"Man sollte mich nicht lebenslang verfolgen"

21. August 2012, 17:55
  • Susanne Pumper: "Man sollte mich nicht 
lebenslang verfolgen und verurteilen."
    foto: apa/gindl

    Susanne Pumper: "Man sollte mich nicht lebenslang verfolgen und verurteilen."

  • Clemens Grünzweig "kennt sich mit der Materie ausgezeichnet aus".
    foto: apa/gindl

    Clemens Grünzweig "kennt sich mit der Materie ausgezeichnet aus".

Die neue LCC-Präsidentin Susanne Pumper sagt zur ihrer Doping-Vergangenheit: "Das ist Jahre her"

Wien - Susanne Pumper hat am Dienstag bestätigt, dass sie Präsidentin des LCC (Lauf und ConditionsClub) im Wiener Prater ist, wie der Standard berichtet hatte. Da Pumper wegen Epo-Dopings zwei Jahre lang gesperrt war und ein neues Verfahren vor der Nada (Anti- Doping-Agentur) anhängig ist, sagt Helmut Baudis, der Generalsekretär des Leichtathletikverbands (ÖLV): "Die Optik ist schlecht. Wer Jugendliche anspricht, sollte mit Doping überhaupt nichts zu tun haben oder gehabt haben. Als Trainer und Funktionär hat man Vorbildfunktion."

"Definitiv gegen Doping"

"In unseren Vereinsstatuten steht drinnen, dass wir definitiv gegen Doping sind und gegen Doping vorgehen", betonte die 41-Jährige, die diesbezüglich auch zu ihrer eigenen Vergangenheit Stellung nahm. "Das ist Jahre her. Ich bin verurteilt worden und habe meine Dopingsperre abgesessen. Man sollte mich deswegen nicht lebenslang verfolgen und verurteilen."

Clemens Grünzweig kennt sich aus

Aufsehen erregt auch die Bestellung des Rechtsanwalts Clemens Grünzweig zum Ersatzmitglied der Nada-Rechtskommission. Grünzweig hat Pumper juristisch vertreten und nach ihrer Verurteilung in der ersten Causa die damalige Rechtskommission kritisiert. Der neue Nada-Geschäftsführer Michael Cepic hat "ein ausführliches Gespräch mit Herrn Grünzweig geführt. Er kennt sich mit der Materie ausgezeichnet aus, das war ausschlaggebend, ihn als Ersatzmitglied zu nominieren." Unvereinbarkeit wäre für Cepic nur gegeben, wenn Grünzweig noch Beziehungen zu Pumper hätte. Das wäre nicht der Fall, sie würde nun von einem anderen Anwalt vertreten. (APA/fri, DER STANDARD, 22.8.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 278
1 2 3 4 5 6 7

Bitte wer sitzt im lcc-vorstand und wie kam die wahl? zustande? Weiß das zufällig wer?

Die entscheidende "Vereinssitzung" kann nur ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Pfannl und Pumper gewesen sein (vielleicht sogar telefonisch).

Die Frechheit der Frau Pumper ist schon phänomenal (oder ist es doch etwas anderes?).

Im Artikel in
http://sport.orf.at/stories/2136723/ ist zu lesen, "die jungen Leute fühlen sich bei uns sehr wohl".

Na, genau! Ganz sicher. Aus diesem Grund haben auch vor wenigen Wochen alle Nachwuchsathleten (über 30) den Verein verlassen.

fpö:

..immer eine gsindelbagage..

s.g. frau pumper

es geht nicht um ihre person, sondern um das, wofür sie stehen. ich glaube ihnen ihre sinneswandlung - aller ehren wert. allein das zeichen, das man durch ihre präsidentschaft setzt, ist für außenstehende nicht nachvollziehbar. oder sehen sie sich oder die, die sie für das amt vorgeschlagen haben, als die einzig dafür qualifizierte person?

na, sind jetzt die Maßstäbe bei Vereinsvorständen

höher als bei politischen Spitzenämtern? Der mit dem Barolo schwenkt (Gusi), der Schweigekanzler (Schüssel), Österreichs oberster Turnlehrer (Schweitzer), der Fönkasperl (KHG) usw. usf. ... Also wirklich, Frau Pumper ist ihre Rennen selbst gelaufen und ist sportlich bis heute ihren Weg ohne große Unterstützung von Dritten gegangen. Was on allen zu Beginn genannten Leuchtturmwärtern nicht zu sagen ist.

immer wieder interessant wie schnell die law and order fraktion ihre tolerante seite entdeckt, wenn es um eigene verfehlungen geht. "das ist jahre her" ein hauch von generalentschuldigungsklausel darf dabei natürlich auch nicht fehlen

weil ich es hier shcon 2-3 mal gelesen habe und du es auch ansprichst: inwiefern ist pumpler mit der fpö in verbindung zu bringen ?

weil ich zu faul für was anderes bin - aus wikipedia:

2001 engagierte sich Pumper im Wahlkampf zur Wiener Landtagswahl für die FPÖ. Unter dem Motto "Laufen mit Helene" sollte die damalige FPÖ Spitzenkanditation Helene Partik-Pablé unterstützt werden.

danke, manchmal ist man ein bissl blind, dort hätt ich nämlich eh geschaut .

allein die Diskussion zeigt wie verlogen inzwischen unsere Gesellschaft geworden ist

Die gute Frau hat andere Sportler um deren Erfolg betrogen! Eine öffentliche Position ist immer Repräsentativ und und mit Vorbildwirkung verbunden.

Demgegenüber: Sollte es jedoch keine andere geeignete Person geben, dann sollte man auch hier nicht ein ganzes Leben lang nachtragend sein. Jeder mach einmal Fehler!

....und ihr Anwalt geht zur Nada!

Hier hat der Bock hat den Gärtner aufgefressen und sich selbst in einen Froschkönig verwandelt!

Kann den Typen bitte jemand an die Wand werfen!

na, dann dürfte es auch keine Fußballtrainer geben

die mal wegen Fouls gesperrt waren, keine Verkehrsminister, die mal zu schnell gefahren sind, keine Gesundheitsminister, die rauchen, keine Ärzte, die saufen (da wird es dann ganz knapp!),eher keine Bundeskanzler, die sich die Gunst der größten Zeitung des Landes erkaufen usw usf.

Das sind Vergleiche die hinken. Diese von dir genannten Vergleiche haben nichts mit Betrug, einer vorsätzlichen, schweren Straftat zu tun. Aber betrugsmäßiges Doping mit einem Fußballfoul, mit Rauchen oder zu schnellem Fahren zu vergleichen, scheint für manche aber durchaus akzeptabel zu sein.

Doping ist Betrug?

Warum hat es dann noch nie eine Verurteilung wegen Betrugs gegeben?

Doping ist ein Foul wie im Fußball, man bekommmt eine Strafe und das war es.
Schau mal, wie viele Medaillengewinner von London schon dopinggesperrt waren.

doping ist eine schwere straftat....achso

auf wlechem planeten leben sie?

welche sportler sind auf grund dieser SCHWEREN STRAFTAT Jahrenlang im gefängnis gesessen?

fällt hinen EINER ein?

nein?

überrascht mich jetzt aber nicht....

in frankreich und italien ist es das bereits.

es ist jedenfalls im sport betrug und wir mit 2 Jahren sperre geahndet.

zumal pumper ihre tat immer bestritten hat , also nie öffentlich gestanden hat.

Also ist es insofern schon verlgeichbar, dass man wohl auch keinen zum Verkehrsminister der vorsätzlich fahrerflucht begangen hat und eine 2 Jährige strafe abgesessen hat. Auch wenns es schon verjährt ist.

1983: Otto Wiesheu verursachte auf der Autobahn München-Nürnberg unter Alkoholeinfluss (1,75 Promille) einen schweren Verkehrsunfall

bei dem es ein Todesopfer gab.

1993 wurde Wiesheu Bayerischen Verkehrsminister.

und ? Finden wir das heute super ?

Ich nicht.

der fall ist natürlich sogar noch um einiges schlimmer als der fall pumper, heute ist sowas aber auch nicht mehr vorstellbar.

"...heute ist sowas aber auch nicht mehr vorstellbar."

spricht nicht für deine Vorstellungskraft.

Sie hat aber keine 2 Jährige Strafe "abgesessen".

Sie war 2 Jahre gesperrt. von einem Verband!

Das ist nur die halbe wahrheit.

1. BIS zu 2 Jahre MAXIMAL

das is mal sicher keine schwere straftat

2. gibts keinen sportler der bis jetzt so lange im häfn gsessen wär

stimmt!

wobei letzteres dürfte wirklich nicht sein...

Zitat Lilge:

Doping gehört sozial geächtet, das ist es hierzulande nicht. Der Umgang mit Dopern in Österreich ist in Mitteleuropa ein Spezifikum. Es wäre in Skandinavien oder Deutschland undenkbar, dass ehemalige Doper von großen Medien als Kommentatoren geholt werden. Der ehemalige Sprinter Andreas Berger, ein Hardcore-Doping-Pionier, wäre gerne Nada-Geschäftsführer geworden, weil er meinte, da braucht es jemanden, der sich wirklich auskennt. Aber nach dieser Logik müsste man zum Beispiel einen Josef Fritzl zum Justizminister machen.

Fritzl als Justizminister ist nicht sooo abwegig. Zumindest als Sektionschef für den Strafvollzug wäre er gut geeignet. Er kennt sich ja mit Sicherheitsverwahrung bestens aus. Speziell puncto Frauen- und Jugendgefängnisse hat er eine über Jahrzehnte erworbene Expertise, die ihm keiner streitig machen kann...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 278
1 2 3 4 5 6 7

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.