Finnischer Präsident lehnt Euro-Exit ab

21. August 2012, 17:27

"Es ist keine Lösung, aus dem Euro auszusteigen", so Sauli Niinistö. Allerdings müssten die Südeuropäer Ergebnisse bringen

Helsinki - Der finnische Präsident Sauli Niinistö hat einem Ausstieg aus der Eurozone eine Absage erteilt. "Es ist keine Lösung, aus dem Euro auszusteigen", sagte Niinistö auf dem Jahrestreffen der Botschafter in Helsinki am Dienstag. Der Staatschef legte damit nur wenige Tage nach umstrittenen Äußerungen von Außenminister Erkki Tuomioja ein Bekenntnis zur Gemeinschaftswährung ab. Tuomioja hatte vergangene Woche gesagt, Finnland müsse sich auf einen "Zerfall der Eurozone" vorbereiten.

Druck auf Südeuropäer angemessen

Niinistö unterstrich, die Europäische Union müsse alles tun, um die Krise zu meistern. Es gebe aber "keine schnelle und einfache Lösung" für die Stabilisierung des Euroraums. Finnland habe seine eigenen Geschäfte in der Krise relativ gut geführt. Deshalb sei es "nicht unangemessen, von anderen dasselbe zu verlangen", sagte der Präsident. Dabei müsse Helsinki aber "vorsichtig" sein: "Wir können es uns weder leisten, eine arrogante oder eingebildete Politik zu machen, noch zulassen, dass wir überrumpelt werden."

Bei der Kreditwürdigkeit hält Finnland als letztes Euro-Land noch bei allen drei großen Ratingagenturen die Bestnote AAA mit stabilem Ausblick. Um einer Ausweitung der Krise vorzubeugen, hatte Helsinki immer wieder stärkere Wirtschaftsreformen von südeuropäischen Mitgliedsstaaten gefordert. (APA, 21.8.2012)

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2 Postings
mal sehen..

ob er nach dem ersten downgrading noch derselben meinung ist.

Und morgen wird er vom Sauli zum Pauli und

sagt das Gegenteil!

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