Braunbär "M13" wieder in Südtirol gesichtet

Seine beiden Brüder waren heuer bei Verkehrsunfällen getötet worden

Bozen - Der junge Braunbär "M13" ist nach seinen Streifzügen durchs schweizerische Engadin und die Provinz Sondrio wieder zurück in Südtirol. Am Donnerstag wurde seine Anwesenheit auf den Almen um Trafoj gemeldet, wo er zwei Schafe gerissen habe, gab das Amt für Jagd und Fischerei am Freitag in Bozen bekannt. Seine beiden Brüder waren heuer bei Verkehrsunfällen in Südtirol getötet worden.

Wegen seiner Zutraulichkeit zu Menschen - "M13" nahm bisher angesichts von Menschen nicht Reißaus, sondern ließ sich mehrmals in aller Seelenruhe beobachten - wurde das zweieinhalb Jahre alte Tier von den Bärenverantwortlichen als problematisch eingestuft. 2011 war er im Südtiroler Ulten von der Landesjagdbehörde eingefangen und mit einem Sender-Halsband ausgestattet worden. Die Winterzeit verbrachte der Bär dann in einsamen Gegenden an der Landesgrenze zwischen Südtirol und dem Trentino, ohne dass es dabei zu Zwischenfällen gekommen war.

Halsband verloren

Heuer im Jänner verlor "M13" sein Halsband. Im Frühjahr wanderte er schließlich von Ulten kommend durch das Etschtal, wurde dann in Schnals geortet, zog weiter nach Nauders (Nordtirol) und überquerte die Grenze zur Schweiz, wo er erneut mit einem Sendegerät ausgestattet wurde. Die vergangenen Monate verbrachte er im Grenzgebiet zwischen Schweiz und Lombardei, wo er sich häufig auch im Stilfserjoch-Nationalparkgebiet aufhielt.

"Auch wenn sich der Bär bis heute stets friedlich und nicht aggressiv verhalten hat, handelt es sich um ein Raubtier", warnte der stellvertretende Direktor des Landesamtes, Giorgio Carmignola. Es sei "unverantwortlich, sich dem Bären zu nähern, um ihn zu fotografieren, zu filmen oder gar zu füttern". Sichtungen sollten dem Landesamt in Bozen (+39/471/415170) gemeldet werden. (APA, 20.8.2012)

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19 Postings
Bayerns Politik hofft schon auf ein Sommerthema.

Ah, aber Südtirol ist zum Glück zu weit weg. ;)

da wird wohl wieder

so ein armer, gemobbter Bär in einem Keller eines Jägers Selbstmord begehen....

.

Er wurde ganz sicher nicht von einem sog. Jäger
gesichtet.
Sonst gäbs hier keine "news" sondern nur
'nen toten Bären.

ich weigere mich einen Bären mit M13 zu bezeichnen, gebt ihm einen normalen Namen, so etwas wie Pezzi Bär oder ähnliches.

@z...

aber hallo, das liebe tierchen lebt doch (noch) ;-)

Bitte nicht. Wenn ich an diesen unerträglichen Petzi Bären aus dem Nachthupferl denke, werde ich heute noch aggressiv. Nennen wir ihn doch "Brumm" oder "Bruno".

Oder Hansi, Pepperl . . . .

Sie können einen Bären nicht Hansi oder Pepperl nennen - so heißt ja jeder Wiener Kanarienvogel!

@Su....

ha ha, ok, mir ist alles recht, nur keine unpersönliche Stückzahlnummer sollte es sein ;-)

Sein Halsband hat er übrigens verloren, weil er sich vor einen Zug geworfen hat.

Und am Gürtel kann man den gemeinen Saubär beobachten.

keine guten Voraussetzungen

der Bär hat nicht gelernt, dass es besser ist, den Menschen aus dem Weg zu gehen;

wo es etwas mehr Bären gibt, wird etwas zu kecken Exemplaren beigebracht, dass sie sich fernhalten; die kriegen, wenn sie nach Gefangennahme wieder freigelassen werden, noch ein paar mit Gummischrot auf den Pelz gebrannt; das tut Meister Petz zwar weh (soll es auch) und laut knallen tut´s auch; aber so lernt es der Bär.

Lauf, Bärchen, lauf! Nicht unterkriegen lassen von den Bärenmördern!

Manchmal wundert man sich nur noch, was so alles frei herumläuft.

denk ich mir beim lesen einiger Posts auch...

Weiss hier jemand warum man ihm den Namen eines Kugelsternhaufen gegeben hat?
Ich nenne meine Katze auch nicht NGC 4676,
obwohl sie manchmal Galaktisch bescheuert ist.

soll wohl vermutlich distanz schaffen. also tiere mit nummern statt namen, werden dann (nach abschuss) nicht so viele nachweinen und sich drüber aufregen.

Nur weil Sie die Motivationen Ihrer Katze nicht durchschauen, heißt das nicht, dass sie bescheuert ist.

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