbundes war, und dass daher natürlich mozart deutscher war, ebenso wie die habsburger ein deutsches fürstengeschlecht waren.
war Österreich Teil des Heiligen Römischen Reiches und der Zusatz Deutscher Nation für die deutschsprachigen Reichsteile war erst gegen Ende des Mittlealters gebräuchlich.
Deutscher als Bezeichnung war vor dem Aufkommens des Nationalismus im 19. Jahrhundert unüblich, man war Sachse, Bayer, Hesse, Holsteiner, Preusse, Salzburger usw. usf.
Ich denke mal, das Threonin gemeint hat, dass sich die Briten bei weitem nicht so abgeschieden entwickelt haben wie die australischen Ureinwohner. Ganz im Gegenteil. Der heutige Brite ist genauso eine wilde Mischung wie der durchschnittliche Österreicher.
http://www.youtube.com/watch?v=2iaPgbnSOKI
Aber "Abrigine" bedeutet doch nur Ureinwohner, und nicht "reinrassig und unvermischt".
Und es ist nun mal so, dass Genpool der Briten in einem sehr hohen Ausmaß eine genetische Kontinuität bis hin zur letzten Eiszeit aufweist:
"Miles, research fellow at the Institute of Archaeology in Oxford, England, says recent genetic and archaeological evidence puts a new perspective on the history of the British people.
"There's been a lot of arguing over the last ten years, but it's now more or less agreed that about 80 percent of Britons' genes come from hunter-gatherers who came in immediately after the Ice Age," Miles said."
http://news.nationalgeographic.com/news/2005... hgene.html
keltisch ist eine indoeuropaeische sprache, kelen kommen also als urweinwohner nicht in frage. auf den britischebn inseln hat wie im rest europas sich ein hoher anteil der nachkommen der ureinwohner bis vor etwa 30 jahren gehalten, die haben alles ueberstanden: ankunft der kelten, ankunft der roemer, ankunft der angelsachsen (die den staerksten genetischen einfluss von den neuankoemmlingen hatten), ankunft der normannen, die masseneinwandeurng der letzten jahrzehnte bereitet dieser geschichte ein ende.
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