Initiative: Abgaben auf Internetanschlüsse ein gangbares Modell

Interview |
  • Andy Baum ist einer von zahlreichen Initiatoren, die ein modernes Urheberrecht fordern.
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    foto: andybaum.at

    Andy Baum ist einer von zahlreichen Initiatoren, die ein modernes Urheberrecht fordern.

Musiker Andy Baum über die Piratenpartei und Festplattenabgabe

Die Initiative "Kunst hat Recht" fordert ein modernes Urheberrecht und eine finanzielle Absicherung für Kreative und KünstlerInnen. Zuletzt hat "Kunst hat Recht" Beschwerde eingelegt, da die seit 2010 eingehobene Festplattenabgabe nicht an die zuständigen Stellen geflossen sei. Diverse österreichische KünstlerInnen unterstützen das Begehren, das auch "wirksame Instrumente der Rechtsdurchsetzung bei Urheberrechtsverstößen im Internet" fordert. Der WebStandard hat mit Mitinitiator und Musiker Andy Baum über die Pläne der Initiative gesprochen und darüber, wie man das Urheberrecht verbessern könnte.

derStandard.at: Wenn man sich als Außenstehender die Medienberichte der letzten Zeit ansieht, bekommt man schnell das Gefühl, dass das einzige Anliegen von "Kunst hat Recht" die Festplattenabgabe ist. Was sagen Sie zu diesem Vorwurf?

Baum: Ich würde es gar nicht als Vorwurf sehen, denn es ist medial gerade ein zentrales Thema. Es ist mit Sicherheit nicht das einzige Anliegen, aber es ist ein sehr dringliches. Und es ist eines, um das wir uns in den nächsten Wochen und Monaten ganz massiv bemühen werden.

derStandard.at: Für viele hat die Festplattenabgabe einen negativen Beigeschmack. Diese Menschen wollen nicht für etwas zahlen, das lediglich potenziell für das Speichern illegaler Inhalte verwendet werden könnte. Es gibt ja auch Leute, die auf ihren Festplatten selbst geschossene Fotos speichern.

Baum: Das ist ja eine propagandistische Entwicklung, um ein gefährliches Wort in den Mund zu nehmen, dass die Festplatten- bzw. Leermedienabgabe einen so schlechten Leumund hat. In Wahrheit ist sie die logische Konsequenz der Leerkassettenabgabe. Diese war seinerzeit ein Interessenausgleich, der zwischen den UrheberInnen und den Verwertungsgesellschaften, von denen die UrheberInnen vertreten werden, und dem Handel ausgedealt wurde.

Im Grunde ist es den Kreativen nicht vorzuwerfen, dass sich die technischen Gegebenheiten geändert haben. Wenn ich heute einen Download starte, dann ist die Festplatte der Tonträger der heutigen technischen Möglichkeiten. Dass dieser Download dann auf den iPod kommt oder auf ein Handy, ist im Grunde genau das, was man vor 15 oder 20 Jahren schon mit der Kassette hatte.

Es ist über mehrere Studien evident, dass die Festplatte zu einem großen Teil zu Unterhaltungszwecken genutzt wird. In einem Staat wie dem unseren ist es nicht unüblich, dass man für Dinge mitzahlt, die man nur wenig oder gar nicht nutzt. Wir finanzieren alle das Burgtheater und die Staatsoper mit, aber nicht alle gehen hin. Es ist nicht einzusehen, warum bestimmte Berufsgruppen davon auszuschließen sind.

derStandard.at: Wäre es dann nicht besser zu sagen, man zwackt einen Teil von öffentlichen Geldern ab, um genau das zu finanzieren?

Baum: Das müsste man sich im Detail ansehen, dazu gibt es bereits verschiedene Ansätze.

derStandard.at: Dass das Gesetz der Technik hinterherhinkt, ist nichts Neues. Haben Sie schon konkrete Vorstellungen darüber, wie ein modernes Urheberrecht aussehen könnte? Gibt es dazu schon Arbeitsgruppen innerhalb der Initiative?

Baum: Wenn ich ein Urheberrechtsexperte wäre, wäre mir gerade wohler - oder auch nicht. Ich bin keiner, aber das Einzige, das ich mit einem unbedarften Zugang zum Gesetzestext und zu dessen Anwendbarkeit sagen kann: Ich erkenne, dass das Urheberrechtsgesetz in seiner jetzigen Form Bedingungen berücksichtigt, die sich in den letzten Jahren drastisch verändert haben. Es ist daher dringend notwendig das Gesetz anzupassen.

Das muss aber für alle, die von diesem Gesetz betroffen sind, funktionieren. Nicht nur aus Sicht derjenigen, die aufgrund der Basis des Urheberrechtsgesetzes die Basis für ihr Einkommen hatten. Das Urheberrechtsgesetz finanziert ja niemanden. Es gibt aber kreative, künstlerische und kulturelle Entwicklungen, in denen das Urheberrechtsgesetz in seiner jetzigen Form kontraproduktiv ist.

Einige Argumente, die von den KritikerInnen unserer Aktion kommen, sind durchaus nachvollziehbar und ernst zu nehmen. Die Forderung, die ich an ein neues Urheberrechtsgesetz stelle: Es muss möglichst alle Betroffenen berücksichtigen und Rechtssicherheit herstellen.

derStandard.at: Auf der "Kunst hat Recht"-Website wird immer wieder von "Gratiskultur" gesprochen. Jetzt weiß man aber, dass beispielsweise Künstler wie Radiohead und andere auch Alben online stellen und diese durch freiwillige Spenden finanzieren. Das Modell scheint sich für einige Bands bewährt zu haben. Was halten Sie davon?

Baum: Ich finde das super. Das Tolle daran ist, dass Radiohead diese Entscheidung allein getroffen haben, weil sie im Besitz aller dafür notwendigen Rechte waren. Das ist gut, wenn das geht. Schlecht ist es, wenn jemand diese Entscheidung nicht trifft und trotzdem im Internet präsent ist. Obwohl er oder sie es nicht selber veranlasst hat.

derStandard.at: Nicht jeder kann es sich leisten, beispielsweise ins Theater zu gehen. Und nicht jeder kann es sich leisten, die neuesten Alben seiner Lieblingsmusiker zu kaufen. Wie müsste denn ein Modell aussehen, damit die Menschen, die trotzdem Musik hören möchten, nicht kriminalisiert werden?

Baum: Ich bin ja mit dem Begriff "Gratiskultur" nicht sehr zufrieden. Aber um nochmals auf Radiohead zurückzukommen: Diese Band hat ja ihre Musik aus Spotify zurückgezogen, weil das Verhältnis zwischen der Menge der Abrufe ihrer Musik und dem, was sie dabei verdient haben, so was von lächerlich war, dass sie darauf verzichtet haben.

Wenn ich heute 13 oder 14 Jahre alt bin und ständig mit Werbeangeboten für Handys mit 35.000 Titeln Musik beschossen werde, dann ist völlig klar, dass in mir kein Bewusstsein wachsen kann, dass das etwas kostet. Da weiß niemand, dass da jemand gearbeitet hat dahinter. Dieser Prozess wird nicht vermittelt.

derStandard.at: Ist das nicht eine ganz normale Entwicklung? Unsere Kinder werden sich an das Kaufen von CDs nicht mehr erinnern. Bei SMS war das auch so: Früher haben die viel gekostet, heute kosten sie in Wirklichkeit nichts mehr, weil sie in einer Flatrate enthalten sind. Wäre dann nicht auch eine Kultur-Flatrate eine gute Sache?

Baum: Ich bin kein Gegner einer Kultur-Flatrate oder einer Abgabe auf den Internetanschluss oder wie auch immer die Modelle heißen. Es wird ohnehin nicht gelingen, ein Modell zu finden, das alle Beteiligten glücklich macht. Aber es gibt unter den verschiedenen Möglichkeiten welche, die gangbarer sind, und welche, die zu oberflächlich sind.

derStandard.at: Das heißt, sie empfinden eine Kultur-Flatrate als zu oberflächlich?

Baum: Eine Gebühr auf einen Internetzugang halte ich nicht für zu oberflächlich. Man müsste sich dann anschauen, wie man mit Industrieanschlüssen und Unternehmen umgeht oder Anschlüssen für sozial Schwächere. Die nächste große Diskussion, an der vieles scheitert: Wer monitort das, wer bewertet es, wer hebt das Geld ein und wer verteilt es auf Basis welcher Mechanismen? Und da sind wir ja in dem Kampf, der momentan im Hintergrund stattfindet.

derStandard.at: Es schockiert manche, dass Sie das Vorgehen bei der Zuverfügungstellung von urheberrechtlich geschützten Materialien verschärfen wollen. Ohne staatliche Netzüberwachung wäre das aber gar nicht richtig möglich, meinen Sie nicht?

Baum: Ob es eine staatliche sein muss, weiß ich nicht. Dazu bin ich viel zu wenig Techniker. Ich kann es nicht abschätzen, was tatsächlich notwendig ist. Sollte ein sogenannter Deep-Package-Eingriff notwendig sein, bin ich dagegen. Ich halte das für nicht gut und nicht praktikabel.

derStandard.at: Es wäre ja nicht möglich herauszufinden, wer was wann online zur Verfügung stellt, ohne zu überwachen.

Baum: Es geht gar nicht um den Download, sondern um den Upload. Ich halte es für ein Katastrophenszenario, wenn 13- oder 14-Jährige in ihren Wohnzimmern oder Kinderzimmern kriminalisiert werden, weil sie sich die neuesten Hits herunterladen. Das halte ich für Schwachsinn. Ansetzen muss man dort, wo gewerblich mit der Absicht, direkt oder indirekt daraus Gewinne zu lukrieren, Upload stattfindet.

derStandard.at: Meinen Sie so etwas wie Megaupload?

Baum: Ja, so was wie Megaupload.

derStandard.at: Bei Megaupload hatten die User aber auch völlig legale Inhalte upgeloadet. Rein theoretisch kann man in jeder Cloud illegal erworbene Inhalte einstellen und den Freunden den Zugriff gewähren.

Baum: Deshalb fordern wir ja die Leermedienabgabe. Es geht ja darum, dass über das Zurverfügungstellen von kreativen Inhalten die Rechteinhaber nicht gefragt wurden. Und wo es nicht zu einer Abgeltung kommt, wenn Gelder damit lukriert werden, muss es eine Möglichkeit geben, dass die Rechteinhaber zu marktüblichen Konditionen beteiligt werden oder dass dieses Zurverfügungstellen unterbunden wird. Wenn jemand mit meiner Musik ohne meine Einwilligung Geld verdient, ist es nur fair, dass ich daran mitverdiene.

derStandard.at: Es geht also gar nicht um den kleinen Bürger, der sich ein oder zwei Lieder downloadet? In den USA wurden Leute zu extremen Geldstrafen aufgrund weniger Downloads verurteilt.

Baum: Ich halte ja auch diese Abmahnungsindustrie für absurd. Das in den USA sind ja Schauprozesse, die haben mit der Alltagspraxis nichts zu tun. Deshalb ist eine konstruktive Auseinandersetzung dringend notwendig.

derStandard.at: Was halten Sie von Handelsabkommen wie ACTA?

Baum: Ich halte von Abkommen, die leumundtechnisch schon so komisch daherkommen und eigenartig ausgehandelt wurden und auch aufgrund eines massiven Lobbyismus entstanden sind, recht wenig.

derStandard.at: Müsste man diese Urheberrechtslösung nicht auf internationaler Ebene bringen?

Baum: Das passiert. Aber leider auf einer Ebene, zu der wir keinen Zugang haben. Die Telekommunikations- und Unterhaltungsindustrie kocht Süppchen, von denen wir keine Ahnung haben. Wir haben ohnehin das Problem, dass wir das angloamerikanische Urheberrecht haben. Das macht das Urheberrecht verkaufbar. Es ist dringend notwendig, das europäische Urheberrecht zu stärken und dem angloamerikanischen entgegenzuwirken. Es passiert aber gerade das Gegenteil.

derStandard.at: Müsste man sich mit Menschen, die Filesharing per se gut finden, nicht an einem Tisch zusammensetzen? Beispielsweise mit den Piraten?

Baum: Ich setze immer auf Bewusstseinsbildung und ein persönliches Gespräch. Das Traurige ist, und das sehe ich auch bei den Piraten so, dass es vom Ansatz her sehr interessant ist. Es ist aber nicht schlau, mit einem freibeuterischen Ansatz Politik machen zu wollen und sich so einen Namen zu wählen. Es ist eine vergeudete Chance, denn im Grunde genommen ist es höchste Zeit für neue Ansätze und Ideen. Anstatt sich um neue Sachen zu bemühen, werden Ressentiments bedient.

derStandard.at: Was sind die nächsten Schritte der Initiative? Was wird passieren, gibt es einen konkreten Plan?

Baum: Es gibt noch keine terminisierten Pläne. Der Herbst gehört schwerpunktmäßig der Leermedienabgabe, weil das ein längst fälliger Schritt ist. In Österreich zahlt der Handel seit zwei Jahren diese Festplattenabgabe, hält diese aber zurück. Die Argumentation der Arbeiterkammer läuft zu 99 Prozent ins Leere. Weder in Deutschland noch in Österreich ist der Handel eingebrochen, seit es diese Abgabe gibt. Es ist höchste Zeit, dass die Kreativen und KünstlerInnen das Geld bekommen. Auch die Zahlen, die im Umlauf sind, stimmen nicht.

derStandard.at: Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Baum: Das ist reine Klientelpolitik. Hier werden Klientels bedient, und es geht auch um Gesichtsverlust. Was mein persönliches Anliegen ist: dass man in der Diskussion endlich die schlecht beleumundete Rolle der Verwertungsgesellschaften korrigiert. Das ist einer der großen Vorwürfe, die "Kunst hat Recht" gemacht werden: dass es nämlich nicht um die KünstlerInnen, sondern um die Industrie und die Verwertungsgesellschaften dahinter geht.

Das große Missverständnis ist, dass wir KünstlerInnen und Kreative unter der Knute der Verwertungsgesellschaften sind. Wir sind die Verwertungsgesellschaften. Europaweit ist jede Verwertungsgesellschaft auf Basis ihrer KünstlerInnen begründet. Die Verwertungsgesellschaften spannen nicht uns vor den Karren, sondern sie sind die Strukturen, die wir geschaffen haben.

derStandard.at: Das heißt, man muss auch andere KünstlerInnen dazu bekommen, sich dafür einzusetzen?

Baum: Es geht weniger um Überzeugungsarbeit als um das Schaffen von Wissen. Wir werden versuchen, Irrtümer auszuräumen. Dass die Verwertungsgesellschaften auch Handlungsbedarf haben, sich mit den neuen Technologien besser auseinanderzusetzen, ist ohne Zweifel. Der AKM beispielsweise würde es guttun, sich in nächster Zeit zu überlegen, wie man die Bedürfnisse der Kreativen unter einen Hut bekommt, ihnen auch beispielsweise die Möglichkeit einräumt, einen Teil der Arbeiten unter Creative Commons veröffentlichen zu können.

derStandard.at: Ist das ein Bürokratieproblem?

Baum: Das ist ein Generationswechsel und administrativ ein völlig anderer Zugang. Neue Technologien erschweren die Dokumentation massiv, die ja der Kernschwerpunkt von verwertungsgesellschaftlicher Arbeit ist. Wer sich ein bisschen damit auseinandersetzt, was da an Daten zu bewältigen ist, weiß, dass das komplex ist.

derStandard.at: Gibt es Anzeichen dafür, dass die Politik mitspielen wird?

Baum: Einerseits ja. Es gibt ein klares Bekenntnis von den Ministerinnen Schmied und Karl, wenn es um die Festplattenabgabe geht. Gleichzeitig gibt es aber auch speziell in der SPÖ Bemühen, den Fokus auf eine Netzpolitik und nicht auf eine Kulturpolitik zu legen. Das ist zwar legitim, ich glaube nur, dass das eine ohne das andere nicht geht. Eine effiziente Netzpolitik, die nur auf ein junges Wählerpotenzial schielt, ist ohne eine Kulturpolitik nichts wert. Aber da sind wir ohnehin in einem vitalen Arbeitsprozess, von dem ich erhoffe, dass er zu etwas Gutem führt.

derStandard.at: Gibt es also konkret erarbeitete Vorschläge, die der Politik vorgelegt werden können?

Baum: "Kunst hat Recht" hat im Herbst ein Symposium geplant, zu dem alle Parteien und relevanten Berufssparten der Ministerien eingeladen sind, um einen Schwerpunktkatalog zu erarbeiten und die Zuständigkeiten zu klären. Man muss sich ernsthaft und konstruktiv mit dem auseinandersetzen. Und natürlich wollen wir das künstlich progapierte Missverständnis bezüglich Festplattenabgabe klären, auch wenn das der Wirtschaftskammer nicht passt. Die Rolle der Arbeiterkammer wird auch interessant werden, wen sie nämlich wirklich vertritt. Und das wird das zentrale Thema. (Iwona Wisniewska, derStandard.at, 23.8.2012)

Andy Baum wurde 1957 in Linz geboren. Mit der Band Stonehenge feierte er seinen ersten großen Erfolg und ging auf Großbritannien-Tournee. 1988 schaffte er es mit "Still Remember Yvonne" auf Platz 17 der österreichischen Charts. Nach einer Karriere als Filmkomponist und Musikproduzent arbeitete er auch als Dozent bei der Vokalsommerakademie in Eisenstadt.

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Kunst hat Recht

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Kunst hat auch Rechte

Eins davon wäre mal nicht mißbraucht und vergewaltigt durch Andy Baum zu werden. Die Schalala und Tralala Musik hat den gleichen Kunstwert wie meine Strichmanschkerl Zeichnungen. Nämlich nicht einmal 15 Euro. Da muss der Andy Baum ja auch nicht befürchten, dass jemand "seine" Musik illegal runterladet. Aber vielleicht will er grad deswegen die 15 Euro, weil keiner seine Musik runterladet ... :(

ich bin außerdem für eine änderung des urheberrechts, die eine mitgliedschaft in einer verwertungsgesellschaft komplett freiwillig macht, dh. dass alle urheberrechte vom urheber direkt geltend gemacht werden können.

da kann diese initiative da wohl kaum dagegen sein, sind ja alles künstler, oder ist es vielleicht doch ein netter nebenverdienst ein bisschen propaganda für die verwerter zu machen?

radiohead kann das machen weil ihnen alle rechte dazu gehören - genau, das problem ist aber genau das, dass viele bands nichts mit ihrer musik machen dürfen weil produktionfirmen rechte darauf haben, oder die verträge mit den verwertungsgesellschaften so sch*** sind.
apropos ververtungsgesellschaften: sagt der doch glatt in einem satz das sind die künstler_innen selber und im nächsten redet er von denen in der dritten person. scheinheiligkeit in reinstform.
und nur weil die festplattenvergütung eine folgerung aus der leerkassettenvergütung ist ist sie gut? wtf? die leerkassettenvergütung war schon schwachsinn.

Was in der Diskussion verschleiert wird:

Es geht hier nur zu einem geringen Teil um Musik, sondern zu 99% um US-Filme. Nur, die US-Majors haben ihre Rechte gar nicht treuhändisch auf die österr Verwertungsgesellschaften übertragen. Fälschlich wird dabei oft mit 'pauschalen Tantiemenabgeltungen' der Filmvertriebe argumentiert, dabei partizipieren die gar nicht daran (und wenn: wieso machen sich die österr Künstler für US-Firmen stark? dorthin sollte nämlich der Großteil des eingehobenen Geldes fließen...?)

AKM und AUME etc sind dafür gar nicht zuständig bzw nicht wahrnehmungsbefugt, argumentieren aber ständig damit. Die 'Leerkassetten-' und 'Festplattenabgabe' wird aber von denen eingehoben und untereinander verteilt.

Vollkommen intransparent das Ganze!

Hr. Baum sie leben echt in einer Scheinwelt, einer Künstlerwelt! Solche Argumente sind wahnnwitzig! Mein PC ist für die Arbeite, warum soll ich da eine Künstlerbgabe dafür zahlen? Da ist kein einziges MP3 drauf, weder legal noch illegal.

ganz ehrlich:

für den müll, den - vor allem die musikindustrie produziert - soll man noch zahlen?!?

empfehle hiezu folgende lektüre: https://www.amazon.de/Kill-Your... 685&sr=8-1

wenn man das liest, sind gratis-downloads sogar zu teuer!

überall wo man hinsieht wollen sie bei einem zulangen - solange bis nix mehr da ist. hackelts selber mal!

Fachfrage: und dann darf man beliebig viel legal herunterladen? Das klingt ja nicht uninteressant.

nein natürlich nicht, aber wenn die leute statistisch gesehen (die statistiken erstellen natürlich die verwertungsgesellschaften selbst) dann wird die abgabe höher, irgendwann zahlen sie dann mehr als wenn sie durchgehende legal die neusten filme sehen würden...

ups da is mir nach der klammer ein "mehr laden" verloren gegangen.

Nein, es wird Ihnen nur wieder ein bisserl mehr Geld aus dem Tascherl gezupft ........ und das Ganze vielleicht noch mit ein paar Überwachungsstaatsmaßnahmen verknüpft (die übrigens auch Sie bezahlen).

Es geht hier nicht um die Entkriminalisierung und eine zeitgemäße Gestzgebung sondern nur ums Geld.

Sorry!

Nein darf man nicht. Es werden nur Mehreinnahmen generiert die "den Künstlern" zugeführt werden, um sie zu entschädigen. Es wird sich aber sonst nichts an der Rechtsfrage ändern. Ist genauso wie eine erweiterte Leermedienabgabe.

d.h. der staat geht vorab davon aus, dass ich strafbar handle, und kassiert einen betrag, der aber auch keine strafe ist sondern mein beitrag um abzugelten, das andere strafbar runterladen, die aber dann ...

... das zeug moecht ich haben, das die in diesen gremien rauchen.

Kunst ist Gier

Angeblich (wenn man den sog. Künstlern Glauben schenkt) bringt die derzeitige Abgabe um 6mio weniger weil es keine Kassetten mehr gibt und auch weniger leere CD und DVD. Daher brauchen wir die Festplattenabgabe die 30 Mio Mehreinnahmen bringt. 30 Mio sind aber Peanuts, daher brauchen wir noch eine Abgabe auf den Internetanschluss. Und hier endet der Spaß endgültig. Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun - das nennt man perverse Gier. Den Wunsch nach Zensur und Bespitzelung der Providerkunden lassen wir einmal außen vor, Raubmordkopierer klagen möchte man ja trotzdem.

Wieviel GB hast du schon

gesaugt? Ha?

Na eben - soviel zum Thema Gier ;-)

ich hab auch 0 gesaugt, alles von freunden geschenkt bekommen

Was mich betrifft? Null! Ich bin nämlich gerne bereit für Musik, die mir gefällt zu bezahlen. Was mir nicht gefällt, würd ich weder kaufen noch 'saugen', wie Sie das nennen.

TB ..

Was hat ihre Frage mit dem Thema zu tun?

Die Leerkasetten-CD DVD-Festplatte-usw.-Abgabe soll ja nur die legale Privatkopie vergüten. Und das hat nichts mit "Saugen" zu tun wie uns Vertreter der Kunst hier vielfach zu verstehen gaben.

In Wahrheit geht es darum, daß gewisse Kreise die Erträge aus diesem Posten vervielfachen wollen ohne die Leistungen dafür zu verbessern. Und das finde ich mit Verlaub gesagt ziemlich dreist.

wenn diese abgabe doch bloß die privatkopie vergüten soll, warum wird dann immer mit raubkopien argumentiert? - ist auch wieder mal so ein billiger propagandatrick der verwertungsgesellschaften.

Lustig, die gesammelten Ausreden und

Ablenkungsmanöver.

Nur net dazu stehen, einfach zu klauen, weil es halt leicht geht.

Lauter erbärmliche kleine KHGs

Willst du mir unterstellen ich sei ein Dieb nur weil ich Internet benutze?

baum- wo steht der selbige?

warum soll ich für eine HDD zahlen, auf der ich voll bezahlte und lizensierte SW (inkl. os) installiere
warum soll ich für eine HDD zahlen, wenn ich meine selobst geschossenen bilder und selbstgedrehten videos speichere, bearbeite und dann nochmal zahlen wenn ich sie auf dvd/br speichere?

ich seh nicht ein, dass dann eine hdd /datenträger/ speicherchip/ internetabgabe zu zahlen ist, gleichzeitig aber nicht mal eine sicherheitskopie der cd fürs autoradio oder dvd für den tragbaren player gezogen werden darf(umgehen der copy protect ist und bleibt verboten)

ich soll eine abgabe zahlen, für was was ich angebloich nutze, aber gar nicht tue, oder tuen darf?

was soll das?

und der baum kriegt geld weil ich videos mache?
geht gar nicht

Ich finde die Festplattenabgabe wirklich eine ausgereifte Idee um Künstler zu unterstützen und zu fördern. Kein Mensch hat je zuvor von Andy Baum gehört - seine verkauften Datenträger kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen. Schuld sind natürlich die unzähligen Raubkopien von Andy Baums Werken. Allerdings findet man weder auf Piratebay, WhatCD oder Waffles ein einziges von Baums Alben. Durch die Festplattenabgabe bekommen nun endlich auch Künstler, die niemand kennt und deren Musik niemand hören will, zu einem fixen Einkommen. Danke Andy Baum!

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