Aus für Stierkämpfe in San Sebastian

21. August 2012, 11:13

Arena wird nicht mehr an Unternehmen vermietet

San Sebastián - In der baskischen Küstenstadt San Sebastian werden vorerst keine Kämpfe mehr stattfinden. Bürgermeister Juan Karlos Izagirre kündigte an, dass die städtische Arena künftig nicht mehr an Unternehmen vermietet werde, die Stierkämpfe veranstalten.

Der auslaufende Mietvertrag mit einem Stierkampfveranstalter werde nicht verlängert. "Die Regierung der Stadt teilt zu 100 Prozent die Argumente der Stierkampfgegner", sagte Izagirre nach Medienberichten vom Dienstag. "Die Leiden und der Tod eines Tieres dürfen nicht zu einem öffentlichen Spektakel gemacht werden."

Anlage nun für sportliche Zwecke

Zudem sei es in Zeiten der Wirtschaftskrise dem Steuerzahler nicht zuzumuten, eine Arena instand zu halten, in der nur an sieben Tagen im Jahr Stierkämpfe stattfinden. Bei der am vorigen Samstag zu Ende gegangenen Stierkampfwoche waren die Ränge der "Illunbe"-Arena häufig nicht einmal zu einem Drittel gefüllt. Die Anlage soll nach Angaben des Bürgermeisters nun unter anderem für sportliche Zwecke genutzt werden.

San Sebastian hat rund 190.000 Einwohner und wird seit den Kommunalwahlen im vorigen Jahr von dem baskisch-separatistischen Wahlbündnis Bildu (Versammlung) regiert. In Katalonien im Nordosten Spaniens sind Stierkämpfe seit Anfang dieses Jahres gesetzlich verboten, auf den Kanarischen Inseln seit Anfang der 90er Jahre. (APA, 21.8.2012)

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Ausgezeichnete Entscheidung!

Und wenn nun noch all jene, die diese getroffen haben und befürworten, auf Fleisch von Tieren verzichten, die im Gegensatz zu den Kampfstieren ihr Leben lang keine Weide und keine Sonne gesehen haben, werden diese Menschen auch moralisch glaubwürdig.

So sehr ich den Stierkampf als abscheulichen "Sport" ansehe, aber ehrlich gesagt - und auch wenn es jetzt rot hageln sollte - irgendwie tut es mir schon ein wenig um die verlorene Tradition leid. Stimme 100%ig zu, dass der Stierkampf ein (für mich) unverständlicher und tierquälerischer Brauchtum ist. Trotzdem - hab vor kurzem wiedermal Fiesta von Hemingway gelesen. Gäbe es keine Stierkämpfe, kein Sanfermines in Pamplona, keine Stierläufe - würde doch eine große Tradition verloren gehen, ein Stück Geschichte wäre für immer zu Ende. Die Frage ist aber natürlich berechtigt, in wie weit solche Traditionen heute noch "tragbar" sind. Schwierig ...

Ganz einfach: was nicht mehr in die Zeit passt, gehört abgeschafft. Insbesondere dann, wenn Leid von Mensch oder Tier damit verbunden ist. Mittelalterlichen traditionellen Strafmethoden z.B. weint ja heute auch keiner mehr nach. Verklärte G'schichterln aus früheren Zeiten gehören ins Museum. Mir tun die Stiere bei diesem wahnsinnigen Stierlauf jedes Jahr einfach nur leid. Was die für Panik erleiden müssen, nur weil Massen von Idioten das lustig finden. Sollen sie doch als Mutprobe von eine Klippe springen stattdessen. Aber anscheinend entwickeln sich die Menschen doch in kleinen Schritten weiter, sonst würden solche Themen gar nicht aufkommen - das gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

schade. es stirbt nationales kulturgut. die arena auch gleich abreißen, weil niemand soll sich an dem schönen zweckbau erfreuen, wenn er seinen zweck nicht mehr erfüllen kann.

keine Angst

die können einfach für Sport- und Musikveranstaltungen weiterverwendet werden.

bleibt zu hoffen das viele andere diesem beispiel folgen!

gut so

so kommen die Stiere früher zum Schnitzelschlachter

wozu die auf 2 oder 3 Jahre hochpäppeln, mit 6 Monaten schmecken sie am besten

Eine wunderschöne Stadt!

... und nunmehr auch ehrenvolle Stadt.

SUPER!

Sehr gut, weiter so! Noch besser wäre ja abreißen, damit dieses blutrünstige Spektakel hoffentlich irgendwann endlich weltweit aufhört.

sehr erfreulich!

Hört hört !

Seit langem eine gute Nachricht aus der Unruheregion.

Wobei der Bürgermeister von genau der Partei ist, die sich hartnäckig jeder distanzierung vom Terrorismus verweigert.

Was aber nix daran ändert, dass diese Entscheidung eine ausgezeichnete ist.

Genau.

Trotzdem würde ich mich mehr freuen, wenn er und seine Partei endlich einen angemessenen Umgang mit den Opfern des von Ihnen jahrzehntelang propagierten Terrors finden würden. Bislang ist ihnen noch kein ernstzunehmendes Wort des Bedauerns über die Lippen gekommen.

Solange es Schlacht-hier:arenen gibt, wird es Kriege geben.

Das eine STEHT mit dem anderen im direkten Zusammenhang.

Sie sehen also keinen qualitativen Unterschied zwischen der Ermordung von Menschen und der Tötung von Tieren?

Warum sollte man das auch? Welches Leben ist wertvoller? Ihres, meines, das meiner Katze, das der Taube auf dem Dach?

Nein, natürlich nicht.

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