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Griechenland fängt "kleine Fische".
Athen - Im Kampf gegen die Schuldenkrise will Griechenland schärfer gegen Steuersünder in den Urlaubsparadiesen des Landes vorgehen. "Das Gesetz muss eingehalten werden, die Steuerhinterziehung wird beispielhaft geahndet", sagte Regierungssprecher Simos Kedikoglou dem Fernsehsender Mega. Er kritisierte einen Vorfall vom Wochenende, wo auf Insel Hydra wütende Bürger gegen die Festnahme eines Restaurantmitarbeiters protestiert hatten. "Wie ist es möglich, dass Hydra als eines der beliebtesten Touristenziele der Spitzenklasse solch ein Bild abgibt", sagte Kedikoglou.
Auf Hydra hatten Finanzbeamte bei Kontrollen einen Restaurantmitarbeiter festgenommen, der seinen Gästen keine Rechnung ausgestellt haben soll. Daraufhin umstellten Bürger das Kommissariat, in das der Angestellte gebracht worden war, und forderten die Freilassung des mutmaßlichen Steuersünders. Ihnen gelang es zudem, die Strom- und Wasserversorgung des Gebäudes lahmzulegen. Angesichts des Protests wurden Anti-Aufruhr-Einheiten auf die Insel geschickt. Der festgenommene Restaurantmitarbeiter wurde nach Athen gebracht. (APA, 21.8.2012)
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ein schönes beispiel für die griechische misere:
-) die festnahme eines kellners ist sicher aktionismus, als signal für mehr steurmoral gedacht.
-) die großen fische werden aber nicht angerührt (obwohl es genauso notwendig ist, die steuermoral bei den vielen klienen zu wecken oder überhaupt erst einzuführen).
-) dass die bürger das einschreiten der staatsmacht dann nicht akzeptieren und sich gegen diese mit gewalt durchzusetzen versuchen (kappen der strom- und wasserversorgung der polizeistation) zeigt eben auch, dass sie das nicht als ihren staat sehen sondern nur als bedrohung
das mit gr wird nix mehr...
da hilft nur bankrott, euro-austriit und neustart von ganz unten
mich würde mal interessieren ob es einen griechen gibt, der in seinem leben schon mal die aufforderung vom finanzamt bekommen hat, er müsse seine steuererklärung abgeben.
das wirds wohl in 100 jahren nicht geben.
Keine öffentlichen Gelder mehr auf diese Insel! Die sollen sich die Steuern behalten, müssen aber alles (Pensionen, etc...) selbst finanzieren. Das wäre unterm Strich sicher ein Gewinn für Athen (und in weiterer Folge für uns alle)!
... genau das ist das Problem. Die Leute haben dort einfach kein verdichtetes Rechtsempfinden wie wir hier in Nord-Europa. Wollen wir die Südstaaten im Euro halten, dann wird es nur dann gehen, wenn alle die gleichen Spielregeln haben - ohne ein Heer von österreichischen/deutschen Beamten/Mitarbeitern die die komplette Verwaltung in GR übernehmen wirds wohl nicht gehen. Denn nicht nur die Steuerhinterzieher haben dort ein anderes Rechtsempfinde, sondern das Volk als ganzes und damit auch die Behörden.
Im Wirtshaus im kleinen Dorf werden Sie keine MWST Rechnung bekommen, wenn sie diese nicht verlangen. Das heißt aber noch immer nicht, dass nicht versteuert wird. Dass es in Ö auch Steuerbetrug gibt ist unbestritten - es geht aber um das große ganze und hier ist unbestritten Ö nicht mit GR vergleichbar. In GR gab es bis vor 10 Jahren noch keine EDV in der Finanzverwaltung. Ich mag die Griechen und in den Hotels laut sich das Personal die Füße wund. Trotz allem eckts dort. Wenn Sie einem Freund Geld borgen und arbeiten und er arbeitet auch, aber es kommt am Monatsende nicht raus und er braucht immer und immer wieder Geld, würden Sie sich mit ihm wenn sie ihn mögen auch zusammensetzen um zu klären worans liegt und ihm mglw. helfen..
In der österreichischen Gastronomie läuft laut meinem Steuerberater mindestens 30% unversteuert, dasd wird vom Finanzamt auch mehr oder weniger akzeptiert. Noch dazu gibt es die pauschalierten Betriebe, die kaum mehr als 10% vom Realgewinn Einkommenssteuer zahlen. Die Gastwirte sind mit den Bauern die größte Gruppe staatlich geförderter Sozialschmarotzer.
.. wir haben selber in der Familie ein Kaffeehaus in Wien. Bei einem Anteil von 30 % unversteuert würde man bei den heutigen Gewinnen, gleich 2 Mitarbeiter abbauen müssen, weil die Gehälter nicht mehr bezahlt werden könnten. Mag sein, dass es diese Fälle gibt, aber so pauschalieren würd ich mir das jetzt nicht tauen. Bei den Bauern ergibt sich alleine schon die Problematik mit den Einheitswerten die aus der Steinzeit kommen - hier sollte jedenfalls drüber nachdenken. Um Wohnraum freizuschaufeln wäre auch eine Abgabe auf Zweitwohnsitze vernünftig, denn die Gemeinden haben außer Aufwand von denn Zweitwohnsitzlern rein gar nichts - da würden einige Häuser auf den Markt geworfen..
Nun sagen Sie bloß, dass Sie die 2 Mitarbeiter nur deshalb einstellen, weil Sie genügend Gewinn machen. Jeder andere Unternehmer entlässt Mitarbeiter, die er nicht braucht, und steckt den Gewinn in die eigene Tasche.
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