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Kommen Teddybären geflogen ...
Vilnius - Weder die litauische noch die weißrussische Luftraumüberwachung haben offensichtlich das Eindringen eines von schwedischen Aktivisten gesteuerten Kleinflugzeugs mit Protest-Teddys in ihr Territorium bemerkt. Während der weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko den Luftwaffenchef und den obersten Grenzhüter des Landes deswegen entlassen hat, dürfte der Fall in Litauen keine personellen Konsequenzen haben.
Denn für den Fehler war die estnische Schicht der von den drei baltischen Staaten, Lettland, Litauen und Estland gemeinsam durchgeführten Luftraumüberwachung verantwortlich, teilte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des litauischen Parlaments, Arvydas Anusauskas, am Wochenende mit.
Das Flugzeug sei in Litauen gestartet und identifiziert gewesen, dann aber vom Radar der Flugkontrolleinrichtung in Karmelava verschwunden. Als es dann aus Weißrussland zurückgekehrt sei, hätte es als "nicht-identifiziert" gekennzeichnet werden müssen. Daraufhin wären die Abfangjäger aufgestiegen. Dies sei nicht geschehen, sagte Anusauskas dem Radio-Sender Ziniu Radijas. Laut Anusauskas könne Litauen für den Fehler aber niemanden zur Verantwortung ziehen. "Es war die Schicht der Esten. Wir können bei estnischen Offizieren gar nichts machen."
Am 4. Juli flogen schwedische Aktivisten mit einem Kleinflugzeug von Litauen nach Weißrussland und waren dort Hunderte von Teddybären mit Protestlosungen gegen das autoritäre Regime ab. Die Aktion hat mittlerweile zu schweren diplomatischen Verstimmungen zwischen Schweden und der EU einerseits und Weißrussland andererseits geführt.
Weißrusslands Präsident Lukaschenko hat am Montag seinen Außenminister Sergej Martinow ohne Angabe von Gründen entlassen. Martinow sei auf "einen anderen Posten" versetzt worden, teilte das Präsidialamt am Montag in Minsk mit. Nachfolger werde der bisherige Chef des Präsidentenbüros, Wladimir Makej. Es wird spekuliert, dass diese Personalie in Zusammenhang mit der Teddybären-Affäre steht.
(APA, 20.8.2012)
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