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vergrößern 847x507Arbeitsblatt mit türkischen Wörtern.

Anfrage von Walter Rosenkranz.

Anfragebeantwortung von Claudia Schmied.
Süt heißt Milch. Otobüs heißt Autobus. Im Türkischen gibt es viele Wörter, die ein "Ü" enthalten. In der Volksschule Bad Deutsch Altenburg in Niederösterreich nahm das eine Volksschullehrerin zum Anlass, um den Kindern den Laut und das Schriftzeichen "Ü" näherzubringen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen die Aufgabe, auf einem Arbeitsblatt Wörter, die ein "Ü" enthalten, einzukreisen.
FPÖ will Begründung
Die FPÖ ist darüber empört. Bildungssprecher Walter Rosenkranz richtete eine parlamentarische Anfrage an Unterrichtsministerin Claudia Schmied, warum Kinder im Zuge der Hausübung türkische Vokabel trainieren müssen. Er will wissen, auf Basis welchen Lehrplans die Aufgabe gegeben wurde und wie der Einbezug von Türkisch in den Unterricht begründet wurde.
In der parlamentarischen Anfrage ist auch ein Foto des Arbeitsblattes enthalten, die Aufgabe ist durchgestrichen und mit großen Buchstaben wird angemerkt: "Sicher nicht!"
Zugelassenes Schulbuch
Schmied beschwichtigt in ihrer Antwort: Nach den ihr vorliegenden Informationen wurde die Hausübung im Unterrichtsgegenstand "Deutsch, Lesen, Schreiben" gegeben. Das Arbeitsblatt stammt aus einem für den Unterrichtsgebrauch zugelassenen Schulbuch (Zebra-Buchstabenheft). Schmied weiter: Die Hausübung wurde auf Basis des Lehrplans für Volksschulen gegeben. Die Wörter waren nicht dazu gedacht, türkische Vokabel zu trainieren. "Außerdem ist es für Kinder immer sehr motivierend und herausfordernd, Wörter aus fremden Sprachen kennenzulernen."
Auf Nachfrage von derStandard.at war Rosenkranz für keine Stellungnahme erreichbar. (rwh, derStandard.at, 21.8.2012)
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Finde ich nicht gut. Wo sonst sollen die Kinder Deutsch lernen, wenn nicht in der Schule? Viele Eltern, auch jene, die schon lange hier leben, sind der Sprache nämlich nicht oder nur in geringem Maße mächtig und Deutsch ist für Migranten der Schlüssel zu Bildung und Aufstieg bzw. sozialer Integration! So wird man jedenfalls keine Probleme lösen und ich sehe das täglich in der Schule meiner Tochter. Die Eltern können selbst nach 17 Jahren in Österreich kaum einem einfachen Gespräch folgen. Ich habe einmal versucht, mich mit einer sehr freundlichen Dame aus Bosnien zu unterhalten, während wir auf die Kinder gewartet haben und nach dem dritten "keine Ahnung" erkannte ich, dass sie anscheinend überhaupt nicht verstand, was ich sie gefragt habe.
Sonst hätten Sie schon erkannt, dass es hier nicht darum gegangen ist türkisch zu lernen, sondern darum sehr einprägsame Beispiele aus einer anderen Sprache zu verwenden um den Buchstaben einzuführen. Was zwei wertvolle Nebeneffekte haben kann: Einerseits beschäftigen sich Kinder mit Ähnlichkeiten und Unterscheiden einer Fremdsprache und andererseits könnte es durchaus sein, dass Kinder, die sonst wenig im Unterricht beitragen können sich einmal in der Rolle der Experten erleben.
Da lassen Sie aber einige Aspekte unberücksichtigt:
- Erwachsene tun sich mit dem Spracherwerb viel schwerer als Kinder.
- Es kommt auch auf die Umstände an. Deutschkurs gut und schön, aber welche Rolle spielen perfekte Deutschkenntnisse im Lebensumfeld dieser Frau? Was (ver)lernt man während 17 Jahren, wenn man es (nicht) braucht?
- Der Platz wo Kinder die deutsche Sprach erfahren ist nicht nur die Schule. Nachbarskinder, TV und deutschsprachige Medien beispielsweise gibt es zuhause auch.
- Nur weil die Mutter nicht gut Deutsch spricht, behindert sie damit nicht das Deutschlernen des Kindes.
Wäre ihr Kind in Ihrem Beispiel schon da gewesen, hätte es vielleicht dem Verständnis der Mutter auf die Sprünge helfen können.
Ich bin nicht gegen das Erlernen einer Sprache. Im Gegenteil, je mehr desto besser, im DEUTSCHunterricht geht es aber um DEUTSCH und nicht um Fremdsprachen. Es gibt genÜgend deutsche Wörter mit ü. Z.B. Übermut, übermütig, übereifrig, Überschallgeschwindigkeit, Übelkeit, Übungsleiter, Überdimensional, übersehen, Übungsheft, Übungskindergarten, Übertopf, übler, Überbein, Übersee, überschlagen, Überschwemmung, überbringen, Überraschung(sei), übertrumpfen, überspringen, übergeben, Übergang, übrigens, überhaupt, üblich, über, Übung, übel, übersetzen. Auch wenn ein paar schwierige dabei sind, es geht ja nur ums einringeln der Üs, oder?
es geht ja in der VS noch gar nicht so sehr um die Sprache sondern erstmal ums Lesen und Schreiben. Ob man ein Ü jetzt in einem deutschen oder einem türkischen Wort erkennt (und einringelt ;-)), ist dabei doch eher egal. Die Erkenntnis, dass es in beiden Sprachen Wörter mit Ü gibt, macht das Buchstaben lernen für Kinder sicher noch einmal attraktiver, weil sie dazu noch ihre Kulturen verknüpfen können. Damit will ich auch sagen, dass ein türkisches Kind, das in Österreich aufwächst, eben zwei Kulturen erfährt,- zwar oft in unterschiedlichem Ausmaß, aber je weniger man diese Kulturen voneinander trennt, desto besser ist es für den Lernerfolg des Kindes und die Integration (?Assimilation!) in die Klassengemeinschaft.
dass das Zebra die Türkische Fahne hochhebt ??
Also ich bin ja selber Österreicher mit Migrationshintergrund und die ganze Aufregung finde ich nicht sinn bzw wertvoll. Ist halt wiedermal medial hoch-sterilisiert worden. ABER ich kann die Aufregung verstehen, weil auch ich mich frage: "Wtf hat die türkische Fahne in einem Lehrbuch für Deutsch Sprechende Schüler verloren?"
Hier ist schon der Fehler beim Verlag entstanden. Die Lehrerin kann nichts dafür.
(sorry falls das mit der Fahne schon erwähnt wurde in einem der 1350+ Postings )
Kaffee, Mokka, Elixir, Giraffe, Schachmatt, Tarif, Zucker usw.
Leider ist die FPÖ nicht nur unglaublich dumm (wem fällt schon derartiger Schwachsinn ein), sondern dieser Zugang, die deutsche Sprache zu "bereinigen", ist direkt der NS Ideologie zuzuordnen.
Zufall? Missverständnis? Jugendsünde? Natürlich nicht!
http://derstandard.at/134516671... Nazi-Szene
sondern arabische. Eigentlich auch nicht. Das sind längst deutsche Wörter, die niemanden interessieren. Und was soll wieder der Hinweis auf "NS-Ideologie"? Die N*zis waren die besten Freunde der Araber. Der Großmufti von Jerusalem ging beim Führer aus und ein.
natürlich sind das türkische Wörter, die ihre Wurzeln im Arabischen haben – schau dir lieber mal genau an, woraus sich die türkische Sprache zusammensetzt/herleitet.
Und ins Deutsche sind sie selbstverständlich übers Türkische gelangt, das bedingt schon die Geografie.
Und das Leugnen von NS-Ideologie gelingt dir mit deinem Halbwissen nicht, denn es ist der Wunsch, die deutsche Sprache von Fremd- und Lehnwörtern zu "reinigen", den die FPÖ ganz klar verfolgt und damit an die NS-Ideologie bindet.
Ja, aber das sind längst eingedeutschte Wörter - mit ihrem Kommentar verfehlen Sie das Thema weit. Nochmal zum Mitschreiben Es geht darum, dass türkischer Sprachschatz in den D-Unterricht eingebaut wird und das ist kontraproduktiv, da die Kinder ja D lernen sollten! Was ein Kaffee ist, versteht jedes öst. Kind, "süt", tesekkürler" etc. sind allerdings Begriffe, mit denen ein kleiner Ösi nichts anfangen kann und auch TürkInnen sollten lieber im D gefördert werden, denn das ist nun mal nötig, um sich wirklich zu integrieren. Später wird dann nämlich wieder mit der Rassismuskeule geschwenkt, wenn kein Lehrmeister jemanden mit schlechten D-Kenntnissen einstellt!
P.S.: Es wäre ja auch wenig sinnvoll, wenn man im Matheunterricht turnen würde.
beinahe jede aussendung der freiheitlichen partei, jede wortmeldung eines blauen politikers strotzt vor fehlern, peinlichkeiten, unfreiwilligem humor und missverständlichkeiten. (die formulierung von "beiden geschlechtsteilen" ist einer der höhepunkte in dieser sache.)
daher mein - wohl gemeinter - rat: anstatt sich über den deutschunterricht einer volksschullehrerIn aufzuregen, sollten die effen die zeit zum deutschlernen nutzen.
Die Zukunft schaut so aus.
http://goo.gl/ATYxB
Lasst uns rechtzeitig beginnen.
geht es doch um unsere eigene sprache, um das typisch österreichische, das ohnehin vom deutschtümeln in den medien verdrängt wird. als zusatzangebot, je nach sozialem umfeld der schule, auch mal auf der tafel und vielleicht im heft fremdsprachiges, wozu auch englisch und französisch gehört. türkisch den vorzug zu geben, ist nicht sehr klug, vor allem, wo wir wissen, wie schlecht die deutschen sprachkenntnisse unter vielen migrantInnen sind und dieses thema noch lange nicht bewältigt ist. das nächste wäre wohl serbisch bzw. serbokroatisch und dann vielleicht noch sächsischen dialekt, weil wir ja so viele ossis in der tourismusbranche haben? das heißt doch, das pferd von hinten aufzäumen.
das ist ja ein deutscher Verlag:
Ernst Klett Verlag GmbH
Rotebühlstraße 77, D – 70178 Stuttgart
Deutschland wurde ja von Erdogan anläßlich seines Besuches ziemlich zurechtgestutzt, und dieses Schulbuch ist wohl eines der ersten Zugeständnisse der deutschen Bildungspolitik.
Wer sich nicht mehr erinnern kann:
Erdogan hatte seine Landsleute bei Auftritten in Deutschland eindringlich vor zu viel Anpassung, vor "Assimilation", gewarnt, türkische Gymnasien in Deutschland gefordert - und damit Irritationen bei deutschen Politikern ausgelöst.
Und by the way: VERDAMMT, gibt es denn keine österreichischen Schulbücher und Verlage ???
denn die alten Xenophoben werden ausgestorben sein und echte Österreicher haben jetzt schon zu wenig Kinder. Mehrere Kinder haben nur Menschen, die sich vom Konsumwahn nicht "sterilisieren" lassen. Die leben den ursprünglichen Sinn des Lebens - das wahre Glück ist nicht das i-Phone oder der SUV, sondern die Erhaltung des (Zusammen-)Lebens an sich. Die Rassen vermischen sich durch die Globalisierung und irgendwann gibt es keine "Fremden" mehr. Liebe Leute vergesst nicht, dass wir alle auf dem grössten Teil der Erde Ausländer sind ...
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