Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Das Interesse an der vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung ist groß.
Sie stammen aus Mexiko, Nicaragua, El Salvador und Honduras. Ihre Eltern haben sie als Kleinkinder nach Amerika geschleust. Ohne Papiere sind sie gekommen und ohne Papier sind sie geblieben - bis vergangenen Mittwoch. Seither können sich tausende junge Männer und Frauen, die als Kinder illegal nach Amerika eingewandert sind, bei der Immigrationsbehörde für eine vorübergehende Aufenthaltsbewilligung bewerben. In dieser Zeit dürfen sie arbeiten, studieren, sich für das amerikanische Heer verpflichten - sie werden nun sein, wonach sie sich immer gesehnt haben: echte Amerikaner. Sie erinnern sich wie sie als Kinder und Jugendliche durch die Wüste gestampft sind, Löcher gegraben haben um über die andere Seite des Grenzzaunes zu gelangen mit dem Versprechen ihrer Eltern, dass sich die Strapazen eines Tages auszahlen werden. Nun sieht es fast so aus. Doch ihr vorübergehender Aufenthaltsstatus gilt nur für zwei Jahre, danach müssen sie sich erneut für eine Verlängerung bewerben.
Im Juni hat Präsident Obama im Alleingang beschlossen die Abschiebung jener illegaler Einwanderer, die als Kinder und Jugendliche gekommen sind, temporär aufzuschieben, nachdem der "DREAM Act" gescheitert war. Der abgelehnte Gesetzesentwurf hatte vorgesehen junge Einwanderer, die in den USA aufgewachsen über einen längeren Bewerbungszeitraum einen legalen Aufenthaltsstatus zu genehmigen. Doch der Entwurf wurde von beiden Parteien im Kongress abgeschmettert.
Politisches Kalkül
Mit der derzeitigen Übergangslösung sollen rund 1,7 Millionen junge Einwanderer legalisiert werden. Es ist ein klares Signal an die lateinamerikanische Community, die Obama bei diesen Wahlen noch von sich überzeugen muss. Es ist ein lange fälliges Signal, wie die New York Times anmerkt, wenn man bedenkt, dass während Obamas Amtszeit 1,2 Millionen Immigranten abgeschoben wurden. Die meisten von ihnen stammten aus Lateinamerika.
Die vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung ist für viele junge Einwanderer ein historisches Ereignis, auch wenn einige befürchten, mit ihrer Bewerbung ein Risiko einzugehen. Nun wissen die Behörden um ihre Existenz und womöglich auch jene ihrer Eltern, die in vielen Fällen ebenfalls illegal in Amerika leben. Für den amerikanischen Traum sind sie bereit dieses Risiko einzugehen.
Das Massaker in einem Sikh-Tempel bringt Amerikas Neonazis in die Schlagzeilen
Sheldon Adelson versucht Obamas jüdische Wahlklientel zur Vernunft zu bringen
Schwarze Frauen entdecken den Afro neu und lösen eine Kulturdebatte aus
Anne-Marie Slaughter verärgert Frauen mit einem provokanten Artikel über feministische Mythen
Zum ersten Mal untersuchen Staatsanwälte Einschüchterungsversuche bei Missbrauchsopfern in New Yorks ultraorthodoxer jüdischer Community
der amerikanische traum ist ein nette, aber leider kaum umsetzbare, vision. die usa sind de facto bankrott und chancen haben sie dort nur noch, wenn mam und dad ordentlich zaster haben - sonst kriegen sie nicht mal eine ordentliche schulbildung.
ich mag das land und seine leute und deren grundeinstellung (eigenverantwortung, motivation, ehrgeiz) gerne und habe es genossen einige zeit dort zu leben, aber die usa sind einfach kaputt. und gerade für einwanderer ohne besondere qualifikationen gibt es nichts zu holen, denn davon haben die selbst mehr als genug
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.