Siemens erwägt Abbau tausender Stellen

21. August 2012, 08:29
  • Auch Siemens muss sparen.
    foto: dapd/lennart preiss

    Auch Siemens muss sparen.

Im Juli hatte das Unternehmen bereits das Sparprogramm angekündigt, im Herbst soll es umgesetzt werden

München - Siemens prüft einem Bericht der "Börsen-Zeitung" zufolge den Abbau tausender Arbeitsplätze. Im Rahmen eines für den Herbst bereits angekündigten Sparprogramms des Münchner Elektroriesen werde auch unweigerlich die Streichung von Jobs auf der Tagesordnung stehen, berichtet das Blatt ohne Angaben von Quellen. Siemens wollte den Bericht am Dienstag nicht kommentieren. Laut "Börsen-Zeitung" könnten mehr als 10.000 Stellen betroffen sein.

Im Juli hatte Siemens-Chef Peter Löscher nach enttäuschenden Zahlen die Gewinnprognose mit einem dicken Fragezeichen versehen und für den Herbst ein Sparprogramm angekündigt. Damit will der Manager trotz des düsteren Ausblicks und hohen Preisdrucks die angeknackste Profitabilität wieder verbessern. Die Aktie legte am Vormittag leicht zu. "Es sollte niemanden überraschen, dass Stellenstreichungen Teil der Kostensenkungsmaßnahmen sein werden", sagte ein Händler. Löscher hatte bisher offen gelassen, ob ein Stellenabbau dazu gehört.

Verändertes Umfeld in Europa

Siemens hat in den vergangenen 15 Monaten weltweit netto rund 23.000 Stellen geschaffen, wie die Zeitung weiter berichtet. Davon 6.000 in Deutschland. Ende Juni beschäftigte der Konzern hierzulande rund 129.000 Menschen, weltweit waren es 410.000. Löscher hatte im Juli gesagt, es werde in allen Sektoren gezielt an Kostensenkungen gearbeitet. Es gehe um die "Verbesserung von Kosten, Produktivität, Effizienz und Prozessen". Die konkreten Pläne sollen im Oktober mit Führungskräften erörtert und dann vorgestellt werden. Seit der Ankündigung im Juli wird im Konzern über nötige Maßnahmen diskutiert. Laut Zeitung ist klar, dass die Kostenstruktur an das veränderte Umfeld etwa in Europa angepasst werden muss. Neben fehlendem Rückenwind aus wichtigen Ländern wie China machen Siemens aber auch hausgemachte Probleme zu schaffen.

Komplett verschätzt hat sich der Vorstand etwa bei komplexen Netz-Anbindungen von Windparks in der Nordsee. Weil Siemens dem Zeitplan hinterherhinkt, schrieben die Münchner bis Ende Juni bereits rund 500 Mio. Euro in den Wind. Zudem haben sich die milliardenschweren Investitionen in das Umsatzwachstum aus eigener Kraft bisher nicht wie gewünscht ausgezahlt, hatte Finanzchef Joe Kaeser Ende Juli eingeräumt. Bei der internationalen Konkurrenz lief es teils deutlich besser. So profitierte etwa der US-Erzrivale General Electric von einem brummenden Industriegeschäft. (APA/Reuters, 21.8.2012)

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"Siemens hat in den vergangenen 15 Monaten weltweit netto rund 23.000 Stellen geschaffen, wie die Zeitung weiter berichtet. Davon 6.000 in Deutschland. Ende Juni beschäftigte der Konzern hierzulande rund 129.000 Menschen, weltweit waren es 410.000"
wer 6000 Arbeitsplätze schafft soll der erste stein auf siemens werfen

naja

In AT werden jedenfalls keine geschaffen.
Alle dort ausgeschriebenen Stellen sind von SPDL (Siemens Personaldienstleitungen = Sklavenverleih) zu schlechtem Kollektivvertrag, ohne Sozialleistungen, oft befristet.

Die "beschaffen" ihr Personal so wie sie Material einkaufen. Und werden es auch schnell wieder los.

Leihharbeit ist doch eine Arbeit

SPDL in Österreich, DIS AG in DE
kein unterschied.
an Siemens/BMW/EADS/Daimler,... kommen Sie nur noch über die leiharbeit heran.

so by the way
Siemens ist kein schlechter Arbeitgeber
z.B Siemens in Erlangen zahlt die Maklerprovision wenn ein neuer Mitarbeiter ( auch über Zeitarbeitfirma) angestellt wird und umziehen muss.

Sklavenarbeit ist auch eine Arbeit.

Gerade in DE wird Leiharbeit brutal eingesetzt um Tarifverträge zu umgehen, Scheinselbstständige für typ. unselbständige Tätigkeiten eingesetzt etc.

Sehen sie sich mal die unterschiedlichen Kollektivverträge in AT für Leiharbeit und den ElektroKV an.
Sie werden staunen welche Nachteile für den Menschen durch Leiharbeit entstehen.

Euqal pay
Gleiche Arbeit ,Gleiches Lohn
Es gibt eine initiative die bewi Siemens ist schon realisiert
die Leiharbeiter müssen wie normale Angestellte bezahlt werdem.
ab 16 oder 18 Monats wird bei Siemens-DE ein Leiharbeiter wie ein normaler Angestellte bezahlt.

Allerdings ein leiharbeiter kann von heute auf Morgen entlassen werden, Natürlich ohne Abfertigung

na endlich

alle 4 jahre kommt diese meldung und wieder gehen alle auf siemens los, obwohl andere unternehmen hier jährlich viel aggressiver zu den mitarbeitern agien, nur eben dies nicht in die medien bringen.....

A echte Sozialistin wie die Gitti Ederer als Konzern-Personalchef

macht halt den Unterschied.

Hilft einigen von UNS beim Aufwachen.

Schwache Leistung Gitti!

Wurde bei Siemens nicht auch die SPÖ-Funktionärin Brigitte Ederer hochbezahlt versorgt? Die hat uns doch den EU 1000er versprochen ...

Wird Zeit, dass auch die mal gekündigt wird.

aha ...

haben die nicht gerade einen Milliardenauftrag aus Qatar (U-Bahnen/Straßenbahnen) an Land gezogen?

Milliarden ist vielleicht ein wenig viel. Da müssten sie schon über hunderte Bahnen liefern und es sind aber nur knapp unter zwei Dutzend, wenn man der Presseaussendung trauen darf.

Es wird Zeit...

...daß Firmen, die Gewinne schreiben und Arbeitskräfte abbauen, für jeden zusätzlichen Arbeiter auf der Straße zur Kasse gebeten werden. Und zwar KRÄFTIGST! Wie kommt die Allgemeinheit dazu, Menschen zu finanzieren, die auf die Straße geschickt werden, obwohl das Unternehmen Gewinne schreibt?! Die Aktionäre und das Management: Abzocker-Gfraster! Schreibt's Verluste, dann ist auch einzusehen, daß Arbeitskräfte abgebaut werden müssen!

Wie kommt ein Unternehmen dazu, Leute zu beschäftigen und zu bezahlen die es nicht braucht?

siemsnes fällt sicher irgendwie unter "gewinnschonende besteuerung" (gruppenbesteuerung - hierzulande). siemans will aber ordentliche strassen, rechtssicherheit, gut ausgebildete menschen, konsumenten, die der maqrke siemens vertrauen...

um die balance zu halten, müßte siemens (und andere konzerne) entweder fair steuern zahlen, um das zu kriegen/erhalten, oder eben viele menschen , die ihre konsumenten sind, zu fairen bedingungen beschäftigen...

Als Unternehmer hat man ein gewisse Verantwortung, wenn ich mit dem Schicksal von Menschen hantiere.

Also Pragmatisierung für Alle? Es reicht wohl, wenn Arbeitsleistung gegen Geld getauscht wird.

Lieber Johann! Wie kommt der Steuerzahler dazu, Leute zu erhalten, damit die Aktionäre ein sattes Plus ausbezahlt bekommen?!

Es ist nicht so, daß sie nicht gebraucht werden - es geht darum, daß man Gewinnmaximierung betreibt, auf dem Rücken derer, die man nicht kündigt, von denen man dann verlangt, doppelt und dreifach zu hackeln, auf Boni zu verzichten, weil das geschäftliche Umfeld ja sooo schlecht ist... während man Gewinne schreibt und Leute auf die Straße setzt!

Man braucht die Leute nicht, OK. Dann für jede einzelne Maschine, die 10 Menschen ersetzt, äquivalente Steuer bezahlen. Wollen's auch nicht, gell... schließlich will man nur vom Staat profitieren und ja nix an die Gesellschaft zurückgeben. Bin ich froh, daß dieses Gehabe bald nach hinten losgehen wird - weltweit.

Die Welt hat noch nicht begriffen, dass wir neben einer Schuldenkrise auch eine Systemkrise haben. Mit Hilfe des ESM werden wird bald tatsächlich die bisher herbei geredete Währungskrise haben. Der Kapitalismus hat einige Konflikte, einer davon ist die falsche Definition von Wachstum, das ausschl. auf die Wirtschaft beschränkt ist. Dieses System muss über kurz oder lang krachen. Damit meine ich nicht das Pensionssystem :) Die ungerechte Resourcen- Wissens- und Changenverteilung muss aufgelöst werden. Anstatt über ein weltweit neues System nachzudenken, konzentriert man sich auf den Erhalt eines Systems das nicht zu retten ist. Die erfolgreiche Bewältigung der gegenwärtigen Krisen wird eine neue Epoche der Menschheitsgeschichte einläuten.

die se leute können sich also bei der ezb bewerben...,

dort gibt es allerdings nur 40 neue plätze... ;)
https://derstandard.at/134516465... ue-Stellen

Tyrannosaurus Rex

Und alles dreht sich um sich selbst, hier vor allem
um die Aktionäre und das Management.
Da passt es wunderbar, das aktuell bis 31.12. d.J. ein 3 Mrd. schweres Aktienrückkaufprogramm
läuft. 10 Vorstände und 2 ehemalige haben sich
rd. 27 Mio. Euro (inkl. Aktien(optionen)) Vergütung für das Jahr 2011 gegönnt.
Ein sich selbst nährender Kreislauf.

Ohne Neidgefühle finde ich das höchst anmaßend
von den Damen und Herren und es ist höchste Zeit wirtschaftliche Alternativen zu stärken.

Wir planen aktuell ein Unternehmens-Netzwerk mit KMU aufzubauen, die sich nach ökonomischen + sozialen + ökologischen Maßstäben orientieren
und damit eine faire Wertschöpfung schaffen.
Bei Interesse am Konzept freue ich mich über Nachrichten.

MfG
R. Haidinger

schnell ein paar Plastik-U-Bahnen um 7,000.000,- Stk bestellen

sale and lease back bitte wieder in den Tresor in Bratislava, damit der Landesrechnungshof nicht rankommt

hoffentlich regiert uns der Michl noch recht lang

7 Mille is eh superbillig, da müssens schon zu den Chinesen gehn, die lieferns so billig ^^

Daumen mal Pi würde man sagen

Siemens Österreich wird sicherlich nicht ungeschoren davonkommen. Wien und München werden ihre Opfer bringen müssen. Bei schlechten Wirtschaftsbedingungen wird der Sozialplan etwas dünner ausfallen als sonst. Daumen mal Pi würde man sagen, 2 x gesetzliches plus Arbeitsstiftung.

"schlechtere zeiten"?

denke eher das durch die globalisierung und das dividentendenken der gesellschafter um sich zu sanieren, eher die gründe sind stellen abzubauen!

das das image von siemens immer weiter sinkt bei firmen die "neutral" sauber ohne zuwendungen arbeiten, ist was diese firmen nicht bedenken!

diese drohungen von abbau lassen mittlerweile doch jeden kalt, der die hintergründe kennt!

arbeit gibts genug im internationalen bereich, muss ja nicht siemens heißen!

jedoch verlorene gute arbeitskräfte durch falsche behandlung sind unersetzbar!

damit legen sie sich nur selber ei! die konsequenzen werden viel geld kosten!

obs abgewälzt werden kann auf staatsschulden bezweifle ich, nur was weiss ich schon, welche kanäle siemens schwimmt!

5,2 Mrd. Euro Gewinn sind nicht genug?

Da muss man tausende Menschen entlassen?

Die Hyänen, auch Aktionäre geschimpft, wollen ja auch a gscheide Rendite.

Die wird natürlich auf Kosten der Mitarbeiter erzeugt wenn das Geschäft grad ned so läuft wie angedacht!

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