Fehler der Luftraumwache machte Teddybären-Protest möglich

20. August 2012, 13:18
  • Kommen Teddybären geflogen ...
    foto: epa/ho

    Kommen Teddybären geflogen ...

Kleinflugzeug schwedischer Aktivisten war bei Rückkehr versehentlich als "identifiziert" gekennzeichnet worden - Lukaschenko entlässt Außenminister

Vilnius - Weder die litauische noch die weißrussische Luftraumüberwachung haben offensichtlich das Eindringen eines von schwedischen Aktivisten gesteuerten Kleinflugzeugs mit Protest-Teddys in ihr Territorium bemerkt. Während der weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko den Luftwaffenchef und den obersten Grenzhüter des Landes deswegen entlassen hat, dürfte der Fall in Litauen keine personellen Konsequenzen haben.

Denn für den Fehler war die estnische Schicht der von den drei baltischen Staaten, Lettland, Litauen und Estland gemeinsam durchgeführten Luftraumüberwachung verantwortlich, teilte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des litauischen Parlaments, Arvydas Anusauskas, am Wochenende mit.

Flugzeug auf einmal verschwunden

Das Flugzeug sei in Litauen gestartet und identifiziert gewesen, dann aber vom Radar der Flugkontrolleinrichtung in Karmelava verschwunden. Als es dann aus Weißrussland zurückgekehrt sei, hätte es als "nicht-identifiziert" gekennzeichnet werden müssen. Daraufhin wären die Abfangjäger aufgestiegen. Dies sei nicht geschehen, sagte Anusauskas dem Radio-Sender Ziniu Radijas. Laut Anusauskas könne Litauen für den Fehler aber niemanden zur Verantwortung ziehen. "Es war die Schicht der Esten. Wir können bei estnischen Offizieren gar nichts machen."

Am 4. Juli flogen schwedische Aktivisten mit einem Kleinflugzeug von Litauen nach Weißrussland und waren dort Hunderte von Teddybären mit Protestlosungen gegen das autoritäre Regime ab. Die Aktion hat mittlerweile zu schweren diplomatischen Verstimmungen zwischen Schweden und der EU einerseits und Weißrussland andererseits geführt. 

Lukaschenko entlässt Außenminister

Weißrusslands Präsident Lukaschenko hat am Montag seinen Außenminister Sergej Martinow ohne Angabe von Gründen entlassen. Martinow sei auf "einen anderen Posten" versetzt worden, teilte das Präsidialamt am Montag in Minsk mit. Nachfolger werde der bisherige Chef des Präsidentenbüros, Wladimir Makej. Es wird spekuliert, dass diese Personalie in Zusammenhang mit der Teddybären-Affäre steht.

(APA, 20.8.2012)

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8 Postings

marketingtechnisch genial, es gibt wohl niemanden der keine teddies mag, somit wird der politische aktivismus emotional positiv behaftet wahrgenommen...

Diskreten Squawk Code in Litauen erhalten,
Transponder aus, Teddybären raus
Transponder ein, und alles fein,
oder wie? ;-)

Und das alles so schnell, dass es die Luftueberwachung als temporaeren Fehler uebersehen hat?

Anus aus kas

ist ein origineller Name.

Coole Aktion..nur sau gefährlich..wenn die das Flugzeug

abschießen..was ich Weißrussland absolut zutraue..

Die Kreativ-Abteilung trotzt der Hitze. Steht die "Luftraumwache" eigentlich

am Luftraumtor?

Kannst annehmen ...

Sie steht wahrscheinlich sogar davor .. wie einst Lily Anusauskaite (Das ist nach litauischer Namensregel die Frau vom Anusauskas) .. auch wenn sie in diesem Fall ja eher DANEBEN gestanden ist ...

Da habens dem litauischen Luftwaffenchef gut rausgeredet.. ;)

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