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Armin Wolf feuerte in den ORF-Sommergesprächen am Montagabend viele Fragen an Eva Glawischnig ab, von denen sie die Wichtigste ganz besonders nicht beantworten wollte/konnte. Davon in einer Minute mehr.
Aufgefallen ist etlichen Zusehern, dass die Chefin der Grünen müde, ausgepowert und defensiv wirkte. Sie blickte fast immer vor sich auf den Tisch, war vor allem damit beschäftigt, sich gegen Wolfs Fragenstakkato zu verwahren, und bekam inhaltlich wie TV-dramaturgisch fast nie Boden unter den Füßen.
Vielleicht war sie einfach erschöpft von ihrer Tour durch die Länder. Aber vielleicht ist das das Problem. Vielleicht sollten die Grünen, sollte Eva Glawischnig ihre Energie nicht in solche Show-Events stecken, sondern in eine klare, konzise Präsentation, wofür es die Grünen überhaupt gibt - und weswegen sie auch von anderen als der prototypischen "radfahrenden berufstätigen Frau mit dem iPhone"( Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner) gewählt werden sollen.
Wolf verdichtete die Fragestellung: Noch nie war die Ausgangslage für eine Oppositionspartei so gut. Die Wähler lechzen nach Alternativen. Aber wieso fährt die Rechte (FPÖ, vielleicht Stronach) die Ernte ein und die Grünen nicht?
"Beim Ausländerhass nicht mitmachen"
Eva Glawischnig hätte zugleich analytisch und prospektiv antworten können: "Erstens, lieber Herr Wolf, wissen Sie so gut wie ich, dass in Österreich eine massive rechtspopulistische Mentalität herrscht - bis in die SPÖ und ÖVP hinein, die FPÖ profitiert davon am meisten. Aber das macht uns Grüne eben aus, dass wir beim Ausländerhass nicht mitmachen und dass es die Verbindung von rechts und kriminell, die sich jetzt durch die grüne Aufdeckarbeit zeigt, bei uns nicht gibt".
"Das, Herr Wolf, ist eine gewisse Begrenzung für uns. Diese ,Protest‘-Wähler werden wir nie bekommen und wollen es auch nicht. Aber ich gebe zu, Herr Wolf, dass wir gewisse potenzielle Wählerschichten vernachlässigt haben. Wir beschränken uns auf Empörung gegen Ausländerhass, haben aber die Beschäftigung mit echten Integrationsproblemen dem ÖVP-Youngster Sebastian Kurz überlassen; wir beklagen unaufhörlich die ,soziale Kälte‘, haben aber lange die über 300.000 Ein-Personen-Unternehmer vernachlässigt, die mit Steuer, SVA und Bürokratie raufen; wir haben eine starke retrolinke ,Basis‘, aber niemanden, der potenziellen bürgerlich-liberalen Wählern erklärt, dass wir schon auch die Leistung von Selbstständigen zu schätzen wissen und jedenfalls niemand enteignen wollen. Kurz und gut, lieber Herr Wolf, ich gebe zu, dass wir es aufgeklärten Wählern schwermachen, die an der provinziellen und korrupten österreichischen ,Realverfassung‘ verzweifeln, von einer Partei aber doch auch Realitätssinn verlangen. Wir haben das erkannt und werden uns in diesem Sinn bald als ,die neuen Grünen‘ präsentieren - weil wir wissen, dass es diesmal um die Wurscht geht."
Eva Glawischnig sagte, sie fährt jetzt herum, "um den Menschen zuzuhören". Besser wäre es, "den Menschen" zu sagen, was sie von den Grünen noch erhoffen können. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 22.8.2012)
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reden wir nicht um den brei: die grünen sind eine anständige linke partei.
moderne demokratie in aller welt lebt von den antipoden links und rechts; beide sind nötig, weil sie korrektive gegen überschießende politik der anderen seite bilden. es macht wenig sinn, eine linke partei so darzustellen, als wäre sie für alle wählbar, im gegenteil, ich erwarte mir zb von den grünen, dass sie gegen ausbeutung auftreten, etwa gegen unbezahlte überstunden etc. das ist wichtig! ich erwarte mir von den grünen nicht (wie offenbar hr. rauscher), dass sie eine zentristische oder gar konservative politik machen. dazu bedürfte es einer anderen partei, einer anständigen konservativen partei....
Im Kern hat sie ein sehr herzliches Wesen-Leider wurde das doch sehr übertüncht-durch Angespanntheit& großer Müdigkeit. Zusätzlich folgte eine sehr starke Verteidigungsstellung zu kritischen Fragen,derer sie dennoch nicht wirklich Herr wurde.
z.B. das Video ihres Wagens zeigt zweifellos ein viel zu knappes Auffahren - man kann es als Drängeln bezeichnen. Das ist im Grunde viel gefählicher als 160 km/h zu fahren. Sie hätte zumindest sagen können, sie wird mit dem Fahrer ein kritisches Wort wechseln., auch wenn sie persönlich ohne Schuld ist.
Die Grünen sind wirklich nicht am Stammtisch speziell im Hacklermilieu zu finden - das ist kein KLischee.
Dennoch ist sie mir allemal lieber als die Grüne Vizebürgerm.Vassilakou.
der wuerd naemlich, Rau ausgenommen, nicht einen Konsi ins gruene Lager ziehen, dafuer aber die "retro-linke" Kernwaehlerschaft ordentlich veraergern.
Die Gruenen werden von Weltverbesserern gewaehlt, mit ethischem Anspruch an die Partei, man moechte, dass Oe fuer alle zum Besten gestaltet wird. Man nimmt in Kauf, dass das auch im Einzelfall dazu fuehren kann, dass man persoenlich mehr zahlt.
Niemand waehlt die Gruenen, oder wuerde die Gruenen waehlen, weil er sich eine billigere Pflichtversicherung fuer Ein-Personen-Gesellschaften wuenscht.
gerade bei den EPUs ist bei Grünen und Piraten viel zu holen.
Ich fürchte eher, daß die Grünen außerhalb Wiens und der "roten" Statutarstädte auch nur konservative Reaktionäre sind, antiaufklärerisch, VP-orientiert und Klientelpolitik für Haus- und Grundbesitzer erwartend, die keinen Transit und steigenden Wert ihrer Immobilie wollen.
Rot-grün vs. schwarz-blau ist aber ein Konflikt städtischer Zivilisation vs. zurückgebliebendes Land.
Solange grüne NÖ-Politikerinnen für Pendler, also Häuslbauer, eintreten, sind sie leider für viele Leute unwählbar.
Man kann nicht ökologisch sein und pendeln.
und ihre Einstellung zu der Wiener Volksbefragung ist demokratiepolitisch ein Skandal, aber den vorhergegangenen SPÖ-Befragungen würdig!
Hier haben sich zwei, den Wähler verspottenden und herablassend behandelnden, politische Partner gefunden!
So begrüssenswert Massnahmen gegen den überbordenden Individualverkehr auch sind, so verurteilenswert ist diese von der Arroganz der Macht geprägte Vorgangsweise!
also, Eure Glawi-Gretl hat außer dem Wolf auf die "Goggerln" zu gehen sich bei den Sommergesprächen als echtes Trutscherl präsentiert... Alle Achtung, die bringt Euch GrünInnen bei der nexten NR Wahl af 5-6%, jedenfalls hinterm Strohsack :)))
da stimme ich dem Fensterbären zu !!
..."wir allein wissen, was gut fuer euch ist, und eure meinung dazu ist irrelevant, ihr kleinen depperln".
"wer nicht für uns ist, ist gegen uns und ein schaedling"
"volksabstimmung ja, aber nur, wenn's uns in den kram passt".
"radfahrer haben absoluten vorrang und die fußgaenger (zb in wien die mehrheit der zunehmend alternden bevoelkerung) san wurscht."
"kfzs sind des teufels, aber wir zeigen keinerlei alternativen auf"
"pickerlzonen sind gut fuer euch und ob's euch passt, is wurscht".
"kopftuchverbot ist freiheitsbeschraenkung" (wie bitte?)
etc.pp.: DESHALB ist dieser haufen fuer einen citoyen nicht waehlbar. diese unerbittliche kompromißlosigkeit eint sie durchaus mit den braunen oder auch religioesen fanatikern.
Ich nehme an, dass Sie keine Bedenken haben, dass etwas von dem Seelendreck, den Sie so wortreich erfunden und geworfen haben, auch an Ihnen selbst kleben bleibt.
Nach ihrem vorverurteilenden Rundumschlag: Vielleicht wollen Sie auch noch ein paar konstruktive Vorschläge mitteilen?
Daß Sie den Ball aufgriff, von Herrn Wolf, hat mich verwundert. Ich hätte geantwortet: Ja, ich war auch erstaunt, habe kurz aufgeblickt und meinen Fahrer sofort angewiesen, moderat nach STVO zu fahren; und ihn hingewiesen, sollte er das ignorieren, müsse er damit rechnen, daß ich zukünftig auf seine Dienstleistung verzichten werde.
Politiker konzentrieren sich bei Fahten weniger auf das Verkehrsgeschehen, mehr auf den Inhalt ihrer Ordner und Mappen; ansonsten würden sie wohl selbst fahren.
Ob 160 oder 128 kmh, Ich sehe keine Schuld bei Frau Glawischnig.
Drängeln sollte gestraft werden, einverstanden. Wenn der Chauffeur gedreängelt hat, sollte der Beobachter diesbezüglich Anzeige stellen. Aber - hat Frau Glawischnig gedrängelt, oder war es der Chauffeur? Als Grün-Gegner hätten sie wohl gerne, daß Frau Glawischig gestraft werden soll; ist das rechte Rechtsauffassung?
Ernst Hirschmugl wie kommen Sie darauf d Frau Glawischnig nicht dem Fahrer gesagt hat: Ich bin schon spaet, druecken Sie auf die Tube!
Also, um beim Lieblingswort der Gruenen zu bleiben, zuerst gehoert einmal der Chaffeur bestraft.
Dann gehoert von Peter Pilz aufgedeckt ob Frau Glawischnig eine "Anstiftung zur Uebertretung der Strassenverkehrsordnung" begangen hat.
Gruengegner? Ich bin kein Gegner irgendwelcher Parteien die demokratisch gewaehlt wurden. Nur politischer Doppelstandard ist mir auch fremd, daher kritisiere ich, Sie koennen sich daher Ihre reflexartigen Rechte Ecke Anschuldigungen sparen, oder ist es jetzt bei den Gruenen en vogue die Opfer als Taeter zu erklaeren, nur weil sich die Opfer eine Kritik erlauben?
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