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San Sebastián - In der baskischen Küstenstadt San Sebastian werden vorerst keine Kämpfe mehr stattfinden. Bürgermeister Juan Karlos Izagirre kündigte an, dass die städtische Arena künftig nicht mehr an Unternehmen vermietet werde, die Stierkämpfe veranstalten.
Der auslaufende Mietvertrag mit einem Stierkampfveranstalter werde nicht verlängert. "Die Regierung der Stadt teilt zu 100 Prozent die Argumente der Stierkampfgegner", sagte Izagirre nach Medienberichten vom Dienstag. "Die Leiden und der Tod eines Tieres dürfen nicht zu einem öffentlichen Spektakel gemacht werden."
Zudem sei es in Zeiten der Wirtschaftskrise dem Steuerzahler nicht zuzumuten, eine Arena instand zu halten, in der nur an sieben Tagen im Jahr Stierkämpfe stattfinden. Bei der am vorigen Samstag zu Ende gegangenen Stierkampfwoche waren die Ränge der "Illunbe"-Arena häufig nicht einmal zu einem Drittel gefüllt. Die Anlage soll nach Angaben des Bürgermeisters nun unter anderem für sportliche Zwecke genutzt werden.
San Sebastian hat rund 190.000 Einwohner und wird seit den Kommunalwahlen im vorigen Jahr von dem baskisch-separatistischen Wahlbündnis Bildu (Versammlung) regiert. In Katalonien im Nordosten Spaniens sind Stierkämpfe seit Anfang dieses Jahres gesetzlich verboten, auf den Kanarischen Inseln seit Anfang der 90er Jahre. (APA, 21.8.2012)
Der Stier war aufgrund seiner Gefährlichkeit zu einer Legende geworden - Er hatte zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt
Bulle hatte bereits dem Vater des Mannes die Rippen gebrochen
In Kolumbien und Mexiko wurden bei Stierkämpfen zahlreiche Menschen verletzt
Im Rahmen von Ausflugspaketen werden die Kämpfe als "typical spanish" angeboten
Und wenn nun noch all jene, die diese getroffen haben und befürworten, auf Fleisch von Tieren verzichten, die im Gegensatz zu den Kampfstieren ihr Leben lang keine Weide und keine Sonne gesehen haben, werden diese Menschen auch moralisch glaubwürdig.
So sehr ich den Stierkampf als abscheulichen "Sport" ansehe, aber ehrlich gesagt - und auch wenn es jetzt rot hageln sollte - irgendwie tut es mir schon ein wenig um die verlorene Tradition leid. Stimme 100%ig zu, dass der Stierkampf ein (für mich) unverständlicher und tierquälerischer Brauchtum ist. Trotzdem - hab vor kurzem wiedermal Fiesta von Hemingway gelesen. Gäbe es keine Stierkämpfe, kein Sanfermines in Pamplona, keine Stierläufe - würde doch eine große Tradition verloren gehen, ein Stück Geschichte wäre für immer zu Ende. Die Frage ist aber natürlich berechtigt, in wie weit solche Traditionen heute noch "tragbar" sind. Schwierig ...
Ganz einfach: was nicht mehr in die Zeit passt, gehört abgeschafft. Insbesondere dann, wenn Leid von Mensch oder Tier damit verbunden ist. Mittelalterlichen traditionellen Strafmethoden z.B. weint ja heute auch keiner mehr nach. Verklärte G'schichterln aus früheren Zeiten gehören ins Museum. Mir tun die Stiere bei diesem wahnsinnigen Stierlauf jedes Jahr einfach nur leid. Was die für Panik erleiden müssen, nur weil Massen von Idioten das lustig finden. Sollen sie doch als Mutprobe von eine Klippe springen stattdessen. Aber anscheinend entwickeln sich die Menschen doch in kleinen Schritten weiter, sonst würden solche Themen gar nicht aufkommen - das gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Trotzdem würde ich mich mehr freuen, wenn er und seine Partei endlich einen angemessenen Umgang mit den Opfern des von Ihnen jahrzehntelang propagierten Terrors finden würden. Bislang ist ihnen noch kein ernstzunehmendes Wort des Bedauerns über die Lippen gekommen.
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