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Die Online-Jobplattform Career Moves für Menschen mit Behinderung ist vor kurzem für ihre Bewusstseinsarbeit mit dem Trigos-Award ausgezeichnet wurde. Die 2009 gestartete Initiative konnte bis heute 3.000 Jobs auf der Online-Plattform anbieten, im ersten Halbjahr 2012 gab es eine Steigerung um 500 Prozent. Vertreten sind alle Wirtschaftsbereiche. "Es gibt jede Menge von Menschen mit Behinderung, die ganz Unglaubliches leisten. Wenn man sie lässt", erklärte Gregor Demblin, Co-Gründer von Career Moves und selbst Betroffener bei einer Pressekonferenz.
Eine hohe Erwerbsquote sei unverzichtbar für Lebensqualität und Wohlstand, so Sozialminister Hundstorfer in seinem Statement. Das betreffe auch die Integration von Menschen mit Behinderung in alle Lebensbereiche. Dem Bundessozialamt komme dabei eine Drehscheibenfunktion zu. Grundsätzlich gehe es angesichts der demografischen Entwicklung darum, dass die Menschen "länger gesund im Erwerbsleben bleiben", so Hundstorfer. Österreich könne es sich nicht leisten, "auf die Fähigkeiten von Menschen zu verzichten", auch wenn sie durch eine Behinderung ihren angestammten Beruf nicht mehr ausüben können oder dürfen.
Immer mehr ältere Arbeitnehmer
Dass diese Entwicklung unausweichlich ist, skizzierte Josef Kytir von der Statistik Austria: Bis 2050 sagen die Prognosen ein extremes Wachstum der Altersgruppe der über 64-jährigen voraus, während der Anteil der arbeitsfähigen Bevölkerung sinkt. Das Arbeitskräftepotenzial müsse daher besonders beachtet und gefördert werden, so Kytir. Prävention am Arbeitsplatz, altersgerechte Gestaltung von Produktionsprozessen, Flexibilisierung von Berufskarrieren seien notwendig. "Der Anteil älterer Erwerbspersonen wird von heute rund 800.000 (20 Prozent) auf 1,3 Millionen (29 Prozent) steigen", rechnete der Statistikexperte vor. Folgen dieser dramatischen Verschiebung seien, dass es in den Betrieben auch mehr Menschen mit gesundheitsbedingten Problemen und Beeinträchtigungen geben wird.
Derzeit seien die heimischen Betriebe nur zum Teil darauf eingestellt, so Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS). Während sich etwa in Deutschland schon jetzt Unternehmen intensiv mit dem Thema "ältere Arbeitskräfte" befassen, hätten österreichische Betriebe vielfach noch Nachholbedarf. Der drohende Arbeitskräftemangel könne durch eine gesteuerte Zuwanderung, durch eine Hebung der Frauenbeschäftigungsquote und Verbesserungen im Bildungssystem aufgefangen werden. "Genauso wichtig ist es aber auch, vorhandene Potenziale im Bereich Menschen mit Behinderung zu nützen." Von derzeit knapp 63.000 Menschen mit einer staatlich anerkannten Behinderung im erwerbsfähigen Alter waren 2011 9,6 Prozent beim AMS als arbeitslos gemeldet. "Natürlich seien Förderungen in diesem Zusammenhang ein Thema, aber es geht auch um Informationen, eine Bewusstmachung und ein Überwinden von Ängsten und Tabus", so Kopf. (red, derStandard.at, 21.8.2012)
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...und der Rest in den "ZWEITEN" Arbeitsmarkt abgeschoben.
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Glauben die Betreiber selbst, dass diese Jobbörse was nützt - außer den paar Leute die die Fördergelder dafür bekommen?
Eine Jobbörse muss sich wohl am Markt selbst finanzieren können und mehr bieten als zahllose Inserate einer Fastfoodkette. So bekommt man aber wenigstens schöne Zahlen für die Statistik und einen Medienbericht wegen der guten Gedanken.
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