Ernährungswissenschaft nimmt Bubble Tea unter die Lupe

21. August 2012, 14:18
  • Die "Bubbles" (Kügelchen aus pflanzlicher Stärke) in den Tees sind nicht unumstritten. Sie sollen zur Blockierung der Atemwege von Kleinkindern führen können.
    foto: ap/paul zinken

    Die "Bubbles" (Kügelchen aus pflanzlicher Stärke) in den Tees sind nicht unumstritten. Sie sollen zur Blockierung der Atemwege von Kleinkindern führen können.

Eine Untersuchung des umstrittenen Getränks ist in Planung - Die Rezepte sollen ernährungsphysiologisch optimiert werden

Bubble Tea ist in aller Munde: Kaum dass das asiatische Kultgetränk Österreich erobert hat, gibt es auch schon viele Kritiker, die davor warnen. Zu süß, zu gehaltvoll und die enthaltenen bunten Kügelchen können eine Erstickungsgefahr darstellen.

Unternehmerin Susanne Dreier-Phan Quoc, die den Bubble Tea nach Österreich geholt hat, will allen Zweiflern entgegentreten und hat am 21. August bei einer Pressekonferenz in Wien eine Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Akademischen Institut für Ernährungsmedizin (ÖAIE) angekündigt.

Ernährungswissenschaftliche Untersuchung

Da Bubble Tea bei den Jugendlichen so beliebt ist, wurde nun die Kooperation mit dem ÖAIE gesucht, um die Rezepte ernährungsphysiologisch zu optimieren, erklärte Ernährungsmediziner Kurt Widhalm. "Dieses Getränk wird im Rahmen eines Kults von Jugendlichen angenommen. Unsere Aufgabe ist es, dieses Produkt im Rahmen einer gesunden Ernährung einzubauen", sagte der Mediziner. Eine ernährungswissenschaftliche Untersuchung von Bubble Tea und seine Wirkung etwa auf den Blutzuckerspiegel sei in Planung.

Bei der europaweiten Studie HELENA (Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence), bei der die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten von Jugendlichen auch in Österreich untersucht worden sind, kamen nämlich besorgniserregende Zahlen zutage. Die Teenager sind übergewichtig, essen zu viel Süßes und trinken zu viel Alkohol, Gemüse und Obst kommen eher weniger auf den Speiseplan, fasste Widhalm die Daten zusammen. Besonders bedenklich: Ein bis mehrmals täglich konsumieren 27,6 Prozent der österreichischen Jugendlichen Softdrinks - EU-weit sind es 17 Prozent.

"Snack Drink mit einem leichten Sättigungseffekt"

Ziel ist es, in Zukunft die Kunden über die Inhaltsstoffe des Getränks aufzuklären. "Bubble Tea besteht zum größten Teil aus frischem Grün- oder Schwarztee, der mit Geschmackskomponenten wie Fruchtsirup verfeinert und dann mit den berühmten Toppings - Stückchen aus verschiedenen pflanzlichen Stärken - serviert wird", sagte Dreier-Phan Quoc. Alle Zutaten seien mit den europäischen Lebensmittelrichtlinien konform. "Bubble Tea ist ein Snack Drink mit einem leichten Sättigungseffekt", so die Unternehmerin von "tea-licious".

Ein seit einigen Wochen veröffentlichter Folder will auch über den viel diskutierten Kaloriengehalt informieren. So enthält ein "Fruit Tea Mango" mit "Erdbeer Juice Pearls" mit 144 Kalorien etwa so viel wie ein Glas Orangensaft. Damit liege der Kaloriengehalt deutlich unter jenem vieler Softdrinks, meint Dreier-Phan Quoc. Ein "Erdbeer Grüntee Snow" mit "Litschi Juice Pearls" mit 214 Kalorien ist einem kleinen Vanilleeis gleichzusetzen. (APA/red, 21.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 73
1 2
Einen Nachtrag trag ich trotzdem noch nach

Im Spiegel gabs einen Bericht über möglicherweise nicht soo gesunde Bubbles....
http://www.spiegel.de/gesundhei... ml#ref=rss

.

Wir hier im deutschsprachigen Raum brauchen so ein asiatisches Klump nicht.

Hierzulande trinken die Männer Bier und die Frauen Sprudel.

Wissenschaftler der RWTH-Aachen finden gleich mehrere gesundheitsgefährdende Chemikalien im Bubble Tea. Die Chemikalien stehen im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen oder Allergien auszulösen.

http://www.fr-online.de/panorama/... easer.html

so, so...

Genussmittel mit Qualitätsunterschieden

Bubbletea soll ein besonderer Genuss für Zwischendurch sein und es gibt 2 Punkte, die man beachten sollte, wenn man ihn in eine "gesunde Ernährung" einbauen will: 1. Die Wahl eines vertrauenswürdigen Anbieters wie tea-licious, der sich wirklich Mühe gibt den Kunden Qualität und guten Service zu bieten, was die meisten anderen nicht tun, und 2. zu wissen, dass man es nicht in Übermengen konsumieren sollte, da es dann, genauso wie Softdrinks, Softeis, Kuchen, Gummibärchen, Schokolade, etc. auf Dauer nicht gesund ist - und außerdem ist auch der Spaßfaktor nicht mehr so hoch, wenn man es sich zur Gewohnheit macht, jeden Tag 2 Becher zu trinken. ;-)

OK. touché. mit dem Argument Freiheit komme ich

Ihnen nicht bei. Aber was ist wenn ich jetzt die Cheeseburger als böse Bioinvasoren sehe, Neophyten sozusagen, die wie ein eingeschlepptes Superunkraut ortsansässige Arten verdrängen. Quasi Mc Donalds vs. Würstelstand und StarBucks gegen Kaffeehaus. Ist das der Lauf der Evolution, oder verdrängt hier eine Art die Andere? Was ist wenn das allerletzte Kaffeehaus zugesperrt hat? Was habe ich dann noch für eine Freiheit der Wahl?

hm

das hört sich eh gesund an. was ist daran gefährlich und wieso kann man daran ersticken? wenn man schon solche sager bringt, sollte man das auch untermauern

Wie sich die Österreicher nur ankacken, wenn einmal ein Ernährungs-Trend aus dem fernen Ausland hier Fuß fasst.

In Tokyo würdens kollabieren, da gibts alle 3 Monate neue massive Fast Food-Hypes.
Letztens waren es kleine Lokale mit konkaven Kartoffelchips und 40 verschiedenen Dips, wirklich nicht schlecht.

DREIER-PHAN QUOC

:D so musst heissen

:(

Viele sogenannte "Ernährungsexperten" verzapfen so viel Unsinn, dass es allemal besser ist, an seinen gesunden Menschenverstand zu appelieren und das Getränk so zu nehmen, wie es ist - eine Süßigkeit, die Spass macht und mit "Ernährung" im Sinn des Worten nichts zu tun hat - außer für Wichtigmacher!

Die Getränkeindustrie macht sich sorgen, und sponsort "wissenschaftliche" Untersuchungen

Sobald Sie Ihr eigenes Bubble-Tea Konkurrenzprodukt fertig hat, verschwindet die negative Publicity wieder.

Übrigens, die Getränke im Supermarkt sind nicht viel gesünder.

In "Sugar - The Bitter Truth http://www.youtube.com/watch?v=d... nniua6-oM" wird die Problematik von einem (nicht gesponserten) Experten genau analysiert.

Bubbletea

Eines stört mich.
Die Kugeln sind perfekte Blasrohrgeschosse. In Verbindung mit dem breiten Strohhalm gibt man kleinen dummen Kindern ein verdammt hohes Watschenbaumrüttelpotential in die Hand.
Bin ich froh, dass die nicht gut zielen...(der neben mir in der Ubahn war nachher relativ grantig)

"Watschenbaumrüttelpotential"

:-)

Wie schrieb ein Poster einst? Den Bubbletea gibts in sehr süß, ultrasüß und krampfanfallartig süß.

Und sowas will man in gesunde Ernährung einbauen?

>sowas will man in gesunde Ernährung einbauen?
Das ist ein Snack, eine Süssigkeit, so wie ein Riegel Schoko oder ein Eis und nicht Grundlage der Ernährung

Jepp. Nur dass man es trinkt -und die meisten es nicht wie einen Snack handhaben. So wie bei Limonaden...

... ein halbwegs normales Wassereis ist ein Snack.

Ein Magnum ist eher sowas wie "Kaffee mit 8 Zuckerwürferln drin und eine viertelte Schoko-Torte mit einem fußballgroßen Schlagobersklecks" ... :-)

*Unsere Aufgabe ist es, dieses Produkt im Rahmen einer gesunden Ernährung einzubauen", sagte der Mediziner.*

Ich habe die Lösung: Einfach so selten wie möglich konsumieren.

Wie *jede* Süssigkeit :)

:D
es kommt aufs maß an
ab und an was süsses wird nicht schaden
ab un an was gesundes wird nicht ausreichen

sich gedanken machen, was einem gut tut, macht sinn.
permenent alles danach bewerten, ob es eh ausreichend gesund ist macht kopfschmerzen.

Bin ganz bei ihnen. Dennoch hat so ein Gesöff absolut nichts mit "Gesundheit" zu tun.

nein
will es doch eigentlich auch nicht

Mir schmeckt Bubble-Tea, aber eine Zuckersteuer ist zu begrüßen

Ich würde so gerne mehr Obst, Gemüse und Pilze kaufen, aber viele Sorten sind so lächerlich überteuert, dass man sich das kaum täglich leisten kann. Mich als überzeugten Fleischesser ärgert es dass Gemüse gleich teuer wie Fleisch ist. Ich möchte mehr Gemüse und Obst zu meiner Ernährung zuführen, ich möchte Schokolade genießen, und sie nicht in mich hineinstopfen(esse irrsinnig gerne Souflees) aber man sollte sich nicht damit vollstopfen. Und eine Zuckersteuer(am besten der Industrie direkt auferlegen, für jede produzierte Einheit) würde zu einem Umdenken in der Industrie führen und damit auch zu einer Änderung des Konsumverhaltens des Kundens. Was ich nicht will, ist dass das Geld zweckungebunden dem Staat zu gute kommt

es sollte sie stoeren dass ihr fleisch so billig ist wie das gemuese!

Da bin ich ganz anderer Meinung

Ich muss sie enttäuschen, dass stört mich nicht. Fleisch und Gemüse und auch Molkereiprodukte sind Nahrungsmittel und sollten so günstig wie möglich sein. Schokolade und zuckerhaltige Limonaden oder auch überzogen nachgezuckerte Fruchtsäfte sind wider der Volksgesundheit und sollten in Maßen verzehrt werden. Und daher würde ich es begrüßen, wenn Genussmittel dem Genuss vorbehalten bleiben oder zumindest mit etwas mehr bedacht gekauft werden würden(20% Preissteigerung schmerzt niemanden der es als Genussmittel auch ansieht) würde aber richtige Lebensmittel entlasten.

tolle ansichten.

und sich dann wundern wenn moeglichst billig produziert wird.

Posting 1 bis 25 von 73
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.