Arbeitsbewilligung auch für Bachelor-Absolventen

20. August 2012, 13:09

Sebastian Kurz: "Bilden junge Menschen mit Steuergeld aus, Steuern zahlen sie dann woanders" - Sozialminister sieht derzeit keinen Handlungsbedarf

Wien - Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) lehnt die Forderung von Integrations-Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) ab, Studenten aus dem Nicht-EU-Ausland schon nach einem mit Bachelor abgeschlossenen Studium über die Rot-Weiß-rot-Card eine Arbeitsbewilligung zu geben. Im Ö1-"Mittagsjournal" sagte Hundstorfer am Montag, man werde "natürlich darüber reden", derzeit sehe er aber "keinen Handlungsbedarf". Es gebe derzeit auch innerhalb der EU einen hoch qualifizierten Arbeitsmarkt, diesen solle man zunächst ausschöpfen.

Hundstrofer verwies auch darauf, dass die derzeitige Regelung erst voriges Jahr von allen Beteiligten und damit auch von Kurz mitbeschlossen worden sei. Derzeit erhalten ausländische Absolventen die Rot-Weiß-Rot-Card, wenn sie einen Job auf akademischem Niveau haben und mehr als 1.903 Euro verdienen. Darüber hinaus müssen sie mindestens einen Abschluss eines Master- oder Diplomstudiums nachweisen. Letzteres will Kurz ändern und auch einen Bachelor-Abschluss anerkennen. "Wir bilden junge Menschen mit Steuergeld aus, aber arbeiten und Steuern zahlen tun sie dann woanders. Das ist nicht ok", hatte der Staatssekretär am Wochenende argumentiert. (APA, 20.8.2012)

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Fortsetzung

die ganzen Ewigvorgestrigen die hier krampfartig andere Menschen runterputzen wollen (gelingen tut es ihnen ohnehin nicht) sollen mal ihr Hirn einschalten. Aber noch ein Denkanstoß für die ganz Dumpfen: Ein Bachelor ist nichts wert, richtig!? Was ist dann eine Matura wert- noch weniger als nichts? Und wenn ein 180 ECTS Studium nichts wert ist, kann doch eigentlich ein 240 ECTS auch nicht so viel mehr wert sein- also dann "nichts+60 ECTS". Noch mal zum Abschluss an alle "BSc-Basher": Lasst es bleiben, ich macht euch lächerlich.

Nur hirnlose Polemik hier im Forum

Ich kann mir, wenn ich mir diese ganzen Postings durchlese nur an den Kopf greifen. Wie man soviel Blödsinn verzapfen kann ist mir unbegreiflich. Was ist so schwer daran die Dinge so hinzunehmen wie sie sind? Ein Diplomstudium war ein Studium mit 240 ECTS. Ein BSc hat 180 ECTS absolviert und somit 3/4 im Vergleich zum alten Diplomstudium. Hier lese ich dass ein BSc nur eine "Einführung" und weniger als die Hälfte als ein zB Mag. wert, usw. Der Umkehrschluss aus diesen ganzen Kommentaren wäre dann folgender: Alle Diplomstudenten haben in den ersten drei Jahren (ich gehe der Einfachheit von Mindestzeit aus) so gut wie nichts gelernt und in den letzten beiden Jahren ist ihnen dann die große Weisheit zugeflogen....Ich würde sagen - forts.oben

das war natürlich absicht bei der einführung der bachelor-studien, die politik wußte, das diese geringer bezahlt werden.

Gute Bildung nur noch für Finanzeliten, und

Der Bachelor soll nur dazu dienen, ein "Studium light" zu propagieren, um Kosten für eine ordentliche Ausbildung bei Akademikern einzusparen.

Dieser Schein (= eine etwas bessere 1. Diplomprüfung ohne Prüfung und mit einer ausgebauteren Seminararbeit) ist beruflich soviel wert wie Clopapier, wenn man Leute mit sowas einstellt hätte die Matura auch ausgereicht. Fachlich bestenfalls eine Einführung in ein Gebiet aber keine gründliche Ausbildung.

Eh klar, sowas kann man ruhig auf die Mitmenschen loslassen. In Volksschule und Hauptschule (= "NMS") keine Benotung und anschließend international nicht anerkannten Bachelor-Quatsch, Hauptsache billig. Und ein Lehrer kann offenbar für Ö. nicht billig und inkompetent genug sein.

Aha, interessant. Ihnen dürfte aber entgangen sein, dass der Unterschied zwischen einem Maturanten und einem Bachelor 6 Semester bzw. 180 ECTS-Punkte Studium sind. Und dass das Tempo und Lernintensität dabei eine ganz andere ist als an BHS und AHS. Abgesehen davon: Wer den Bachelor hat, dem fehlen in meinem Studiengang nur noch 2 Semester zum Master. Ist das mit Matura auch so?

Pardon! Es fehlen in meinem Studiengang natürlich 4 Semester zum Master! Dennoch hat man mit dem Bachelor schon 6 von 10 Semestern auf dem Weg zum Master absolviert. Wenn der Bachelor kein Studium ist, was ist dann die Matura? Kindergarten? Vorschule?

"In Volksschule und Hauptschule (= "NMS") keine Benotung und anschließend international nicht anerkannten Bachelor-Quatsch."

Wie kommt man denn mit Hauptschulabschluss auf die Unis?

Die werden ja nicht gerade von Ablegern der Studienberechtigungsprüfung und Berufsreifeprüfung überlaufen.

ein 3-Minuten-Ei ist ein 3-Minuten-Ei

Von mir aus gebt jedem Schnellsiede-Rohling seine Arbeitserlaubnis, so schwierig ist doch eine Kehrmaschine nicht zu bedienen.

Hoffentlich ersticken Sie nicht an Ihrer Überheblichkeit.

kurz hat wieder einmal recht

sollte man auch auf andere in ö ausgebildete ausweiten. (abgesehen davon, dass der bachelor ein schuss in den ofen ist, wie aktuell in deutschland schon offen diskutiert wird)

Wer stellt den Bachelor-Absolventen ein?

Nur die, die auch einen Maturanten einstellen würden.

Die werden sehr gerne als Werkstudenten und Praktikanten genommen. Aber in den Stellenangeboten siehts mager aus, was den Maschinenbau betrifft.

Um Werkstudent oder Praktikant zu sein reicht eine Inskriptionsbestätigung, da brauch ich keinen Bachelor.

Nicht überall.

In manchen Praktika wird ein fortgeschrittenes Studium und sehr spezifische Fähigkeiten verlangt.

Ja, das steht dann aber eh in der Annonce.

Beziehungsweise verschick ich immer sehr viele Initiativbewerbungen in denen dann drinnsteht was ich kann und machen will.

Ein paar positive Antworten kommen ja immer, auch wenn dann in der Abteilung nichts frei ist kommt meistens das Angebot sich halt etwas anderes anzusehen.

Und laut einer Umfrage...

bekommen's mit ihrem Bachelor mehrheitlich nicht einen Cent mehr wie ein Maturant.

Wie meinten die Personalchefs vor Jahren bei einer Umfrage zu dem Thema? "Warum sollen wir mehr für ein zweijähriges "Praktikum" an der Uni bezahlen?"

Bei so einem Personalchef würde ich mich auch nicht bewerben.

Da sieht man, dass Personalchefs nicht wirklich informiert sind, weil, wie jeder weiß, ein Bachelor drei Jahre dauert und man in diesen drei Jahren schon sehr viel lernt. Immerhin ist ein Bachelorabschluss 3/5 eines Diplomstudiums.

Der letzte Personalchef von dem ich einen Vortrag gehört hab, hat erklärt dass er niemals einen Bac. einstellen wird.

Das Unternehmen nimmt nur DI/Mag. und Dr. auf, und auch DI/Mag. (FH) höchstens für die Buchhaltung.

Von "Schmalspurakademikern" hält man dort nicht wirklich viel.

Soll mir nur recht sein!

Siehe weiter unten.

Also knapp mehr als nur die Hälfte.

Und wie jeder weiß dauert ein komplettes Masterstudium ca. 5 Jahre - der Bachelor ist nur eine um 1 Semester erhöhte 1. Diplomprüfung mit rein einführenden Fächern.

Naja, bei uns im Maschinenbau gibts auch im Bachelor schon einige Vertiefungsfächer sowie Beruffsfeldeinführungsfächer.

Ist ja schön wie Du deinen Abschluss in Schutz nimmst.

Aber die Personalchefs dort draussen wollen Dir dafür in der Masse nicht mehr bezahlen. Und schöne Worte ändern nichts daran.

Dieser Hirnfurz kam zustande, weil die Politik auf ihre Spezl aus der Wirtschaft gehört hat, damit mehr "Frischfleisch" schneller aus den Schulen auf den Arbeitsmarkt kommt.

Ganz zu schweigen von so angenehmen "Nebeneffekten" wie einer unnötigen Konkurrenz zwischen Unis und FHs, die man so aufziehen konnte, um an beiden mehr zu sparen.

Und einem fortgesetzten Schulbetrieb statt den Humboldtschen Idealen (die sollte man mal nachlesen, in der Schule wird's euch nicht beigebracht, wen wundert's). Denn kritische und selbständige Untertanen und Angestellte wollen ganz gewiss weder Politik NOCH Wirtschaft.

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