Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Dass ein Mordprozess gleich nach den Eröffnungsplädoyers vertagt wird, ist am Wiener Landesgericht nicht alltäglich. Am Dienstag ist das im Verfahren gegen Dridi L. aber passiert. Der Grund: Der 27-jährige Angeklagte war im Vorjahr von Frankreich nach Österreich ausgeliefert worden. Doch im Auslieferungsantrag war nur von Mord die Rede, Staatsanwalt Leopold Bien hat L. aber auch wegen Raubes vor das Geschworenengericht unter Vorsitz von Bettina Körber gebracht.
Die entschied, dass es ein sogenanntes Übergabeverfahren geben muss. Die Franzosen müssen quasi ex post entscheiden, ob sie J. auch wegen Raubes ausliefern.
Für Bien ist der aber immens wichtig - schließlich argumentiert er in seinem Eröffnungsvortrag, dass die Gier der Grund war, warum J. in der Nacht vom 14. auf den 15. September Elisabeth W. in ihrer Wohnung misshandelt und erdrosselt haben soll.
"Jetzt hat er die Chance gehabt, wirklich ins Paradies zu kommen", meint Bien in Anspielung auf eine Aussage des Angeklagten gegenüber einer Zeugin, wie sich das Verhältnis zwischen J. und W. gestaltet hat. Der Mann, der sich eine falsche Identität zugelegt hatte, hatte die getrennt lebende, wohlhabende Frau in ihrem Stammlokal kennengelernt. Er habe aktiv um sie gebuhlt, sagt Bien, sie habe ihn angesprochen, sagt Verteidiger Farid Rifaat.
Fix ist, dass sich das Paar rasch näherkam, sich am 14. September bei ihr getroffen hat und dort Sex hatte. Zwei Tage später fand W.s Pro-forma-Ehemann die 48-Jährige gefesselt, geknebelt und erdrosselt auf dem Bett liegen.
Aufgrund der Spurenlage und Handydaten ist für die Anklage klar, dass J. der Täter ist, der danach zu einem Bekannten fuhr, ihm dort Raubbeute wie Schmuck und Laptop zeigte, ehe er sich mit dem Pass seines Mitbewohners nach Nizza absetzte.
Rifaat versucht, den Verdacht in eine andere Richtung zu lenken. Sein, nicht geständiger, Mandant wäre ja dumm gewesen, "den Goldesel zu schlachten", schließlich sei die Frau großzügig gewesen. Nicht nur ihm, sondern auch der Belegschaft ihres Stammlokals gegenüber. Was die ja wohl als Gefährdung ihrer Pfründe sehen musste - und, da sich einige nicht zuordenbare DNA-Spuren in der Wohnung fanden, es somit andere Täter geben müsse. (Michael Möseneder, DER STANDARD, 22.8.2012)
Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner über Wien-Klischees und die multikulturellen Seiten der Stadt. Er erklärt warum es ohne Walzer nicht geht, er auf Gemütlichkeit aber gerne verzichten kann
Gebäude diente Obdachlosen als Unterschlupf - Schaden von mehr als 100.000 Euro
Wenn eine Wienerin und ein gebürtiger Tscheche ihre Tätigkeit als kulturresistent bezeichnen, heißt das keineswegs, dass sie dem Banausentum frönen
Verletzter 35-Jähriger von Cousin aufgefunden - Tathergang und Hintergründe noch unklar
Vier Jahre nach Antrag: Radler dürfen stadtauswärts zwischen Radweg und Busspur wählen
Beschwerden über verzögerte Verfahren, ein fehlendes Netzbetten-Register und fremde Menschen im Familiengrab
Erstmals seit 20 Jahren spielt ein Wiener Team um die Basketball-Meisterschaft. Dreh- und Angelpunkt des BC Vienna ist Stjepan Stazic, Sohn jugoslawischer Einwanderer
Es wurden Versetzungen, Disziplinarverfahren und Zulagenkürzungen eingeleitet
Nach der Kritik des roten Klubchefs Rudolf Schicker an Planungsstadträtin Maria Vassilakou holen die Grünen nun zum Gegenschlag aus
Bei "Buch-Piloten" werkeln Volksschulkinder an ihrem ersten eigenen Buch
Ende eines Symbols, das als Ort sozialistischer Jugendkultur genauso diente wie als Unterkunft für Asylwerber
Nur noch 150 Stück dieser Geigen sind erhalten
Augenzeugen berichten, von Sicherheitsleuten unter Strafandrohung vertrieben worden zu sein - Verwaltung schwächt Vorwürfe ab
Mutmaßliches Schutzgeld sei "Nachbarschaftshilfe" gewesen, sagte der Angeklagte
Das Rotlichtgeschäft hat sich in den vergangenen zwei Jahren radikal verändert, Laufhäuser und Saunaclubs boomen
Änderung soll im September in Kraft treten, ARBÖ und ÖVP begrüßen Entscheidung
Nach zehn Tagen Besetzung und mehrfachen Räumungsankündigungen mussten Aktivisten ihren solidarischen Acker am Wiener Donaufeld verlassen
Einjähriges Mädchen und zwei Erwachsene mussten ins Krankenhaus
Die Österreichische Post AG wird im dritten Wiener Bezirk ihre neue Unternehmenszentrale errichten
Die Geschworene stimmten mit sechs zu zwei Stimmen für Mord
Wiener Linien verzeichneten seit Einführung im September 2010 rund 14,2 Millionen Fahrgäste
Wurde an Übergang von Zug erfasst
In einem Altbau in Wien hausen Flüchtlinge zweiter Klasse zwischen Spanplattenwänden in winzigen Kojen
Eine 28-jährige Frau und ein 16-jähriger Bursche werden einvernommen
Laut Anfragebeantwortung wird "sukzessives" Aufsperren erwogen – Oxonitsch will sich nicht festlegen
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.