Irakische Regierung bestreitet Umgehung der Iran-Sanktionen

Regierungsprecher räumt illegalen Öltransfer über Kurdistan ein

Bagdad - Die irakische Regierung hat Vorwürfe zurückgewiesen, dem Nachbarland Iran heimlich bei der Umgehung internationaler Sanktionen zu helfen. Die Beziehungen beider Länder seien "transparent" und bewegten sich innerhalb dessen, "was erlaubt ist", sagte der Sprecher von Ministerpräsident Nuri al-Maliki, Ali Moussaoui, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben keinen Geheimpakt" mit Teheran. Moussaoui räumte ein, dass eine gewisse Menge Öl über die autonome irakische Region Kurdistan in den Iran gelange. Dies schade jedoch der Souveränität des Irak.

Die "New York Times" hatte am Sonntag berichtet, der Irak schmuggle für den Iran im großen Stil Öl und ermögliche dem Nachbarn über seine Banken mit Devisen zu handeln. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an Atomwaffen zu arbeiten, und ist international mit zahlreichen Sanktionen belegt worden. Teheran weist die Anschuldigungen zurück. (APA, 20.8.2012)

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